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Deutsche Weltallianz German World Alliance

 

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Literaturwettbewerb

„Ich schreibe auf Deutsch - Na und!“

Die Deutsche Weltallianz (DWA) veranstaltet erstmals einen internationalen Litertaturwettbewerb innerhalb der deutschen Minderheiten weltweit. „Wir wollen versuchen, die Arbeit der DWA mit literarischen Texten zu unterstützen“, erklärt DWA-Präsident Peter Wassertheurer. Die DWA ist als Menschenrechtsorganisation darauf spezialisiert, Unrecht und Diskriminierungen gegen deutsche Volksgruppen publik zu machen und die politische Öffentlichkeit dafür zu sensibilisieren. Der Literaturwettbewerb richtet sich an Angehörige deutscher Volksgruppen, die als ethnische, sprachliche und kulturelle Minderheiten außerhalb Deutschlands, Österreichs, der Schweiz und Lichtensteins leben.

Der Titel des Literaturwettbewerbs lautet: "Ich schreibe auf Deutsch - Na und!" und soll inhaltlich Diskriminierungen und Benachteiligungen im privaten und gesellschaftlichen Leben aufgrund der deutschen Identität in den jeweiligen Heimatländern literarisch verarbeiten. Es können dabei auch die Schicksale der Großeltern- und Elterngeneration mitbeschrieben werden, wobei der Bezug zur Gegenwart bestehen bleiben muss. Man soll alle Formen der Benachteiligung als Deutscher/Deutsche anführen und beschreiben, so z.B. etwa, wenn man die deutsche Sprache nicht verwenden durfte, man keine staatlichen Förderungen erhält, keine deutschen Familiennamen toleriert wurden, oder man wegen der deutschen Abstammung im Beruf keine Karriere machen konnte, usw.

Die Text sollen mindestens zwei A4-Seiten bis maximal fünf A4-Seiten mit einem Zeilenabstand von 1,5 Zentimeter und einer Schriftgröße, Times New Roman 12 umfassen. Alle Seiten müssen nummeriert sein. Der Text darf bislang noch in keiner Publikation veröffentlicht worden sein. Die Texte sind ausschließlich in deutscher Sprache zu verfassen.

Die besten drei Texte werden von einer Fachjury ausgewählt und mit Sachpreisen ausgezeichnet. Alle eingereichten Texte, die die oben genannten Kriterien erfüllen, werden in einer eigenen Publikation gesammelt und als Druckwerk veröffentlicht. Auch sollen Lesungen im Rahmen der Möglichkeiten der DWA durchgeführt werden.

Bitte zum Text auch folgende biografische Angaben beilegen: Name, Adresse, e-mail, Geburtsdatum Geschlecht und Beruf.

Einreichfrist bis 30. April 2018 (Später eingelangte Texte werden nicht berücksichtigt. Die Texte werden auch nicht an die Autoren und Autorinnen zurückgeschickt.)

Die Texte sind zu richten an:

Dr. Peter Wassertheurer

Deutsche Weltallianz

Ennemosergasse 18

A-1220 Wien

oder per e-mail: peter.wassertheurer@aon.at

 

 

 

 

PRESSEMITTEILUNG der DWA

 

Wien, am 17.2. 2017

 

Wieder aggressiver Akt gegen deutsche Volksgruppe in Schlesien

Die radikale Polonisierung Schlesiens schreitet voran

 

Unten angeführt ist eine PR-Aussendung des Vertriebenensprechers der Alternative für Deutschland (AfD), Martin Schmidt, in der darauf hingewiesen wird, dass die Erweiterung des Oppelner Stadtgebiets massive Auswirkungen auf die deutsche Volksgruppe in Schlesien hat. Diese Maßnahme führt nämlich dazu, dass sich die Mehrheitsverhältnisse in den betroffenen Gemeinden zu Ungunsten der deutschen Bevölkerung auswirken. Die Folge sind deutlich sichtbar: Zweisprachige Ortstafeln werden abmontiert, was zu einem Identitätsverlust der deutschen Volksgruppe in den betroffenen Gebieten führt.

Die Deutsche Weltallianz (DWA) protestiert gegen diese Maßnahmen, die eklatant gegen die von der Europäischen Union (EU) geforderten Werte verstoßen. Wer zweisprachige Ortstafeln abmontiert, der ist gegen kulturelle und sprachliche Vielfalt, schwächt den Regionalismus und betreibt eine minderheitenfeindliche Politik. Die DWA wird sich, so DWA-Präsident Peter Wassertheurer schriftlich an Herrn Schmidt mit der Bitte wenden, um gegen die Diskriminierung der deutschen Volksgruppe in Schlesien parlamentarische Schritte einzuleiten. Es bleibt nämlich zu befürchten, so Wassertheurer“, dass „die etablierten Parteien in Deutschland von Sozialdemokraten über die Unionsparteien bis Grüne das Maßnahmenpaket der polnischen Behörden in Oberschlesien tot schweigen werden.“ Dort schreit man nur dann empört auf, wenn andere Volksgruppen als deutsche unter Diskriminierungen, Kulturverlust und Anfeindungen zu leiden haben.

 

Diskriminierung der Deutschen in Oberschlesien - Schmidt (AfD) fordert Landesregierung auf, öffentlich Stellung zu beziehen

Demonstrationen und ein mehr als zweiwöchiger Hungerstreik begleiteten die umstrittene Erweiterung des Stadtgebietes Oppeln (Oberschlesien/Polen) zum 1. Januar 2017 um mehrere umliegende Dörfer und Gemeinden. Diese Gebietserweiterung hat erhebliche Auswirkungen auf die deutsche Minderheit. Bereits am 2. Januar 2017 wurden die ersten zweisprachigen Ortstafeln abmontiert, am 26. Januar 2017 wurde in der ersten Sitzung des Stadtrates nach der Vergrößerung von Oppeln Marcin Gambiec, Ratsmitglied aus dem Wahlkomitee der deutschen Minderheit, abgewählt. Für Bernard Gaida, Vorsitzender des Verbandes der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen (VdG), ist diese Abwahl ein Indiz für die „negative Einstellung“ gegenüber der deutschen Minderheit. Zwischen Rheinland-Pfalz und der Woiwodschaft (Bezirk) Oppeln besteht seit vielen Jahren eine Regionalpartnerschaft.

Deshalb richtete Martin Louis Schmidt, vertriebenenpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion Rheinland-Pfalz und als solcher auch zuständig für die Auslandsdeutschen, eine Anfrage an die Landesregierung: „Wir wollen wissen, ob Rheinland-Pfalz dieses Thema auf EU-Ebene zur Sprache bringt, um die deutsche Minderheit zu unterstützen. Außerdem ist es für uns nicht schlüssig, warum es bislang durch die Ministerpräsidentin keine verbalen Verurteilungen von polnischen Entscheidungsträgern wegen deren Verhalten gegenüber der deutschen Minderheit gab. Malu Dreyer teilt ja auch sonst gegen ausländische Politiker kräftig aus“, so Schmidt, der auf eine Bemerkung in der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom 9. November 2016 anspielt. Damals sagte Dreyer, der Präsident der USA, Donald Trump, habe mit Äußerungen im Wahlkampf „erschüttert und verstört“.

Schmidt jedenfalls versichert der deutschen Minderheit seine Solidarität: „Wir stehen an der Seite unserer Landsleute, pochen auf die Einhaltung der Minderheitenrechte und fordern die Landesregierung auf, öffentlich eindeutig Stellung zu beziehen.“

 

PRESSEMITTEILUNG der DWA

 

Wien, am 18.12. 2016

 

Neue Präsidentin für die Deutschen in der Ukraine gewählt

Die Deutsche Weltallianz gratuliert herzlichst zur Wahl von Angelina Schardt

 

 

Angelina Schardt ist die neue Präsidentin der „Assoziation der Deutschen in der Ukraine“. Sie ist im Leben der deutschen Volksgruppe in der Ukraine eine bekannte Persönlichkeit. Sie war im Jahr 2000 eine der Initiatoren bei der Gründung der Assoziation. Sie blickt daher schon auf eine erfolgreiche Arbeit von 20 Jahren zurück, die sie der deutschen Volksgruppe in der Ukraine widmete. Bis November 2016 war sie Mitglied des Vorstandes, wo sie für soziale Aufgaben die Verantwortung trug.  Angelina Schardt ist aber auch die Initiatorin und Veranstalterin der Seminarreihe „Kunstschaffende  Poeten und Schriftsteller in der Ukraine“. Als Leiterin eines speziellen Kunstprogramms, das sich für Maler mit deutscher Herkunft  einsetzt, organisierte sie in der Vergangenheit Ausstellungen zu deren Arbeiten. Angelina Schardt leitet außerdem das Sprachprogramm “Schule des dritten Generation” in der Ukraine, das sich innerhalb der deutschen Volksgruppe intensiv um den deutschen Spracherwerb für Kinder und Jugendliche bemüht.

Peter Wassertheurer freut sich namens der Deutschen Weltallianz (DWA) über die Wahl von Frau Schardt und möchte an dieser Stelle auch der bisherigen Präsidentin, Frau Walentina Sulina, zu ihrer geleisteten Arbeit Dank und Anerkennung aussprechen.

 

 

 

Wien, am 01.02. 2016

 

Nachwort zum Gedenktag der Ungarndeutschen

Wassertheurer: „Entschädigungsfrage vielerorts noch nicht geklärt“

 

Seit 2012 veranstaltet Ungarn einen nationalen Gedenktag, der u.a. an die Vertreibung der ungarndeutschen Volksgruppe von 1945/46 erinnern soll. Am 20. Januar 2016 sprach Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban aus diesem Anlass vom Leid und Unrecht, das damals vielen Angehörigen der deutschen Volksgruppe angetan wurde. Harmut Koschyk, Beauftragter der deutschen Bundesregierung für Aussiedler und nationale Minderheiten, sprach von einem „europäischen Beispiel der Vergangenheitsbewältigung“, den dieser nationale Gedenktag darstellt.

Nationale Gedenktage sind nach Meinung von Peter Wassertheurer, Präsident der Deutschen Weltallianz (DWA), wichtig, um die Vertreibungsthematik in der Öffentlichkeit präsent zu halten. Anderseits, so Wassertheurer weiter, können Gedenktage und Gedenkveranstaltungen keine völkerrechtlichen Verpflichtungen ersetzen. Wassertheurer erinnert daran, dass der Großteil der vertriebenen Ungarndeutschen bislang von Budapest keine Wiedergutmachung in Form einer Restitution oder einer finanziellen Entschädigung erhalten hat. Mit Gedenktagen alleine kann man das einstige Unrecht nicht wiedergutmachen.

 

 

 

PRESSEMITTEILUNG der DWA

 

Wien, am 28.10. 2015

Österreich muss für Südtirol Schutzmacht bleiben

Wien darf sich nicht neuerlich aus seiner historischen Verantwortung stehlen

 

In einem kürzlich in der österreichischen Tageszeitung Die Presse erschienen Beitrag „Kehrtwende in Österreichs Südtirol-Politik“ vertritt Reinhard Ott die Meinung, dass Österreich seine Schutzmachtfunktion gegenüber Südtirol aufgegeben hat. Ott bezieht sich in seiner Argumentation auf eine Südtirol-Entschließung des österreichischen Nationalrats vom 8. Juli 2015. Darin wird die Autonomie als eine „besonders gelungene Form der Selbstbestimmung“ hervorgehoben.

 

Wenn also Wien das Autonomie-Paket als gelungene Form der Selbstbestimmung interpretiert, dann muss nach Meinung von DWA-Präsidenten Peter Wassertheurer daran erinnert werden, dass das Selbstbestimmungsrecht, wie es nicht nur die Südtiroler nach dem Ersten Weltkrieg gefordert hatten, historisch eine ganz andere Bedeutung hatte. In Wirklichkeit gab es die Südtiroler seit 1918 nie die Möglichkeit das Selbstbestimmungsrecht auszuüben. Südtirol wurde als Kriegspfand Italien territorial eingegliedert und die Südtiroler hatten diesen Gewaltakt der Siegermächte, übrigens genauso wie die Sudetendeutschen oder die Deutsch-Untersteirer, gegen ihre Willen zu akzeptieren. Die Siegerjustiz von 1918 lebte bis heute in Südtirol fort! Selbstbestimmt haben die Südtiroler somit gar nichts.

 

Wenn sich Wien nunmehr mit der, wie es im Beschluss vom 8. Juli 2015 heißt, „Selbstgesetzgebung und Selbstverwaltung“ der Südtiroler zufrieden gibt, nimmt man den Südtirolern, wie Ott richtig schreibt, endgültig den Rechtsanspruch auf Gewährung und Ausübung des Selbstbestimmungsrechts.

 

In der Politik spielen Symbole eine wichtige Rolle. Österreich als Schutzmacht Südtirols ist seit dem Gruber-DeGasperi-Abkommen ein Teil der Identität Südtirols. Gibt man diese Funktion leichtfertig auf, besteht nach Wassertheurer die große Gefahr einer weiteren „Aushöhlung der Autonomie“, was einem radikalen Angriff auf das Deutschtum in Südtirol gleich kommt. Die österreichische Schutzmachtfunktion für Südtirol muss daher bleiben, um den Anspruch auf das nationale Selbstbestimmungsrecht der Südtiroler auch künftig zu wahren.

BILINGUAL PENNSYLVANIA

 

Pennsylvania town's German speakers cause bilingual legal ad

 

 

PRESSEMITTEILUNG der DWA

Wien, am 13.08. 2015

 

Serbische Restitution als Fallstrick für Heimatvertriebene

Beweislastumkehr nach Vorbild Slowenien schafft neues Unrecht!

 

Die vor allem im Kreis der Donauschwaben in Österreich vielfach gelobte serbische Restitution erweist sich bei näherem Hinschauen als Fallstrick für die Betroffenen. Mit der Beweislastumkehr folgt Serbien augenscheinlich dem Beispiel der Republik Slowenien. Abermals müssen volksdeutsche Heimatvertriebene ihre Unschuld anhand schriftlicher Dokumente beweisen, die es nie gab oder nicht mehr gibt.

 

Es geht im konkreten Fall um einen deutschen Staatsbürger donauschwäbischer Herkunft, dessen Familie 1944/45 auf Grundlage der AVNOJ-Bestimmungen enteignet wurde und deren Mitglieder in einem der berüchtigten Lager des Tito-Regimes Zwangsarbeit leisten musste. Der Betroffene stellte auf Grundlage der serbischen Restitutionsgesetzgebung einen Antrag auf Restitution und Wiedergutmachung, da Serbien ehemalige Staatsbürger, die unter dem kommunistischen Regime enteignet worden waren, entschädigt. Das serbische Restitutionsprogramm schließt zumindest nach dem Wortlaut des Gesetzes ehemalige Staatsbürger deutscher Nationalität von vornherein nicht aus. Belgrad unterscheidet sich da vom tschechischen Restitutionsprogramm, das lediglich Vermögen restituiert, das nach 1948 enteignet wurde. Die Sudetendeutschen enthalten bis heute keinen Quadratmeter zurück, da deren Vermögen schon 1945 auf Grundlage der Beneš-Dekrete enteignet wurde.

 

Sieht man sich den oben genannten donauschwäbischen Fall genauer an, erinnert die serbische Restitutionspraxis an die slowenische. Die ist in Österreich zurecht wegen der so genannten „Beweislastumkehr“ kritisiert worden. Der Antragsteller muss nämlich schriftlich anhand von Dokumenten beweisen können, dass ihm 1945 mit der Enteignung Unrecht angetan wurde, dass er zu Unrecht Zwangsarbeit leisten musste, dass ihm zu Unrecht Gewalt angetan wurde, dass er nie an Kriegsverbrechen beteiligt war und dass er den deutschen NS-Okkupanten niemals Hilfe leistete. Die Liste ist, wie man sieht, recht lang!

 

In Serbien ist die Sachlage für die vertriebenen Donauschwaben ganz ähnlich. Da wird der Betroffene ebenfalls von der Staatsanwaltschaft aufgefordert, schriftliche Dokumente vorzulegen, die eindeutig beweisen, dass seine Familienmitglieder ihrer Freiheit beraubt wurden, dass sie im Lager Jarek und in Neusatz/Novi Sad eingesperrt waren und Zwangsarbeit auf dem Staatsgut sowie im Kohlebergwerk leisten mussten. Weiters hat er schriftlich zu beweisen, dass der Großvater des Antragstellers kein Kriegsverbrecher war und den NS-Okkupanten keine Hilfe leistete. Wer soll das aber 70 Jahre nach Kriegsende schriftlich beweisen können!

 

„Serbien greift hier auf Erfahrungen zurück, die Slowenien seit den 1990-er Jahren in der Restitutionsangelegenheit gesammelt hat, um Anträge ehemaliger deutscher Mitbürger erfolgreich abzuwimmeln“, kritisiert DWA-Präsident Peter Wassertheurer. Für ihn widerspricht die Beweislastumkehr jedem modernen Rechtsgrundsatz. Nach demselben muss nämlich jemandem die Schuld bewiesen werden, andernfalls gilt er als unschuldig. Ein Donauschwabe muss jetzt aber gegenüber der serbischen Staatsanwaltschaft schriftlich seine Unschuld beweisen können! Außerdem ist die Forderung nach schriftlichen Beweisdokumenten eine reine Schikane, da kein Heimatvertriebener jemals solche Dokumente besessen hat. Wassertheurer verweist auch dabei auf slowenische Beispiele: Kaum hat jemand wirklich ein schriftliches Dokument vorlegen können, wurde entweder die Echtheit angezweifelt oder es wurde sofort ein weiteres schriftliches Dokument verlangt. „In Serbien passiert jetzt ganz Ähnliches, womit das alte Unrecht bestehen bleibt und neues Unrecht geschaffen wird“, bedauert Wassertheurer abschließend.

 

 

PRESSEMITTEILUNG der DWA

Wien, am 12.06. 2015

Interview von Dr Florian Rulitz mit der Deutschen Militärzeitschrift

 

PRESSEMITTEILUNG der DWA

Wien, am 07.05. 2015

Neuerlicher Vandalenakt in Marburg gegen die deutsche Volksgruppe

DWA:„Wien muss endlich mit aller Schärfe handeln!“

 

Wie Veronika Haring, Obfrau des in Marburg beheimateten deutschen Kulturvereins Brücken, in einer Presseaussendung mitteilte, wurde am 1. Mai 2015 die Vereinstafel (vgl. Anhang) beschmiert und zerkratzt. „Leider sind solche Vandalenakte gegen die deutsche Volksgruppe in Slowenien keine Seltenheit“, erklärt DWA-Präsident Peter Wassertheurer. Erst kürzlich machte die DWA auf einen krassen Fall ethnischer Diskriminierung aufmerksam. So wurde etwa die Tochter eines Mitglieds des deutschen Kulturvereins in Cilli (slow. Celje) in der Schule als „deutsches Schwein“ beschimpft. Nach Meinung von Wassertheurer ist vor allem der diskriminierende Status der deutschen Volksgruppe für diese antideutsche Stimmung in Slowenien verantwortlich. Seit der Wende von 1989/90 kämpft die deutsche Volksgruppe darum, endlich als autochthone Volksgruppe Anerkennung zu finden, was ihren rechtlichen Status innerhalb der slowenischen Gesellschaft entscheidend stärken würde. Die Regierung in Laibach (vgl. Anhang mit Interview Veronika Haring) weigert sich jedoch, womit in Slowenien weiterhin antideutsche Klischees und Stereotype ungehindert wuchern können.

Wassertheurer nimmt den neuen Vandalenakt zum Anlass, um endlich von der österreichischen Außenpolitik ein viel klareres und couragierteres Auftreten gegenüber Laibach zu verlangen. „Leider aber werden Vorfälle wie kürzlich in Marburg weiterhin vom österreichischen Außenministerium nicht wahrgenommen“, bedauert Wassertheurer, der abschließend erklärt: „Die Deutsche Weltallianz wurde u.a. gegründet, um zu verhindern, dass alle Formen von Diskriminierung und Rassismus, die sich gegen Angehörige deutscher Volksgruppen richten, ungehört bleiben.“ Die DWA dokumentiert als global agierende Beobachtungsstelle solche germanophoben Vorfälle und leitet sie an politische Stellen weiter. Wie der jüngste Vorfall in Marburg zeigt, gibt es für die DWA noch genug Arbeit zu tun.

 

PRESSEMITTEILUNG der DWA

Wien, am 25.02. 2015

„Je suis Gottschee!“

Deutsche Denkmäler neuerlich in Slowenien geschändet

 

Die Deutsche Weltallianz (DWA) verurteilt in aller Schärfe die Aggressionen und den Vandalismus, die sich zuletzt gegen die deutsche altösterreichische Volksgruppe in Slowenien richteten. Diesmal wurden in einem feigen, rassistisch motivierten Anschlag eine Kapelle und eine Gedenktafel in Oberblaschewitz (südlich von Laibach) in der Gottschee geschändet. Die Gedenktafel dient der Versöhnung und erinnert an die Tragödie der Gottscheer Volksgruppe nach dem Zweiten Weltkrieg.

 

Für Peter Wassertheurer, Präsident der DWA, ist der aktuelle Vandalenakt leider nur die Fortsetzung einer ganzen Serie von Anschlägen gegen die deutsche altösterreichische Volksgruppe in Slowenien. Auch in der Vergangenheit wurden immer wieder Einrichtungen und Gedenkstätten dieser Volksgruppe mit Nazi-Parolen beschmiert. Zuletzt wurde sogar ein erst 13-jähriges Mitglied des deutschen Kulturvereins in Cilli (Celje), wie dessen Obmann Andrej Ajdič berichtete, in der Schule als „verdammte Deutsche“ beschimpft, was nach Wassertheurer einen traurigen Höhepunkt der verbalen Entgleisungen gegen Mitglieder der deutschen altösterreichischen Volksgruppe darstellt. „Das darf in einem EU-Mitgliedsstaat einfach nicht passieren“, meint dazu Wassertheurer.

 

Die DWA hat schon mehrmals darauf hingewiesen, dass vor allem der diskriminierende Status der deutschen altösterreichischen Volksgruppe, die seit 20 Jahren vergeblich um eine Anerkennung als autochthone Volksgruppe kämpft, dazu beiträgt, dass die Deutschen in Slowenien immer wieder Angriffen von slowenisch-nationaler Seite ausgeliefert sind.

 

Wassertheurer fordert von der österreichischen Diplomatie und Außenpolitik einen größeren Einsatz für die Landsleute in Slowenien und eine klare Verurteilung der Übergriffe gegenüber slowenischen Regierungsstellen

 

Wien, 4. Dezember 2014

Interview mit DWA Präsident Dr. Wassertheurer im Eckart (hier klicken)

 

Wien, 25 November 2014

Pressemitteilung der DWA

Diskriminierung durch sprachliche Verklärung der ethnischen Abstammung

DWA fordert von Medien mehr Sensibilität und weniger Diskriminierung

 

Die Art der medialen Berichterstattung über den Wahlsieg von Klaus Johannis in Rumänien hat neuerlich gezeigt, dass vor allem Angehörige von deutschen Minderheiten in der Bezeichnung ihrer ethnischen Identität und Abstammung diskriminiert werden. Für sie wird vornehmlich das pejorative Attribut „deutschsprachig“ verwendet, wodurch ihre ethnische Abstammung verleugnet wird. Aus einem Siebenbürger Sachsen wird so ein deutschsprachiger Rumäne. „Einer solchen Entwicklung muss entgegen gesteuert werden, weil die Angehörigen einer deutschen Minderheit in ihren Heimatländern sehr wohl teils in der Verfassung oder in der nationalen Minderheitengesetzgebung als Deutsche bezeichnet werden und als solche auch Minderheitenrechte beanspruchen können“, meint DWA-Präsident Peter Wassertheurer. Freilich bilden EU-Mitgliedsländer wie Slowenien eine unrühmliche Ausnahme, ohne dass sich in Brüssel, Berlin oder Wien jemand daran stört! Außerdem sei, so Wassertheurer weiter, zu berücksichtigen, dass über 14 Millionen Angehörige der heute noch als Reste in den Ländern Ostmittel-, Südost- und Osteuropas lebenden Deutschen 1945 als Deutsche vertrieben, als Deutsche verfolgt und schließlich als Deutsche entschädigungslos enteignet wurden.

 

Wassertheurer fordert daher vor allem von den etablierten Medien in Deutschland und Österreich ein Ende der sprachlichen Diskriminierung von Deutschen, die als Angehörige einer deutschen Volksgruppe außerhalb der Grenzen Deutschlands leben. „Schließlich schreibt man ja auch von den Burgenlandkroaten oder den Slowenen in Kärnten, um so ihrer ethnischen und kulturellen Identität gerecht zu werden“, meint Wassertheurer.

 

„Wenn heute in Deutschland oder Österreich ein Türke wie selbstverständlich in den meinungsbildenden, staats- und parteinahen Medien als Deutscher oder Österreicher bezeichnet wird, ist es nicht verständlich, warum ein Siebenbürger Sachse dort nicht als Deutscher bezeichnet werden soll“, kritisiert Wassertheurer abschließend. Wer das dennoch tut, macht sich nach Wassertheurer einer latenten Diskriminierung von Deutschen schuldig. Wien,

 

 

17 November 2014

Pressemitteilung der DWA

Typisch für den Österreichischen Rundfunk (ORF)

DWA gratuliert Siebenbürger Sachsen zur Wahl

 

Klaus Johannis, Siebenbürger Sachse und Angehöriger der deutschen Volksgruppe in Rumänien, hat die Wahl zum rumänischen Präsidentenamt gegen seinen sozialdemokratischen Herausforderer gewonnen.

 

Beim Österreichischen Rundfunk (ORF) wurde dazu heute in der Radioserie „Ö1 Morgenjournal“ zunächst vom Sachsen-Rumänen Johannis gesprochen. Danach stammte der neue rumänische Präsident Johannis laut ORF aus deutsch-rumänischen Verhältnissen, ehe er nach ORF-Diktion als deutschsprachiger Rumäne bezeichnet wurde.

 

Die Deutsche Weltallianz (DWA) spricht sich gegen eine derartige Verkehrung der ethnischen Herkunft des neuen rumänischen Präsidenten aus: DWA-Präsident Wassertheurer Peter meint, dass „Präsident Klaus Johannis Deutscher und Siebenbürger Sachse ist“ und als solcher einer Volksgruppe angehört, die seit dem 12. Jahrhundert in Siebenbürgen ihre deutsche Identität kultiviert. Dort wird sie seit Jahrhunderten als deutsche Volksgruppe und ihre Angehörigen als Deutsche bezeichnet. Das, was der ORF hier betreibt, ist eine ethnisch-sprachliche Diskriminierung, zumal heute in den öffentlichen Medien jeder Emigrant in Deutschland als „Deutscher“ oder in Österreich als „Österreicher“ bezeichnet wird. Es sei, so Wassertheurer weiter, „paradox, dass hingegen ein Angehöriger einer deutschen Volksgruppe nicht als Deutscher bezeichnet wird.“

 

 

 

Berlin, 5 November 2014

Kommentar zur DWA in der Jungen Freiheit

Eine Lobby für Deutsche

 

„Fast unbekannt: Deutsche Weltallianz“ überschrieb der renommierte Osteuropa-Historiker Hans-Joachim Hoppe kürzlich in der Preußischen Allgemeinen Zeitung (Nr. 42/14, S. 20) sein Porträt der „Deutschen Weltallianz“ (DWA). Tatsächlich ist die 2002 in Washington gegründete Dachorganisation der Auslandsdeutschen in aller Welt, gemessen an der Reichweite seiner institutionellen Mitglieder, der einzige und damit auch größte weltweite Interessenverband von Volks- und Auslandsdeutschen.

 

Zu den Mitgliedsverbänden zählen auslandsdeutsche Organisationen in Nord- und Südamerika, bundesdeutsche und österreichische Vertriebenenverbände und das „Zentrum gegen Vertreibungen“, aber auch mittel- und osteuropäische Zusammenschlüsse von Volksdeutschen und deutschen Minderheiten vor allem in den Vertreiberstaaten. Prominentes Einzelmitglied ist neben anderen der Völkerrechtler Alfred de Zayas, Professor in der Schweiz und seit Mai 2012 UN-Sonderberichterstatter für die Förderung einer demokratischen und gerechten internationalen Ordnung.

 

Erklärtes Ziel ist der Schutz der Menschenrechte von Personen deutscher Herkunft weltweit, Förderung von Zusammenhalt und Informationsaustausch und Erhaltung der deutschen Sprache und Kultur. Das deckt sich mit dem Auftrag der Österreichischen Landsmannschaft, in deren Monatsschrift Der Eckart die DWA nach zwischenzeitlichen Pausen wieder eigene Nachrichten veröffentlicht. Gleich mehrere Vorstandsmitglieder, angefangen mit dem Präsidenten Peter Wassertheurer, sind in Österreich ansässig.

 

Lobbyarbeit für Deutsche heißt, dicke Bretter zu bohren

 

Obwohl, wie Hoppe schreibt, gut vernetzt mit der deutschen Diplomatie und Auslandskulturarbeit, namentlich dem Verein für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland (VDA), ist diese Lobby für die Deutschen in aller Welt in der Öffentlichkeit kaum präsent. Hoppe vermutet wohl nicht zu Unrecht ein mediales Totschweigen. Die letzte Pressemitteilung des Verbandes datiert allerdings auch schon vom Februar. Auf der Netzseite der DWA finden sich dafür lesenswerte Publikationen von Verbandsmitgliedern und nützliche Linklisten.

 

Dabei konnte die DWA durchaus schon einige Ausrufezeichen setzen: Die „Wiener Erklärung“ von 2005, die die Kollektivschuldthese und die Diskriminierung von Deutschen zurückweist, die Teilnahme am ersten internationalen Kongreß der Vertriebenen und Flüchtlinge in Europa im Frühjahr 2007 oder der Appell an US-Präsident Obama im Jahr 2009, der an das Schicksal der in den beiden Weltkriegen zu Unrecht in Nord- und Südamerika internierten Deutschen erinnert und eine Rehabilitierung und Entschädigung fordert.

 

Lobbyarbeit für Deutsche heißt freilich, dicke Bretter zu bohren. Um so notwendiger wäre es, von einer großen und bestehenden Organisation wie der „Deutschen Weltallianz“ wieder mehr zu hören.

 

Über Michael Paulwitz

 

freier Journalist und Redakteur. Geboren 1965 in Eichstätt, studierte Geschichte, Latein und Slavistik in München und Oxford. Inhaber eines Büros für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in Stuttgart. Ständiger JF-Autor seit 2001. Verheiratet, Vater von zwei Kindern.

 

http://jungefreiheit.de/kolumne/2014/eine-lobby-fuer-deutsche/

 

 

Wien, 2. Februar 2014

Pressemitteilung der Deutschen Weltallianz

Große Anerkennung für Dr. Christoph Bergner

DWA: „Wertvolle Arbeit für deutsche Volksgruppen geleistet“

 

Dr. Christoph Bergner beendet seine Funktion als „Beauftragter der deutschen Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten“, die er seit 2006 ausübte. Dr. Bergner hat sich dabei große Verdienste um die Anliegen der deutschen Volksgruppen in Ostmittel-, Südost- und Osteuropa erworben. „Vor allem seine ausgleichende Art und sein diplomatisches Geschick haben dazu beigetragen, dass die Anerkennung und Wahrung der Volksgruppenrechte für die deutschen Minderheiten garantiert sind“, meint mit großer Hochachtung DWA-Präsident Peter Wassertheurer, der Dr. Bergner 2007 persönlich in Oppeln in Schlesien kennengelernt hat. „Dr. Bergner ging es nie um mediale Aufmerksamkeit, sondern für ihn stand das lösungsorientierte Arbeiten zum Wohl der deutschen Volksgruppen im Vordergrund“, ergänzt Wassertheurer. Von hoher Qualität war stets auch die Wertschätzung, die Dr. Bergner von den deutschen Volksgruppen entgegengebracht wurde, was seine Verdienste eindrucksvoll bestätigt.

 

Die Nachfolge von Dr. Bergner übernahm Hartmut Koschyk, dem die DWA auf diesem Weg viel Kraft und Erfolgt wünscht. „Vor allem die unzureichende rechtliche Situation unserer deutschen Landsleute in Slowenien bedarf endlich einer befriedigenden Lösung“, erklärt Wassertheurer, der in dieser Frage den Kontakt zu Hartmut Koschyk suchen möchte.

 

 

Wien, 9 November 2013

Pressemitteilung der Deutschen Weltallianz

75 Jahre später schmiert man noch immer

Wassertheurer: „Volksdeutsche Heimatvertriebene als Opfer“

 

Überall in Österreich, Deutschland und Europa gedenkt man der Reichskristallnacht vor 75 Jahren. Damals wurden Millionen von jüdischen Geschäften geplündert, zerstört und die jüdischen Mitbürger in der Öffentlichkeit beleidigt, entrechtet und ihrer Würde als Menschen beraubt. Die Qualität der Aggression gegen die Juden lässt sich noch heute anhand historischer Aufnahmen an den vielen mit Hassparolen beschmierten Schaufenstern jüdischer Geschäfte zeigen. Was später dann folgte, war die konsequente, mit technischen Mitteln betriebene Vernichtung des europäischen Judentums.

 

75 Jahre nach der Reichspogromnacht werden leider noch immer öffentliche Einrichtungen von österreichischen Bevölkerungsgruppen beschmiert. Vor kurzem war es eine Gedenktafel der Sudetendeutschen in Linz. Unbekannte hatten mit roter Farbe die Tafel überschüttet. Über die Motive herrscht bei den Sudetendeutschen Übereinstimmung: Es waren politisch ausgehetzte Menschen, die einfach die Anwesenheit der Sudetendeutschen stört und die mit solchen Mittel versuchen, das Existenzrecht der Sudetendeutschen in Österreich in Frage zu stellen. „Die Politik in Oberösterreich hat sich in aller Deutlichkeit öffentlich mit den Sudetendeutschen zu solidarisieren und diesen barbarischen Zerstörungsakt klar zu verurteilen“, fordert Peter Wassertheurer, Präsident der Deutschen Weltallianz (DWA). Die DWA jedenfalls distanziert sich mit Abscheu vor derartigen Aktionen, die eindeutig eine Beleidigung, Schmähung und Diskriminierung der sudetendeutschen Gemeinschaft in Österreich darstellen.

 

 

 

Wien, 4 November 2013

Pressemitteilung der Deutschen Weltallianz

Zwei hohe DWA-Funktionäre in Kanada ausgezeichnet

Wassertheurer: „Ernst Friedel und Tony Bergmeier die herzlichsten Glückwünsche“

 

Beim „German Pioneers Day“ in Kanada wurden Ernst Friedel und Tony Bergmeier für ihre Verdienste um das deutsche Erbe in Kanada ausgezeichnet. Wie die Präsidentin der „Deutsch-kanadischen Erinnerungs-Gesellschaft“ (German-Canadian Remembrance Society) in ihrer Laudatio anführte, haben sich beide in den letzten Jahrzehnten darum bemüht, Personen deutscher Abstammung in Kanada eine wichtige Stimme in der kanadischen Öffentlichkeit zu geben. Sie haben dabei erfolgreich gegen Vorurteile und Stereotype, wie sie gegen das Deutschtum auch in Kanada nach 1945 vorherrschten, angekämpft. Ernst Friedel und Tony Bergmeier haben damit als führende Persönlichkeiten in dem von ihnen beiden geleiteten „German-Canadian Congress“ wertvolle Aufklärungsarbeit geleistet, deutsche Traditionen in Kanada gepflegt, mitgeholfen, die deutsche Identität zu bewahren, und selbst kanadische Regierungsstellen als Ansprechpartner gewinnen können.

 

Ernst Friedel und Tony Bergmeier sind außerdem seit der Gründung der Deutschen Weltallianz (DWA) im Vorstand tätig und haben dort ihre wertvollen Erfahrungen in die Arbeit der DWA eingebracht. „Als Präsident der DWA möchte ich Ernst Friedel und Tony Bergmeier namens der DWA herzlichst zu dieser hohen Auszeichnung gratulieren“, sagt DWA-Präsident Peter Wassertheurer, der abschließend voller Anerkennung noch ergänzt: „Dass das Deutschtum in Kanada heute einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert besitzt und als Teil der kanadischen Identität akzeptiert wird, ist nicht zuletzt der unermüdlichen Arbeit von Ernst Friedel und Tony Bergmeier zu verdanken.“

 

 

Wien, 21 Oktober 2013

 

DWAPressemitteilung der Deutschen Weltallianz

 

 

Deutsche Weltallianz warnt vor Diskriminierung im Sprachgebrauch

 

Wassertheurer: „Deutsche Volksgruppenangehörige sind keine Deutschsprachigen“

 

 

 

 

Für die Angehörigen der deutschen Volksgruppen in Tschechien, Polen, Kroatien, Rumänien, Ungarn, Serbien oder Slowenien existieren heute eine Reihe unterschiedlicher Bezeichnungen. 1945 bezeichnete etwa Karl Renner die Sudetendeutschen als „deutschsprachige Tschechen“, obwohl er selbst Sudetendeutscher war und als österreichischer Staatskanzler und Bundespräsident das Schicksal seiner deutschen Landsleute in Böhmen und Mähren gut kannte. „Diese Unart setzt sich leider bis heute fort“, kritisiert DWA-Präsident Peter Wassertheurer. Es fällt nämlich auf, dass die Deutschen in den Ländern Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa in den Medien immer mit dem Attribut „deutschsprachig“ beschrieben oder überhaupt als die „Deutschsprachigen“ bezeichnet werden.

 

 

 

 

Neuerdings stößt man auch auf sprachliche Fehlkonstruktionen wie etwa „deutschsprachige Altösterreicher“, was vor allem aus historischer Sicht zu Missverständnissen führt, weil etwa die damalige tschechische und magyarische Intelligenz in Böhmen oder in Ungarn „deutschsprachig“ war und als ehemalige Bürger der Habsburgermonarchie ebenfalls als „Altösterreicher“ bezeichnet werden können.

 

 

 

 

Wer also sind die „deutschsprachigen Altösterreicher“? Und warum spricht man nicht einfach von den Deutschen? In Kärnten spricht man ja auch von den Slowenen oder von einer slowenischen Minderheit, um ihre ethnische und kulturelle Identität zu unterstreichen. Mit derselben Selbstverständlichkeit redet und schreibt man heute über die Kroaten in Burgenland, über die Sorben in Deutschland oder die Ungarn in Slowenien. Warum greift man ausgerechnet bei den deutschen Volksgruppen auf irgendwelche gekünstelten Hilfskonstruktionen zurück?

 

 

 

 

„Abschließend möchte ich vor dieser Entwicklung warnen, weil sie die betroffene Volksgruppe diskriminiert. Zudem sollte man beachten, dass etwa die Donauschwaben, die Sudetendeutschen oder die Deutschen in Ungarn als Deutsche vertriebenen wurden, weil sie dort bis 1945 als das galten, was sie waren, nämlich Deutsche. Und selbst heute wird in Tschechien oder in Ungarn von einer deutschen Minderheit oder deutschen Volksgruppe gesprochen. Es ist daher grotesk, dass man in Wien von deutschsprachigen Altösterreichern spricht, wenn man Angehörige von deutschen Volksgruppen meint“, erklärt Wassertheurer.

 

 

Wien, 6 September 2013

 

DWAPressemitteilung der Deutschen Weltallianz

 

Deutsche Volksgruppe in Slowenien weiterhin

 

ohne Anerkennung als autochthone Volksgruppe

 

Wassertheurer: „Trauriges und beschämendes Beispiel europäischer

 

Minderheitenfeindlichkeit“

 

 

 

 

Ende August empfing der slowenische Präsident Borut Pahor Österreichs Bundespräsidenten Heinz Fischer in der Gottschee, um über die deutsche Volksgruppe in Slowenien zu sprechen. Mit Fischer besuchte erstmals seit 1945 ein österreichischer Bundespräsident die Gottscheer-Deutschen. Während Fischer von einer Unterstützung lediglich im Rahmen der slowenischen Verfassung und des österreichisch-slowenischen Kulturabkommens sprach, schloss Pahor eine Anerkennung der deutschen Minderheit als „autochthone Volksgruppe“ kategorisch aus. Die Deutschen in Slowenien bleiben damit weiterhin eine diskriminierte Volksgruppe, obwohl sie dort teilweise schon seit über 800 Jahren lebt und im Laufe ihrer Geschichte Großartiges geleistet hat wie etwa die Entwicklung einer blühenden bürgerlichen Stadtkultur.

 

 

 

 

Sloweniens Präsident Borut Pahor ließ seinem österreichischen Amtskollegen gegenüber keine Zweifel darüber aufkommen, dass Laibach überhaupt nicht daran denke, den Volksgruppenstatuts für die deutsche Volksgruppe in Slowenien zu ändern. Pahor: „Das fordert hier niemand!“ Seit über zwanzig Jahren schon kämpft die deutsche Volksgruppe erfolglos um ihre Anerkennung als autochthone Volksgruppe. August Gril, Obmann der Gottscher-Deutschen und Vorsitzender des Dachverbandes der deutschen Kulturvereine in Slowenien, fasste gegenüber beiden Präsidenten die Forderung seiner Landsleute wie folgt zusammen: „Wir fordern die Anerkennung der Deutschsprachigen hier als Minderheit, gleich wie es für die Italiener und Ungarn gilt. Das wäre dann ein Mandat im Parlament. Wir brauchen diesen Status aber auch, um Förderungen zu kriegen. Derzeit bekommen wir von Slowenien nur wenig Geld für einzelne Projekte."

 

 

 

 

Im Unterschied zur deutschen Volksgruppe genießen die kleine italienische und ungarische Minderheit die Anerkennung als autochthone Volksgruppe, was beiden neben finanziellen Basisförderungen durch den slowenischen Staat auch den Anspruch auf ein autonomes Schulsystem, eine politische Vertretung im Parlament oder eigene Medien garantiert. Für die deutschen Kulturvereine gibt es lediglich Zuschüsse für Projekte und Ansprüche, die sich aus Art. 61 der slowenischen Verfassung ergeben: „Jedermann steht das Recht zu, seine Zugehörigkeit zu seinem Volk oder seiner Volksgruppe frei zu bekennen, seine Kultur zu pflegen und kundzutun sowie seine Sprache und Schrift zu gebrauchen.“

 

 

 

 

Für Peter Wassertheurer, Präsident der Deutschen Weltallianz (DWA), ist der Hinweis auf die slowenische Verfassung lediglich eine Alibiaktion, um den wahren Charakter der slowenischen Haltung der deutschen Minderheit gegenüber zu verstecken. „Der ist nämlich extrem minderheitenfeindlich und resultiert aus einer deutschfeindlichen Haltung, deren Wurzeln ins späte 19. Jahrhundert reichen“, meint Wassertheurer, der abschließend ergänzt, dass „historische Stereotype kein Mittel für eine moderne, europäische Volksgruppen- und Minderheitenpolitik darstellen.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wien, 18 Juli 2013

 

DWAPressemitteilung der Deutschen Weltallianz

 

Weiterhin volle Narrenfreiheit für Europas Linke

 

Sloweniens Regierungschefin singt „Eviva Comunismo“!

 

 

 

 

„Nachdem heute unbestritten ist, dass Hunderte von Millionen von Menschen seit 1918 weltweit im Namen des Kommunismus umgebracht, gefoltert, erniedrigt, entrechtet, ausgebeutet, enteignet oder im Gulag zur Sklavenarbeit gezwungen wurden, ist es einfach unerträglich, wenn eine Regierungschefin und ehemalige Spitzen eines EU-Mitgliedslandes gänzlich unverblümt in der Öffentlichkeit dem Kommunismus huldigen“, erklärt Peter Wassertheurer als Präsident der Deutschen Weltallianz (DWA).

 

 

 

 

Auf einem der Deutschen Weltallianz (DWA) vorliegenden Beitrag auf der Internetplattform http://www.youtube.com/watch?v=ifydoT0v3J8&feature=youtu.be sieht man die slowenische Regierungschefin Alenka Bratušek von der linksliberalen „Pozitivna Slovenija“ (Positives Slowenien) wie sie mit ehemaligen slowenischen Spitzenpolitikern lauthals ein Loblied auf die kommunistische Ära á la „Eviva Comunismo“ anstimmt. Das ist nach Wassertheurer „eine menschenverachtende Verhöhnung der Opfer kommunistischer Gewalt!“

 

 

 

 

Bei dieser linkssozialistischen Propagandaveranstaltung wird nicht nur ohne jede Distanzierung der Massenmörder Che Guevara und sein Kampf gegen den Imperialismus bejubelt, sondern auch Tito in einer völlig unkritischen, inakzeptablen Art und Weise geehrt - und das, obwohl der Name Titos für den Völkermord an der deutschen Bevölkerung in Jugoslawien nach 1945 und für die Errichtung eines kommunistischen Gewaltregimes steht, in dem jede politische Opposition brutal verfolgt und unterdrückt wurde.

 

 

 

 

Die slowenische Ministerpräsidentin sollte nach Meinung der DWA eigentlich wissen, dass die Werte der Europäischen Union (EU) mit der sozialistisch-kommunistischen Ideologie nicht in Einklang zu bringen sind. Die EU steht nämlich für Demokratie, Parteien- und Meinungspluralismus, Rechtstaatlichkeit, Bürger- und Minderheitenrechte, Marktwirtschaft, soziale Gerechtigkeit und Menschenrechte. Überall dort aber, wo der Kommunismus in der UdSSR oder sonstwo regiert(e), gibt/gab es diese Rechte und Freiheiten nicht.

 

 

 

 

„Wer das nicht versteht und sehen will, hat das Europa von heute und die EU nicht verstanden. Frau Ministerpräsidentin Bratušek sollte sich schämen und sich die Frage stellen, ob sie nicht besser in Nordkorea aufgehoben wäre. Dort nämlich herrscht der von ihr mit so großer Hingabe besungene Kommunismus“, meint DWA-Präsident Peter Wassertheurer, der sich nur darüber wundern kann, dass es in der EU wegen Bratušeks kommunistischer Lobhudelei keinen Aufschrei der Empörung gab. „Bratušeks Skandalverhalten beweist auch, wie wenig viele postkommunistische EU-Mitglieder ihre kommunistische Vergangenheit ausgearbeitet haben“, meint Wassertheurer abschließend.

 

 

Wien, 14 Juni 2013

 

DWAPressemitteilung der Deutschen Weltallianz

 

Die Rede des Vorsitzenden der Landsmannschaft Schlesien, Rudi Pawelka, hat bei Politikern von Union und SPD für Empörung gesorgt. Von „antipolnischen Parolen” und „revanchistischem Gedankengut” war die Rede. Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) und Landtagspräsident Bernd Busemann (CDU) hatten ihre Teilnahme deswegen kurzfristig abgesagt. „Als Präsident der Deutschen Weltallianz (DWA) gratuliere ich Herrn Pawelka zu seinen klaren, charaktervollen und mutigen Worten. Das respektlose Verhalten deutscher Politiker hingegen zeigt einmal mehr, dass die offizielle bundesdeutsche Versöhnungspolitik immer zu Lasten der Heimatvertriebenen betrieben wird“, erklärt DWA-Präsident Peter Wassertheurer, der abschließend feststellt: „Leider besteht auch in anderen Ländern eine ganz ähnliche Situation. Auch in Österreich hat sich in der Thematik der Heimatvertriebenen seitens der Politik seit der Wende nichts getan. Es dominieren Sonntagsreden, großartige Ankündigungen, leere Versprechungen und die Überzeugung, nichts zugunsten der Heimatvertriebenen fordern zu dürfen, weil das der eigenen Karriere schaden könnte.“

 

 

 

 

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Dokumentation: Die Rede von Rudi Pawelka im Wortlaut

 

 

Es sind inzwischen 68 Jahre seit Beginn der Vertreibung vergangen. Mehr als 68 Jahre ist auch der Terror vorbei, den das NS-Regime über Deutschland und viele Länder in Europa gebracht hat. Während die Erinnerung daran allgegenwärtig ist, verblasst die Erinnerung an die Vertreibung. Wir fragen warum? Haben Millionen unschuldige Opfer eine würdige Erinnerung nicht verdient?

 

 

 

 

Sind sie kollektiv schuldig geworden? Wir wissen, Kollektivstrafen sind völkerrechtswidrig und entsprechen nicht unserem Wertesystem. Schuld ist immer individuell. Deshalb sollte kein Platz dafür sein, Unrecht an Deutschen als gerechte Strafe anzusehen. Die Zukunft kann nicht gestaltet werden, wenn ein wesentlicher Teil der deutschen Geschichte weitgehend im Dunkeln bleibt und nicht aufgearbeitet wird.

 

 

 

 

Landsmannschaft Schlesien stellt sich dem Versöhnungsprozess

 

 

 

 

Seit mehr als zwei Jahrzehnten arbeitet unsere Landsmannschaft mit polnischen Stellen zusammen. Gleich nach der Wende gab es mehr als ein Jahrzehnt Gespräche und Seminare mit Dozenten der Universität Breslau, in der Bundesrepublik und in Schlesien. Seit vielen Jahren werden Wochenseminare mit polnischen Studenten in Schlesien und in Deutschland veranstaltet, vereinzelt auch mit polnischen Journalisten.

 

 

 

 

Bei mehreren Besuchen in Warschau, gemeinsam mit Vorsitzenden anderer ostdeutscher Landsmannschaften, kam es im Sejm zu Diskussionen mit Spitzenpolitikern. Auch gesellschaftlich relevante Gruppen und die Spitzen der katholischen und evangelischen Kirche waren Gesprächspartner. Hierzu gehörte auch Kardinal Glemp. In der Europäischen Union der Flüchtlinge und Vertriebenen arbeitet die Landsmannschaft mit dem polnischen Vertriebenenverband zusammen.

 

 

 

 

Viele tausend Begegnungen unserer Gruppen in Schlesien schufen eine gute Grundlage für ein Miteinander. Dass auf unser Urteil in Polen auch Wert gelegt wird, zeigte die Sporthochschule Posen, die mir vor einem halben Jahr eine Forschungsarbeit über die „Geschichte des Turnens und Sports in Schlesien 1812-1989” zur Bewertung zusandte. Wir sehen in derartigen Arbeiten selbstverständlich gute Zeichen dafür, das Erbe Schlesiens gemeinsam zu erhalten.

 

 

 

 

Versöhnung braucht ein tragfähiges Fundament

 

 

 

 

Erich Fried mahnte mit den Worten: „Tote Menschen sind tote Menschen, wer immer sie waren. Wer nicht nachfragt, wie Menschen starben, hilft sie töten.” In der Tat, wer verdrängt, macht die Toten ein zweites Mal zu Opfern, zu Opfern des Vergessens. Die Erinnerung sollte uns deshalb niemand nehmen. Wir haben uns ohnehin schon damit abgefunden, wenn Verbrechen der Sieger, gleich welchen Ausmaßes, nicht verfolgt werden, seien sie während des Krieges oder danach verübt worden, aber die Erinnerung muss uns bleiben. Es ist ungerecht, mit zweierlei Maß zu messen. Wir müssen uns alles sagen können, wie dies Jözef Lipski fordert. Er sieht dies als Grundvoraussetzung für einen Aufbruch in eine gemeinsame Zukunft. Versöhnung brauchte noch immer Wahrheit, das Eingeständnis von Unrecht, die Anerkennung des Rechts sowie Sühne und Vergebung.

 

 

 

 

Weltweit finden diese Grundsätze immer mehr Beachtung. Die Anerkennung des Rechts ist regelmäßig mit einer Entschuldigung verbunden. Der amerikanische Senat entschuldigte sich 2009 bei den Afro-Amerikanern für die Rassendiskriminierung und Sklaverei, eine Entschuldigung bei den Indianern folgte 2010. Kanada entschuldigte sich für die Vertreibung der Inuit, Australien bei den Aborigines für die an ihnen begangenen Menschenrechtsverletzungen, und der serbische Präsident entschuldigte sich vor einigen Wochen für das Massaker an 8.000 bosnischen Männern in Srebrenica.

 

 

 

 

Selbst der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu entschuldigte sich beim türkischen Ministerpräsidenten Erdogan am 22. März für die toten Türken bei der Erstürmung des Gaza-Hilfsschiffs „Mavi Marmara” 2010. Meist gingen mit den Entschuldigungen Entschädigungen einher. Deutschland hat sich vielfach für seine Verbrechen entschuldigt und umfangreiche Wiedergutmachung geleistet, dennoch stellte Bohumil Dolezal, der ehemalige Berater des tschechischen Präsidenten Vaclav Havel, noch vor einigen Jahren fest: „Manchmal gewinnt man den Eindruck, als hätten deutsche Entschädigungszahlungen und deutsche Entschuldigungen keine wirkliche Versöhnung zur Folge gehabt, sondern die Haltung eher verhärtet.” Geben und Nehmen muss das Prinzip sein, einseitige Bemühungen allein bringen nicht den Erfolg.

 

 

 

 

Blicken wir deshalb auf erfolgreiche Versöhnungsarbeit. Meist konnten Vertriebene in ihre Heimat zurückkehren oder es wurden ihnen Rechte eingeräumt, auch moralische Wiedergutmachung geleistet. So konnten Kosovo-Albaner, Bosnier, Südtiroler oder Polen wieder in ihre Heimat, ebenso viele innerhalb der Sowjetunion vertriebene oder teilvertriebene Völker. Abgesehen von dem besonderen Israelischen-arabischen Problem gibt es nur noch vier Staaten, die es rundweg ablehnen, vollzogene Vertreibungen als Unrecht anzuerkennen. Das sind Rußland gegenüber den Kareliern, Deutschen und Japanern, die Türkei gegenüber den Armeniern, Griechen und Kurden sowie Polen und Tschechien gegenüber den Deutschen.

 

 

 

 

Verletzungen wirken nach

 

 

 

 

Wie unbewältigte Verletzungen über viele Jahrzehnte, ja Jahrhunderte, fortwirken können, zeigt das polnisch-russische Verhältnis. So nahm der russische Präsident die Gedenkveranstaltung zum 70. Jahrestag des Kriegsbeginns zum Anlass, auf den Tod vieler Russen in polnischer Kriegsgefangenschaft nach dem polnischen Überfall 1919 auf die Sowjetunion hinzuweisen. Er erinnerte auch an den Einmarsch der polnischen Armee 1938 in das tschechische Teschen. Beim Treffen des Oberhaupts der Orthodoxen Kirche Russlands, Patriarch Kiriil l, mit dem polnischen Primas, Erzbischof Jözef Michalski, im vergangenen Jahr, stand die Unterdrückung der orthodoxen Ostslawen in den 1919 von Polen annektierten Gebieten, im sogenannten Ostpolen, im Raum. Für die polnische Seite war dagegen die über Generationen dauernde russische Besatzung, einschließlich der Niederschlagung polnischer Aufstände, unvergessen.

 

 

 

 

Auch die Massenmorde an der polnischen Bevölkerung, Katyn ist hierfür nur ein Symbol, bleiben präsent. Schließlich spielt auch die Million, die von den Sowjets nach Sibirien verschleppt wurden, sogar noch in der Tagespolitik eine Rolle. Man dient weder der Versöhnung noch den Opfern, wenn über Probleme hinweggegangen wird. Eine angestrebte Versöhnungserklärung zwischen den beiden Kirchenoberhäuptern, analog der Erklärung zwischen den deutschen und polnischen Bischöfen, kam deshalb beim Besuch von Kiriil l. in Warschau im letzten Jahr nicht zustande.

 

 

 

 

Positive Wende ist eingeleitet

 

 

 

 

Einige Vertreiberstaaten haben bemerkenswerte Initiativen im Rahmen der Versöhnung ergriffen. Die rumänische Regierung entschied kürzlich, Siebenbürger Sachsen zu entschädigen, die zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion verschleppt wurden. Ein Gesetz zur Rückerstattung bzw. Entschädigung für entzogenes Eigentum ist noch in der Beratung.

 

 

 

 

Die Regierung bedauerte den Verlust der Siebenbürger, die sie gern wieder im Land haben möchte. Der Vorsitzende der Landsmannschaft wurde mit dem höchsten Orden des Landes ausgezeichnet. Für ihn kann Rumänien aufgrund der versöhnlichen Gesten nicht mehr als Vertreiberstaat bezeichnet werden. Das gleiche muss für Serbien gelten. Ein Gesetz bestimmt, dass die 350.000 Donauschwaben, einschließlich ihrer Erben, seit dem 1. März 2012 Rückgabe oder Entschädigung für entzogenes Eigentum verlangen können.

 

 

 

 

Eine besondere Restitutionsagentur für die Bearbeitung wurde eingerichtet, die inzwischen die geringe Nachfrage beklagt. Der Parlamentarische Staatssekretär Hartmut Koschyk sagte, er wünsche sich, daß andere Länder in Ostmitteleuropa sich dies als Vorbild nehmen. Ähnlich äußerten sich weitere Abgeordnete der Union. Serbien lässt auch durch eine Kommission Massengräber untersuchen, in denen ermordete Deutsche liegen.

 

 

 

 

In einem mir im vergangenen Jahr zur Rezension zugesandten Buch berichtet der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Zollitsch, welche Gräuel Titopartisanen an der deutschen Minderheit verübt haben. Als alle Männer seines Dorfes im Alter von 16 bis 60 Jahren erschossen wurden, war auch sein 16-Jähriger Bruder dabei. Heute fährt Zollitsch immer wieder nach Serbien, um an den deutschen Massengräbern zu predigen.

 

 

 

 

Dabei findet er stets bewegende Worte, so in seinem Requiem am 17. Juni 2011 an einem Massengrab in Odzaci/Hodschag: „Unser Schmerz und unsere Trauer vereinen sich mit den Leiden Jesu und seinem Tod. Unser Leiden ist aufgenommen in seine Passion.” Worte, die Gehör finden sollten, auch in anderen Vertreiberstaaten, vor allem in Polen, wo es viele Massengräber gibt, die kein würdiges Gedenken erlauben. Bedrückend ist, daß die zahlreichen Morde an Deutschen nicht als Völkermord anerkannt werden, während diese Einstufung bei weit geringeren Opferzahlen in anderen Fallen erfolgt ist.

 

 

 

 

Auch Ungarn achtet die Menschenrechte der Deutschen. Einer symbolischen Entschädigung folgte eine offizielle Entschuldigung durch die Staatsführung. Nachdem schon ein Gedenkort eingeweiht worden war, beschloss das Parlament im Beisein von Parlamentspräsident Lammert, dem Parlamentarischen Staatssekretär Bergner und der BdV-Präsidentin Steinbach mit den Stimmen aller Parteien Anfang März, den 19. Januar zum Gedenktag für die vertriebenen Deutschen zu ernennen, weil am 19. Januar 1946 der erste Transport mit Deutschen Ungarn verließ.

 

 

 

 

Ungarn erkennt eigenes Unrecht an und beruft sich nicht, wie Polen und Tschechien, auf das Potsdamer Protokoll, obwohl es nicht, wie diese Staaten, bereits vor Potsdam mit der Vertreibung begann. Mit seiner Versöhnungspolitik beschämt Ungarn andere Vertreiberstaaten und auch Deutschland selbst. Es gibt auch einige versöhnliche Ansätze in Tschechien. Der Film „Töten auf Tschechisch” ist so ein Zeichen. Allerdings konnte Anfang des Jahres mit antideutschen Tönen noch der Präsidentenwahlkampf gewonnen werden.

 

 

 

 

Eine gewisse Zuwendung erfuhren die Sudetendeutschen am 12. März im bayerischen Landtag. Ministerpräsident Necas zitierte zwar lediglich aus der deutsch-tschechischen Erklärung von 1997 und ließ sogar eine für die Tschechen problematische Stelle weg. Neu aber waren gefällige Formulierungen. Er nannte die Sudetendeutschen „ehemalige Landsleute” und anerkannte deren Aufbauleistung in Böhmen. Dies ist jedoch noch kein Wendepunkt, kann aber der Beginn eines Weges für ein besseres Miteinander sein.

 

 

 

 

Erfreuliche Veröffentlichungen polnischer Wissenschaftler zur Zwangsarbeit von Deutschen (z. B. Witold Stankowski) oder die Vertreibung (z. B. Quellenedition von Wlodzimierz Borodziej) sind gute Zeichen. Noch immer steht aber der einstimmige Beschluss des Sejm von 2004 im Raum, der uns als Umsiedler qualifiziert und das ehemalige Ostdeutschland als „wiedergewonnene Gebiete” bezeichnet. Erstmalig ist auch Staatspräsident Komorowski am 90. Jahrestag der Kämpfe am oberschlesischen Annaberg vorsichtig von dem sonst üblichen reinen Heldengedenken abgewichen, indem er sagte: „Wir ehren das Heldentum der Aufständischen, ohne die Schlesien nicht Teil Polens geworden wäre, aber wir achten auch die Wahl derer, die auf der anderen Seite standen.”

 

 

 

 

Insbesondere für die Deutschen in Schlesien war dies nicht befriedigend, denn sie wissen noch von den Leiden der Oberschlesier, die im Mai 1921 durch den Einmarsch polnischer Armee-Einheiten, unterstützt von bewaffneten Insurgenten, ausgegangen sind, als sie Oberschlesien bis 80 km hinter der deutsch-polnischen Grenze besetzten, um das Ergebnis der Volksabstimmung zu missachten. Mit seiner Aussage hat Komorowski aber einen ersten versöhnlichen Schritt hin zur deutschen Minderheit gemacht.

 

 

 

 

Leider ist im Februar auch eine von Ministerpräsident Tusk eingebrachte Erklärung gescheitert, welche die Vertreibung von 140.000 Ukrainern aus dem südöstlichen Polen im März 1947 durch die polnische Regierung verurteilt. Die Menschen wurden in die verlorenen deutschen Ostgebiete verbracht, 4.000 von ihnen in das berüchtigte Lager Jaworzno. Polen tut sich also schwer mit der Verurteilung von Unrecht.

 

 

 

 

Wir vermerken positiv, daß Polen langsam beginnt, einige Verpflichtungen aus dem deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrag von 1991 umzusetzen. Allerdings bedurfte es erst einer heftigen Rüge des Europarates Ende 2011 wegen Verletzung der europäischen Sprachencharta. Mit einigen zweisprachigen Ortsschildern ist es aber nicht getan. Es müssen vor allem deutsche Kindergärten und Schulen folgen, wie dies für die polnische Minderheit in Litauen selbstverständlich ist. Die Bundesregierung sollte hier ebenso tätig werden, wie Polens Regierung in Litauen.

 

 

 

 

Gedenken stört Versöhnung nicht

 

 

 

 

Der Eiertanz um einen Vertriebenengedenktag mutet sehr merkwürdig an. Obwohl Bundesrat und Bundestag schon vor Jahren einen solchen Gedenktag empfohlen hatten, lag das Thema bei der Bundesregierung lange auf Eis. Wir fragten uns, wer blockiert hier? War es wieder Rücksichtnahme auf Polen und Tschechien? Inzwischen beschloss der Bundestag am 13. Juni auf Antrag der Koalition, den bereits bestehenden „Weltflüchtlingstag” am 20. Juni um ein Vertreibungsgedenken zu erweitern. Wie immer dies dann gehandhabt wird, bleibt abzuwarten.

 

 

 

 

Jedenfalls gibt es keinen eigenständigen Gedenktag für die Opfer der größten Vertreibung in Europa. Bundespräsident Gauck sagte am 24. März bei einem Gedenken in Italien: „Versöhnung ist ein Geschenk und meine auf keinen Fall vergessen.” Wer denkt, Erinnerung störe die Versöhnung oder würde deutsche Verbrechen relativieren, zeigt eine doppelte Moral und verletzt die Würde der Opfer. Es dient einer gemeinsamen partnerschaftlichen Zukunft auf keinen Fall, wenn die Erinnerung an Unrecht unterdrückt wird. Für Erzbischof Zollitsch bedeutet Erinnerung auch immer den Blick nach vorn zu richten, denn nur so kann sich die Welt zum Guten verändern.

 

 

 

 

Kein Umschreiben der Geschichte

 

 

 

 

Geschichte wird häufig durch Staaten aus nationaler Sicht geschrieben, damit das eigene Land in günstigem Licht erscheint. In Deutschland ist dies allerdings anders. Es beginnt in den Schulen und setzt sich in den Medien fort. Im Deutschlandradio (Sendung Kakadu) erklärte man den Kindern die Vertreibung und die Annexion Ostdeutschlands mit folgenden Worten: „Die Länder, die Hitler mit seiner Armee überfallen und eingenommen hatte, wollten natürlich nicht länger zu Deutschland gehören. Truman, Churchill und Stalin beschließen: Wir nehmen einfach die Grenzen, die Deutschland hatte, bevor Hitler an die Macht kam. Millionen Deutsche mussten nun zurück ins viel kleiner gewordene Deutschland - sie wurden aus den anderen Ländern vertrieben.”

 

 

 

 

Aktuell hat der SWR auf seiner Internetseite, einem Bildungsportal (www.planet-schule.de), einen Beitrag für Schüler über Breslau eingestellt, in dem es u. a. heißt: „In der Nacht vom 15. auf den 16. Februar 1945 schloss die Rote Armee das von Deutschen besetzte Breslau ein.” Breslau war von Deutschen bewohnt und nicht besetzt, genauso wie Warschau von Polen bewohnt und nicht besetzt war, als die Wehrmacht die Stadt am 22. September 1939 einschloss. Auf diese Weise wird Unbildung und keine Bildung betrieben.

 

 

 

 

Im ZDF-Dreiteilei “Unsere Mütter, Unsere Väter” teilte man den Zuschauern mit, Gleiwitz und Ratibor hätten schon während des Krieges Gliwice und Raciborz geheißen und in Polen gelegen. Der Sender rechtfertigte sich mit der Erklärung, die alten Namen gäbe es nicht mehr und deshalb habe man zur Orientierung der Zuschauer nicht die alten Namen genommen. Eine windige Erklärung. Wer kennt denn die polnischen Namen?

 

 

 

 

Die Deutsche Post brachte 2012 eine Briefmarke zum Moskauer Park heraus, einem in Schlesien gelegenen Weltkulturerbe. In einer ergänzenden Erklärung heißt es hierzu dann aber: „Der Park wurde an beiden Ufern entlang der Neiße entlang der deutsch-polnischen Grenze 1815 bis 18-44 von Prinz Hermann von Pückler-Moskau (...) als harmonisches Gesamtkunstwerk angelegt.” Die Entschuldigung der Post, es sei zu einer etwas unscharfen Formulierung gekommen, die aus einer Darstellung der deutschen UNESCO-Kommission entnommen sei, zeigt, wieweit Geschichtsfälschungen schon überall eingedrungen sind. Die Neiße war bis nach dem Zweiten Weltkrieg nie die Grenze zwischen Deutschland und Polen.

 

 

 

 

Vertriebenenstiftung offenbart deutliche Mängel

 

 

 

 

Ein wichtiges Ziel ist es, noch folgenden Generationen und der Welt ein realistisches und unverfälschtes Bild der Vertreibung zu hinterlassen. Die vorgelegte Konzeption der „Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung” kann dies in der vorgelegten Form aber nicht leisten. Es wird behauptet, die drei Staatsmänner der Potsdamer Konferenz hätten am 2. August 1945 eine Rechtsgrundlage für die Vertreibung geschaffen.

 

 

 

 

Deshalb wird der Exodus der Deutschen von diesem Zeitpunkt an auch nicht mehr Vertreibung, sondern Zwangsaussiedlung oder Zwangsausweisung genannt. Tote in polnischen und tschechischen Zwangsarbeiterlagern, man muss allein dort aufgrund verschiedener Erhebungen von ca. 100.000 Toten ausgehen, werden nicht genannt. Die Opfer waren vor allem Frauen und Kinder, denen man in Würde gedenken sollte. Es ist sehr verdienstvoll, daß polnische Historiker auch hierüber Forschungen angestellt haben.

 

 

 

 

In Umlauf gebracht wird plötzlich die Zahl von 600.000 Vertreibungstoten, die bisher genannte Zahl der Bundesregierung lag deutlich über 2 Mio., polnische Opfer der Sowjets werden dagegen auf das deutsche Konto verbucht. Wenn die Vertreibung der Deutschen eine Kriegsfolge gewesen sein soll, wie es heißt, fragt sich, warum dann auch viele andere Völker in Europa vertrieben wurden, die nichts mit Deutschland zu tun hatten. War es wirklich so, daß nach einem Krieg immer Vertreibungen die Folge waren?

 

 

 

 

Vieles ist in der Konzeption grob vereinfacht, so die räumliche Reichweite der Beschlüsse von Potsdam. Es ist einfach nicht richtig, daß Stettin und das westliche Hinterland davon erfasst sind. Die Zahl der Deutschen in dem Zwischenkriegspolen ist mit 1,3 Millionen angegeben. Es waren aber 1 Million mehr. Zur polnischen Minderheitenpolitik, vor allem zur Kündigung des Minderheitenvertrages 1934 beim Völkerbund, erfährt man wenig. Da immer wieder Verbrechen des NS-Regimes eingestreut werden, verfestigt sich der Eindruck der Schadensbegrenzung hinsichtlich der Vertreibung.

 

 

 

 

Kein falsches Gedenken

 

 

 

 

Es war ein absoluter moralischer Tiefpunkt der deutschen Außenpolitik, als Außenminister Westerwelle in Königsberg einen Kranz für die gefallenen Rotarmisten niederlegte und nicht für die von ihnen ermordeten oder zu hunderttausenden vergewaltigten Frauen. Auch über die ermordeten Kinder wurde hinweggegangen. Weiß er nicht, daß die beiden russischen Schriftsteller Aleksandr Solzenicyn und Lew Kopelew die Brutalitäten der Roten Armee nicht mehr ertragen konnten und dagegen protestierten? Beide handelten sich dafür Inhaftierung in einem Gulag ein.

 

 

 

 

Der leichtfertige Umgang mit dem Wort Befreiung ist ebenso skandalös, wenn nicht im selben Atemzug die Toten nach Kriegsende erwähnt werden. Wir denken an 1,3 Mio. Kriegsgefangene, hunderttausende zivile Zwangsarbeiter, aber auch an weit über 2 Mio. Tote bei Flucht und Vertreibung, davon gut eine Million, die erst zu Tode kamen, nachdem die Waffen schwiegen. Dazu begann für 17 Millionen in der ehemaligen DDR nach dem 8. Mai 1945 ein neue Unfreiheit und für 15 Millionen Vertriebene die Entrechtung. Alle befreit?

 

 

 

 

Aktuelle Probleme belasten Vertriebene

 

 

 

 

Obgleich die Kanzlerin als Oppositionsführerin 2002 noch einen Antrag auf Entschädigung deutscher Zwangsarbeiter mit unterschrieben hatte, blockiert sie jetzt. In der letzten Zeit wurden dafür weitere drei Gruppen vorgezogen. Die deutschen Zwangsarbeiter, unter ihnen auch viele tausend Kinder, werden weiter missachtet.

 

 

 

 

Ihr besonders schweres Schicksal, schließlich fanden Hunderttausende den Tod, scheint wegen des fehlenden öffentlichen Drucks keine Anerkennung zu finden. Viele Vertriebene beklagen in Briefen, daß man ihre Geburtsorte in Ausweispapieren seit einiger Zeit auf Polnisch schreibt. Das gleiche gilt für die Angabe des Geburtslandes, dass plötzlich Polen gewesen sein soll, obwohl die Geburt in den Grenzen vom 31.12.1937 erfolgte.

 

 

 

 

Die neue Handhabung der Behörden beruht auf einer Empfehlung von Ex-Innenminister Schäuble vom März 2009 und Ex-Innenminister de Maiziere von Dezember 2009, letzterer änderte sogar die Verwaltungsvorschrift zum Passgesetz. Danach werden jetzt bei Geburten nach dem 02.08.1945 als Geburtsland Polen und nach dem 08.05.1945 der Geburtsort auf Polnisch eingetragen. Nachdem über viele Jahre deutsche Namen verwendet wurden, fragt man sich, warum die Änderung nötig wurde.

 

 

 

 

Aus dem Vertragsrecht ergibt sich das nicht, denn auch der Völkerrechtler Prof. Jochen Frowein, einst Berater der von der SPD geführten Bundesregierungen, schrieb in einem Leserbrief am 20. Juni 2009 in der FAZ, daß die abgeschlossenen Verträge mit Polen von 1970 und 1990 eine Rückwirkung nicht zuließen, also die ehemals deutschen Gebiete nicht rückwirkend Polen waren. Die Regelungen berühren die Vertriebenen emotional sehr stark, so daß viele Auseinandersetzungen mit Ämtern suchen, bis hin zu Verwaltungsgerichtsprozessen. Es ist leider nicht erkennbar, das Innenminister Friedrich die Vorschriften aufheben will.

 

 

 

 

Die Zukunft gestalten

 

 

 

 

Am 70. Jahrestag des Kriegsbeginns hieß es in der Erklärung der deutschen und polnischen Bischöfe: „Im Klima des Verzeihens und der Versöhnung, im Klima von Gerechtigkeit, Liebe und Wahrheit kann sich eine Kultur des Friedens entwickeln, die dem Gemeinwohl dient.” Die Landsmannschaft stellt sich diesem Prozess und hofft, daß alle Seiten diese Ziele anstreben. Wir wissen, welche Verletzungen auch auf der anderen Seite vorliegen. „Geteilte Erinnerung”, das Buch einer deutschen Schriftstellerin mit Erlebnisberichten von je neun Polen und Deutschen gibt hervorragend Einblicke über das, was durch Krieg und Vertreibung noch nachwirkt.

 

 

 

 

Ich danke allen Landsleuten, die wertvolle Aufbauarbeit in Schlesien leisten. Sie sind die eigentlichen Brückenbauer zu Polen und bilden ein wesentliches Bindeglied zu unseren Landsleuten in der Heimat. Wir sind auf einem guten Weg! Weiter zu danken ist allen Politikern, die uns bei unserer Arbeit unterstützen.

 

 

 

 

Wir verfechten keine geteilte Moral wie viele unserer Gegner, sondern wir versuchen, Probleme zu verstehen und dauerhaft zu lösen. Mit Freude sehen wir, wie insbesondere auch in den USA das Thema Vertreibung zunehmend entdeckt wird. Die Historiker Demshuk und Douglas leisten hierzu wichtige Arbeit und so sind wir voller Zuversicht, dass sich Wahrheit und gegenseitiges Verständnis dauerhaft durchsetzen werden und die Vertreibung nicht weiter das bestgehütete Geheimnis bleibt.

 

 

 

 

Schlesien Glückauf!

 

 

 

 

 

 

 

 

Wien, 14 Juni 2013

 

DWAPressemitteilung der Deutschen Weltallianz

 

Baubeginn Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung

 

Wassertheurer: „Keine neue Stätte deutschen Selbsthasses“

 

 

 

 

„Ich begrüße den Startschuss zum Baubeginn des Dokumentationszentrums der Bundesstiftung „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ durch Bundeskanzlerin Angela Merkel und Kulturstaatsminister Bernd Neumann. Dies ist ein den Aufgaben der Stiftung angemessener und würdiger Rahmen.“

 

 

 

 

Mit diesen Worten kommentierte Erika Steinbach, Präsidentin des Bundes der Vertriebenen (BdV), die Umsetzung eines großen Vorhabens, für das sie seit etlichen Jahren schon kämpft, im In- und Ausland angefeindet wurde und schlussendlich weitreichende Kompromisse eingehen musste, um dieses Vorhaben nicht zu gefährden. Ganz am Anfang stand Steinbachs Konzept für ein „Zentrum gegen Vertreibungen“, das jedoch mehr Kontroversen als Zustimmung erfuhr. Steinbachs Gegner sprachen von einem revanchistischen Projekt, das vor allem Ewiggestrigen als Gedenkstätte und Plattform dienen werde. Ähnlich kritische Töne kamen auch aus Warschau und Prag, wo man eine Umkehr der Täter- und Opferrolle befürchtete, die entgegen offizieller Lehrmeinungen in Steinbachs Zentrum praktiziert werden könnte.

 

 

 

 

2008 konnte schließlich im Dezember im Deutschen Bundestag das Gesetz zur Errichtung einer Stiftung „Deutsches Historisches Museum“ (DHMG) beschlossen werden, nachdem sich Bundeskanzlerin Angela Merkel bereits 2005 für ein solches Zentrum in Berlin ausgesprochen hatte. Was den Zweck dieser Stiftung angeht, soll „im Geiste der Versöhnung die Erinnerung und das Gedenken an Flucht und Vertreibung im 20. Jahrhundert im historischen Kontext des Zweiten Weltkrieges und der nationalsozialistischen Expansions- und Vernichtungspolitik und ihren Folgen“ wachgehalten werden.

 

 

 

 

Für Peter Wassertheurer, Präsident der Deutschen Weltallianz (DWA), wird erst die Zukunft zeigen, ob mit diesem Zentrum wirklich Wissenschaft im Sinne einer umfassenden Ausarbeitung der Ursachen, Zusammenhängen und Folgen von Vertreibungen gemacht werden wird, oder ob neuerlich die Betroffenen, nämlich die deutschen Heimatvertriebenen, in ihre traditionelle Täterrolle gezwängt werden und der historische Bezugsrahmen ausschließlich auf das nationalsozialistische Dritte Reich begrenzt bleibt.“ Dann bleibt nach Wassertheurer zu befürchten, dass „dieses Vertriebenen- und Versöhnungszentrum in Berlin eine weitere Stätte des kollektiven Schams für die Deutschen und des deutschen Selbsthasses“ wird, was einer nachhaltigen Versöhnung sicherlich nicht dienlich sein wird.

Wien, 10 Juni 2013

 

DWAPressemitteilung der Deutschen Weltallianz

 

Tag der Heimatvertriebenen in Bayern 2014

 

DWA: „Im Fall Österreichs falsche Mythen beseitigen“

 

 

 

 

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer möchte ab 2014 in Bayern einen Tag der Heimatvertriebenen einführen: „Bayern verdankt seinen Heimatvertriebenen und Spätaussiedlern viel. Mit ihrer Lebensleistung sind sie Vorbilder in unserer Gesellschaft.“

 

 

 

 

Auch in Österreich setzt sich der Verband der volksdeutschen Landsmannschaften Österreichs (VLÖ) für einen solchen Gedenktag für die volksdeutschen Heimatvertriebenen ein. Für den Präsidenten der Deutschen Weltallianz (DWA), Peter Wassertheurer, soll ein solcher Gedenktag aber mit liebgewonnenen Mythen aufzuräumen. Politische Sonntagsreden, in denen man die Leistungen der Heimatvertriebenen und ihren Anteil beim Wiederaufbau würdigt, kennt man auch in Österreich zur Genüge. „Die Wirklichkeit sah in Österreich freilich ganz anders aus“, sagt Wassertheurer, der daran erinnert, dass „man die Volksdeutschen nach Deutschland abgeschoben haben wollte und Teile von ihnen zumindest bis zum Staatsvertrag von 1955 wie Menschen zweiter Klasse behandelte.“ Sie wurden als billige Arbeitskräfte in der Landwirtschaft oder am Bau ausgebeutet, als Nazis und Zigeuner beschimpft, wie Rechtlose in dreckigen Baracken gehalten und waren als „Staatenlose“ den Einheimischen nicht gleichgestellt. Nur denjenigen Fachkräften gegenüber, auf die Österreich nicht verzichten konnte, gab man sich großzügiger und machte sie zu österreichischen Staatsbürgern.

 

 

 

 

Aber selbst bei der Zuerkennung von sozialen Leistungen verhielt sich Österreich schäbig. So behielt sich das österreichische Finanzministerium nach einer Aussage vom ehemaligen österreichischen Bundeskanzler Bruno Kreisky ein Drittel der finanziellen Mittel zurück, die die BRD nach dem Kreuznacher Abkommen für Vertriebene, Umsiedler und politisch Verfolgte an Österreich ausbezahlt hatte. Auch zu dem sogenannten Aushilfegesetz von 1977, das den „sachgeschädigten Vertriebenen“ in Österreich rund 52 Millionen Euro aus bundesdeutschem Budget hätte bringen sollen, meinte Kreisky: „Ich möchte dazu jedoch bemerken, dass eine allfällige Beteiligung der BRD an diesen Aushilfen lediglich dem österreichischen Finanzminister zugute käme. Die Leistungen an die Vertriebenen würden davon nicht berührt.“ Das heißt: Die Republik Österreich hat sich also nach Möglichkeit die Zuwendungen an die volksdeutschen Heimatvertriebenen von der BRD zurückbezahlen lassen.

 

Wien, 6 Juni 2013

 

DWAPressemitteilung der Deutschen Weltallianz

 

Schicksalswege vertriebener Kinder

 

Wassertheurer: „Ganz im Sinne der DWA“

 

 

 

 

Am 18. Juni 2013 wird Dr. Martin Graf, Dritter Präsident des österreichischen Nationalrats, den 3. Band seiner Buchserie zum Schicksal der vertriebenen Volksdeutschen in Österreich präsentieren. Der 3. Band widmet sich den „Schicksalswegen vertriebener Kinder“ und erscheint unter dem Titel „Kinder während der Vertreibung“.

 

 

 

 

Peter Wassertheurer, Präsident der Deutschen Weltallianz (DWA), weist darauf hin, dass er es war, der das Konzept für den 3. Band dieser Vertriebenenserie entwickelt hatte. Wassertheurer meint dazu: „Ebenso geht der 2. Band, der sich dem Schicksal von vertriebenen Frauen aus dem Umfeld der Volksdeutschen widmet, auf ein von mir erstelltes Konzept zurück. Beide Themen gehören zum Arbeitsgebiet der Deutschen Weltallianz (DWA), weil vor allem die Themen Frauen und Kinder im Zusammenhang mit ethnischen Vertreibungen mit Diskriminierungen, Ausbeutung und Zwangsassimilationen zu tun haben.“

 

 

 

 

Bisher sind 3 Bände der Serie von Dr. Graf zum Schicksal der Heimatvertriebenen in Österreich erschienen. Informationen werden erbeten an:

 

 

 

 

Mag. Michael Siedler

 

Büro des 3. Nationalratspräsidenten

 

Dr. Martin Graf

 

Parlament

 

Dr. Karl Renner-Ring 3

 

A-1017 Wien

 

Wien, 15 Mai 2013

 

DWAPressemitteilung der Deutschen Weltallianz

 

Landesausstellung 2013 in Oberösterreich mit DWA-Beteiligung

 

Wassertheurer: „Wichtige Impulse neu entdecken“

 

 

 

 

Vom 26. April bis 3. November 2013 findet die Landesausstellung Alte Spuren – Neue Wege statt, die gemeinsam mit dem österreichischen Bundesland Oberösterreich und der Republik Tschechien veranstaltet wird. Im Vordergrund stehen die engen kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen dem Mühlviertel und Südböhmen, also von zwei historisch fruchtbaren Regionen, die über Jahrhunderte hinweg bis zur Katastrophe von 1945 über ein enges Beziehungsgeflecht verfügten. An mehreren Veranstaltungsorten diesseits und jenseits der oberösterreichisch-tschechischen Grenze wird den Besuchern diese gemeinsame Geschichte vorgestellt.

 

 

 

 

Begleitend zur Ausstellung wurde ein umfangreicher Ausstellungskatalog mit wissenschaftlichen Beiträgen von österreichischen und tschechischen Experten hergestellt. Auch Peter Wassertheurer, Präsident der Deutschen Weltallianz (DWA), ist mit einem Beitrag zur Thematik der Vertreibung der Sudetendeutschen vertreten, wobei Wassertheurer diese Tragödie vornehmlich aus der österreichischen Sicht beschreibt.

 

 

 

 

„Es war auch meine Initiative im August 2012, die dafür sorgte, dass die Sudetendeutsche Landsmannschaft (SL) in Oberösterreich vom oberösterreichischen Ausstellungskuratorium über die verantwortliche Stelle in der oberösterreichischen Landesregierung eingeladen wurde, aktiv an der Ausstellung mitzuarbeiten“, erklärt Wassertheurer weiter. „Ich möchte mich an dieser Stelle vor allem bei Herrn Mag. Christoph Benedikter bedanken, der als einer der wissenschaftlichen Leiter dieser Ausstellung mithalf, die Anliegen der Sudetendeutschen in der Ausstellung im Rahmen der Möglichkeiten zu integrieren“, ergänzt Wassertheurer zum Angebot der oberösterreichischen Landesregierung an die Sudetendeutsche Landsmannschaft (SL) in Oberösterreich.

 

 

 

 

Am 15. September 2013 erhielt Wassertheurer schließlich folgende Mitteilung aus der oberösterreichischen Landesregierung zugeschickt: „Wie mir Herr Mag. Benedikter mitgeteilt hat, wurde zwischenzeitlich eine Vorgangsweise festgelegt, wie im Rahmen der Landesausstellung 2013 weiter mit den thematischen Anliegen des Böhmerwaldbundes umgegangen wird. Ich halte die vereinbarte Vorgangsweise für sinnvoll und bedanke mich für die konstruktive Zusammenarbeit.“ Das war die offizielle Einladung an die Sudetendeutschen!

 

 

 

 

 

Wien, 7 Mai 2013

 

DWAPressemitteilung der Deutschen Weltallianz

 

 

 

Rumänische Wiedergutmachungsleistung für Zwangsarbeiter

 

DWA: „Nicht viel, aber sie hilft den Betroffenen“

 

 

 

 

Anfang April 2013 wurde im rumänischen Parlament ein Entschädigungsgesetz für jene Personen beschlossen, die ab dem Herbst 1944 zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion deportiert wurden. Aus dem rumänischen Raum waren es vor allem zehntausende Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben. Rumänien half den Sowjets damals bei der Durchführung dieser Zwangsaktion, weshalb Rumänien bis heute eine moralische Mitverantwortung trägt, zu der sich Bukarest im Unterschied zu anderen ehemaligen kommunistischen Regimen in Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa bekennt.

 

 

 

 

Die ehemaligen GULAG-Zwangsarbeiter erhalten monatlich eine Entschädigungszahlung auf ihre Renten von 50 Euro. „Das ist zwar nicht viel Geld, wenn man bedenkt, welche Sklavenarbeit die betroffenen Volksdeutsche unter unmenschlichsten Bedingungen zu verrichten hatten. Berücksichtigt man aber die wirtschaftliche Lage für alte Menschen in Rumänien, ist ein Betrag von 50 Euro zusätzlich zur Pension eine große Hilfe“, meint DWA-Präsident Peter Wassertheurer. Einen wesentlichen Beitrag zum Zustandekommen dieses Entschädigungsgesetzes kam von Seiten des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland, für den die DWA große Anerkennung für diese Leistung ausspricht.

 

 

 

 

 

 

Wien, 23 April 2013

 

DWAPressemitteilung der Deutschen Weltallianz

 

Deutsche Minderheit im Baltikum nach wie vor präsent

 

 

 

 

Deutsche Parlamentarier bereisten kürzlich alle drei baltischen Staaten mit den Schwerpunktthemen ethnische Minderheiten und deutsches Kulturerbe. Sie entdeckten noch letzte Spuren deutschen Lebens im Baltikum. Die Deutschen in den drei baltischen Staaten waren bereits vor dem Zweiten Weltkrieg auf Grundlage eines deutsch-sowjetischen Vertrages „heim-ins-Reich“ zum großen Teil umgesiedelt worden.

 

 

 

 

„Im Baltikum existiert nach wie vor eine kleine, aber sehr aktive deutsche Minderheit, die zudem gut integriert ist. In Estland leben noch 1.900 Menschen mit deutschen Wurzeln, in Lettland 4.000 und in Litauen 2.100, davon knapp 80 sogenannte Wolfskinder“, informiert einer der Teilnehmer der deutschen Delegation.

 

 

 

 

So stellt etwa das Hermann-Suderman-Gymnasium im ehemaligen Memel, litauisch Klaipeda, ein Leuchtturmprojekt dar, das vom deutschen Kulturverein betrieben wird. Die Nachfrage übersteigt das Angebot der zweisprachigen Einrichtung mit derzeit 550 Schulplätzen bei weitem. Daher wurde die Einführung eines dritten Deutschzugs angesprochen.

 

 

 

 

Auch das deutsche Kulturerbe ist in allen drei baltischen Ländern präsent und wird gepflegt. Etwa das im Zweiten Weltkrieg zerstörte „Schwarzhäupterhaus“ in Riga wurde nach der 1991 wieder erlangten Unabhängigkeit Lettlands originalgetreu rekonstruiert. Oder das Stadtarchiv im früheren Reval (Tallinn), das sich in vorbildlicher Weise dem Erhalt wertvoller Dokumente wie Briefe Martin Luthers oder lübischer Urkunden annimmt.

 

 

 

 

Die bundesdeutsche Delegation unterstützt den von hochrangigen Gesprächspartnern geäußerten Wunsch, den Kulturaustausch mit Deutschland zu verstärken, da die baltischen Staaten historisch eng mit Deutschland verknüpft und eine wichtige Brücke nach Skandinavien und Russland sind. Zudem genießt die Bundeskanzlerin vor Ort ein hohes Ansehen.

 

 

 

 

Von den tausenden sogenannten Wolfskindern, die am Ende des Zweiten Weltkrieges ihre Eltern in Ostpreußen verloren und in den Wäldern Litauens Zuflucht gesucht haben, leben noch knapp 80 und erhalten vom litauischen Staat eine kleine Zusatzrente.

 

 

 

 

„Die Deutschen Weltallianz ist über die Pressearbeit ständig in Kontakt mit den deutschen Volksgruppen im Baltikum“, erklärt DWA-Präsident Peter Wassertheurer.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wien, 19 April 2013

 

DWAPressemitteilung der Deutschen Weltallianz

 

Mit Kroatien nächster Vertreiberstaat in die Europäische Union (EU)

 

DWA: „Unrechtsdekrete und Entschädigungsfragen ungelöst geblieben -

 

aber auch zu lasche Haltung der donauschwäbischen Verbände “

 

 

 

 

Die Republik Kroatien wird nach der Aufgabe des slowenischen Vetos Mitglied der Europäischen Union (EU) werden. Abermals, und darauf weist die Deutsche Weltallianz (DWA) mit Nachdruck hin, sind historisch belastete Fragen ignoriert worden.

 

 

 

 

„Damit wiederholt sich das, was bereits beim Beitritt von Tschechien, der Slowakei, Slowenien, Ungarn und Polen der Fall war“, kritisiert DWA-Präsident Peter Wassertheurer, der an dieser Stelle auf das Unrecht der Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus den Ländern Ostmittel-, Südost- und Osteuropas sowie die kollektive, entschädigungslose Enteignung des Vermögens hinweist. Bei allen bisherigen Erweiterungsrunden seit der Wende von 1989/90 sind die Forderungen der deutschen Heimatvertriebenen unberücksichtigt geblieben. Weder Deutschland noch Österreich haben sich bei den Beitrittsverhandlungen für deren Interessen stark gemacht. „Damit bleibt die Rechtswirksamkeit von rassistisch motivierten Enteignungsdekreten (Beneś-Dekrete, Avnoj-Bestimmungen, Bierut-Dekrete) weiterhin aufrecht – und das in einer Gemeinschaft wie der EU, die sich gern und oft als Wertegemeinschaft definiert!“, erklärt Wassertheurer weiter.

 

 

 

 

Das gilt jetzt auch im Fall von Kroatien. Das kroatische Parlament hat sich zwar in der Vergangenheit in einer Erklärung von den Verbrechen des kommunistischen Tito-Regimes distanziert, hält aber nach wie vor an den Vermögensverhältnissen fest, die auf Grundlage der Avnoj-Bestimmungen und der daraus resultierenden Vermögensgesetze nach 1945 geschaffen wurden. Das Unrecht der kollektiven Enteignung bleibt damit aufrecht.

 

 

 

 

„Was die Interessen der Heimatvertrieben jedoch angeht, hatten weder Wien noch Berlin wirklich Interesse an einer Lösung, weil beiden die Belange der Heimatvertriebenen anscheinend nicht wichtig genug sind“, kritisiert Wassertheurer, der aber auch die lasche und selbstgefällige Haltung der Vertriebenenorganisationen wie des Weltdachverbandes der Donauschwaben, der Donauschwäbischen Landsmannschaft in Deutschland oder der Donauschwäbischen Arbeitsgemeinschaft in Österreich (DAG) in die Verantwortung nimmt, die zum Thema EU-Beitritt Kroatien seit Monaten überhaupt nicht mehr präsent sind und mit ihrem Schweigen Zustimmung signalisieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wien, 15 April 2013

 

DWAPressemitteilung der Deutschen Weltallianz

 

Fortsetzung der zahnlosen österreichischen Diplomatie

 

bei deutscher altösterreichischer Minderheit in Slowenien

 

DWA: „Es braucht mehr Druck auf die slowenische Regierung, eine stärkere Lobby in Brüssel und mehr direkte Unterstützung aus Wien und Berlin!“

 

 

 

 

Österreichs Staatssekretär Reinhard Lopatka (Österreichische Volkspartei, ÖVP) besuchte erst kürzlich Vertreter der deutschen altösterreichischen Volksgruppe in Laibach. Abermals wurde der minderheitenfeindliche Status der deutschen Volksgruppe in Slowenien angesprochen. Die Thematik ist ebenso ungeheuerlich wie bekannt: Seit über 20 Jahren ringt die kleine deutsche altösterreichische Volksgruppe in Slowenien um ihre Anerkennung als Minderheit in der Verfassung der Republik Slowenien. Das slowenische Regime in Laibach verweigerte aber eine solche Zuerkennung, obwohl Slowenien Mitglied der Europäischen Union (EU) ist und sich in zahlreichen internationalen Abkommen zum Minderheitenschutz verpflichtet hat.

 

 

 

 

Lopatka sind die Sorgen seiner Landsleute in Slowenien nicht unbekannt, weil seit Jahren schon von der Deutschen Weltallianz (DWA) und anderen auf dieses eklatante Unrecht im Herzen Europas hingewiesen wird. Lopatkas Äußerungen lassen aber wenig Hoffnung aufkommen, wenn er u.a. gegenüber den Medien meinte: „Der nächste Schritt ist, dass hier in slowenischen Dokumenten schon die Rede ist von der ethnischen Minderheit, die es hier gibt; und der letzte Schritt, das braucht vielleicht noch einige Zeit, ist dann wirklich die Anerkennung der deutschsprachigen Minderheit hier in Slowenien.“

 

 

 

 

Für Peter Wassertheurer, Präsident der DWA, sind diese Worte lediglich die Fortsetzung der bisherigen, wenig erfolgreichen österreichischen Diplomatie in dieser Frage. „Solche und ähnliche Stellungnahmen hat man auch schon von anderen österreichischen Politikern gehört, ohne dass es zu einer Verbesserung der Lage der deutschen Volksgruppe in Slowenien kam“, kritisiert Wassertheurer. Wassertheurer vermisst seit jeher „einen genauen Fahrplan“, der zwischen Wien und Laibach festlegt, „wie und bis wann der deutschen altösterreichischen Volksgruppe in Slowenien endlich der autochthone Volksgruppenstatus zuerkannt wird, um diesen unbefriedigenden Zustand endlich zu beenden.“ Wassertheurer fordert an dieser Stelle von der österreichischen Außenpolitik „mehr Lobbyarbeit in Brüssel und einen Schulterschluss mit Berlin, um den Druck auf Slowenien zu erhöhen.“ Die Zeit der „ständigen Vertröstungen auf den Nimmerleinstag muss endlich ein Ende haben“, unterstreicht Wassertheurer, indem er die Situation der ungarischen und italienischen Volksgruppe in Slowenien anspricht.

 

 

 

 

Die Deutschen in Slowenien verweisen nämlich zurecht immer wieder auf das Beispiel der ungarischen und italienischen Volksgruppe, die eine solche Anerkennung genießen und damit großzügige Subventionen seitens der slowenischen Regierung bekommen – die ungarische und italienische Volksgruppe haben umfangreiche Rechte und staatliche Subventionen für Schulbildung in der Muttersprache, eigene Medien und je einen Abgeordneten im slowenischen Parlament. Für die Deutschen in Slowenien gibt es das alles nicht! Den Deutschen in Slowenien wird der Status einer autochthonen Volksgruppe nicht zuerkannt, obwohl sie auf eine 800-jährige Geschichte zurück blickt und über Jahrhunderte in Städten wie Marburg, Cilli, Pettau und in der Gottschee selbst noch in der Zwischenkriegszeit dominierend waren. Nach der brutalen Vertreibung durch Tito wurde das deutsche Leben in Slowenien kriminalisiert und blieb bis zur Wende verboten.

Wien, 25 März 2013

 

DWAPressemitteilung der Deutschen Weltallianz

 

Völkermord an den Deutschen in Jugoslawien enttabuisieren

 

DWA: „Österreichische Tageszeitung setzt wichtigen Schritt“

 

 

 

 

„Gerade jetzt im Zuge der neuen serbischen Restitutionsgesetzgebung ist jede Form der Enttabuisierung und Aufarbeitung von Verbrechen wie den Völkermord an den Deutschen in Jugoslawien am Ende des Zweiten Weltkriegs von großer symbolischer Bedeutung“, meine Peter Wassertheurer als Präsident der Deutschen Weltallianz (DWA). Wassertheurer bezieht sich dabei auf einen Artikel (vgl. Beilage) in der größten österreichischen Tageszeitung Kronenzeitung vom 24. März 2013. In diesem Beitrag wird auf die brutale Ermordung der männlichen donauschwäbischen Bevölkerung in der Ortschaft Filipova hingewiesen. Die aus dem ehemaligen Jugoslawien enteigneten und vertriebenen Donauschwaben können bis 2014 ihre Restitutionsanträge in der Republik Serbien einreichen.

 

 

 

Wien, 19 März 2013

 

DWAPressemitteilung der Deutschen Weltallianz

 

Sudetendeutscher Karlspreis an Bayerns Ministerpräsidenten Seehofer

 

DWA: Von einem „Verdienst um eine gerechte Völkerordnung“ kann keine Rede sein!

 

 

 

 

Die Deutsche Weltallianz (DWA) hatte bereits vor Wochen über den Besuch von Tschechiens Ministerpräsidenten Petr Necas in München berichtet und dabei die Haltung der Führung der Sudetendeutschen Landsmannschaft (SL) scharf kritisiert. Da wurde vom SL-Sprecher Bernd Posselt in euphorischen Tönen von einem großen Schritt in den Beziehungen Bayerns zu Tschechien gesprochen. Es ist richtig, dass Necas das Unrecht an den Sudetendeutschen klar beim Namen nannte und von einem gemeinsamen kulturellen Erbe sprach, gleichzeitig machte der tschechische Regierungschef aber unmissverständlich klar, dass es in der Eigentumsfrage auch weiterhin keinen Millimeter Spielraum geben wird. Das Unrecht der kollektiven Enteignung bleibt für Prag daher in Stein gemeißelt! Auch die Tatsache, dass die vertriebenen Sudetendeutschen vom tschechischen Restitutionsgesetz ausgeschlossen bleiben, scheint die Herrschaften von der SL nicht zu stören.

 

 

 

 

Jetzt wird Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer beim Sudetendeutschen Tag 2013 in Augsburg mit dem Sudetendeutschen Karlspreis geehrt. Dieser Preis wird an Persönlichkeiten „für Verdienste um eine gerechte Völkerordnung in Mitteleuropa“ überreicht. Nach Meinung der SL-Führungsriege hat sich Seehofer also „um eine gerechte Völkerordnung in Mitteleuropa“ verdient gemacht! Wie aber sieht sie aus, diese gerechte Völkerordnung in Mitteleuropa? Der SL-Führung in München wird wohl hoffentlich nicht entgangen sein, dass die „Völkerordnung in Mitteleuropa“ immer noch von rassistisch motivierten Unrechtsdekreten wie den Beneś-Dekreten mitbestimmt wird. Es ist ebenso ein Unrecht und eine Diskriminierung, wenn Sudetendeutsche aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit vom tschechischen Restitutionsprogramm ausgeschlossen bleiben. Diese Diskriminierung ist nach wie vor Teil der „Völkerordnung in Mitteleuropa“. Wer kann außerdem von einer gerechten Völkerordnung sprechen, wenn Bestimmungen bis zum heutigen Tag in Kraft sind, die nach dem Zweiten Weltkrieg Mord und Totschlag legalisierten? Im Straffreistellungsgesetz Nr. 115 vom 8. Mai 1946 wurden nämlich solche Verbrechen amnestiert. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Das gilt übrigens auch für die Beneś-Dekrete.

 

 

 

 

Bayerns Ministerpräsident Seehofer hat also, wie übrigens seine Vorgänger auch, nichts unternommen, das ihn „für Verdienste um eine gerechte Völkerordnung in Mitteleuropa“ auszeichnen könnte. Wenn dann Franz Pany (SL-Bundesvorsitzender) Seehofer als „Wegbereiter der bayrisch-tschechischen und sudetendeutsch-tschechischen Annäherung“ bezeichnet, kann er damit nur die Annäherung von SL-Funktionären an die bayerische Interessenpolitik und, was noch schlimmer ist, an die tschechische Nationalpolitik meinen. Das aber wird, so bleibt nach DWA-Präsident Peter Wassertheurer zu befürchten, „die SL-Führung von der sudetendeutschen Basis entfernen!“

 

 

 

Wien, 26 Februar 2013

 

DWAPressemitteilung der Deutschen Weltallianz

 

Widerliche Anbiederung und totaler Realitätsverlust

 

sudetendeutscher Funktionäre

 

 

Die Deutsche Weltallianz (DWA) sieht in der jüngsten Münchener Rede des tschechischen Ministerpräsidenten Petr Necas keinen Durchbruch. Vielmehr wurden altbekannte Standpunkte wiederholt und lediglich in schöngefärbte Wortphrasen verpackt. Restitution oder Entschädigung wird es für die vertriebenen Sudetendeutschen nämlich keine geben. Für DWA-Präsident Peter Wassertheurer bleibt damit „das Unrecht weiterhin bestehen.“

 

 

Das war sie also, die mit so großer Spannung erwartete Rede des tschechischen Premierministers Petr Necas in München. Necas bedauert die Vertreibung von über 3 Millionen Sudetendeutschen und sprach sich für eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Bayern aus. Im Originalton des tschechischen Premiers lautete das so:

 

 

„Wir bedauern, dass durch die Vertreibung und zwangsweise Aussiedlung der Sudetendeutschen nach Kriegsende aus der ehemaligen Tschechoslowakei, die Enteignung und Ausbürgerung, unzähligen Menschen viel Leid und Unrecht angetan wurde. Die Landschaft hat ihre Geschichte verloren, die Kultur verschwand, die Städte verloren ihren multi-ethnischen Charakter.“ Und in dieser Tonart ging es weiter, wenn Necas dann noch meinte: „Unsere gegenseitigen Beziehungen scheinen eine Schicksalsgemeinschaft zu sein, die von Inspiration und Bereicherung, aber auch von Traumata und Vorurteilen geprägt ist.“

 

Solche und ähnliche Sätze frohlockten Bayerns Ministerpräsidenten Horst Seehofer ebenso wie den Sprecher der Sudetendeutschen Landsmannschaft (SL) Bernd Posselt. Warum aber die Funktionäre der Sudetendeutschen Landsmannschaft durch die Worte Necas derart in Euphorie versetzt werden konnten, bleibt unverständlich, es sei denn, dieser gekünstelte Jubel war lediglich Ausdruck der politischen Bedeutungslosigkeit von geduldeten Zaungästen, deren Anwesenheit man eben toleriert. Nur brav sein müssen sie, die Sudetendeutschen, dann dürfen sie sogar begeistert mitklatschen.

 

 

Ansonsten ist man seitens der SL sehr bescheiden geworden. Alles das, was nämlich von Necas gesagt wurde, ist hinlänglich bekannt und nur ein aufgewärmter Geschichtsvortrag altbekannter Rechtfertigungsmuster und stereotyper Standradphrasen, wie sie auch schon der verstorbene Präsident Vaclav Havel mehrmals von sich gab. Dass es einmal einen gemeinsamen Kulturraum gab, ist nichts Neues, ebenso die Tatsache, dass die sudetendeutschen Dörfer nicht mehr bestehen. Was hat Necas also wirklich Neues vorgetragen? Eigentlich nichts.

 

 

Entscheidend ist nämlich viel mehr jene Feststellung, die Necas traf, um trotz der Klatschorgien, der freundlichen Gesichter und verbalen Versöhnungsgesten ja keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, wenn er meinte: „Die Eigentumsverhältnisse vor dem Krieg können nicht wiederhergestellt werden." Mit diesem Satz hat Necas die Katze aus dem Sack gelassen. „Versöhnungsgesten ohne vermögensrechtliche Konsequenzen JA, mehr aber nicht“, lautet weiterhin die Devise in Prag. Warum die SL-Führung dazu applaudiert, ist unverständlich und macht eigentlich nur dann Sinn, wenn man selbst die Restitutionsfrage bereits still und heimlich in der Schublade entsorgt hat.

 

 

Es gibt also keinen Grund für Posselt davon zu sprechen, dass aus „einem kleinen Schritt (…) ein sehr großer geworden“ ist, weil sich weder in der Frage einer Wiedergutmachung oder Restitution, noch beim Thema der von der SL geforderten Aufhebung der Beneš-Dekrete etwas bewegt. In allen wichtigen Fragen, die für die Sudetendeutschen entscheidend sind, herrscht weiterhin Stillstand.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wien, 22 Februar 2013

 

DWAPressemitteilung der Deutschen Weltallianz

 

Internationaler Tag der Muttersprache als Pflicht zum Erbe

 

Verlust der deutschen Muttersprache bleibt ernstes Thema

 

 

Die Deutsche Weltallianz (DWA) nimmt den Tag der Muttersprache zum Anlass, um auf das Problem der sprachlichen Assimilation bei den deutschen Volksgruppen aufmerksam zu machen, die außerhalb des deutschen Sprachraums in der Diaspora leben. Nur gezielte Maßnahmen seitens der deutschen Mutterländer können in Zusammenarbeit mit den deutschen Volksgruppen und den nationalen Regierungen den absehbaren totalen Verlust der deutschen Muttersprache verhindern. Die DWA setzt dabei auf bilinguale Konzepte, die als Alternative zum monolingualen Spracherwerb gefördert werden sollen. Die monolinguale Spracherziehung führt nämlich nur zum Erwerb der Staatssprache als Muttersprache.

 

 

Für Peter Wassertheurer, den Präsidenten der Deutschen Weltallianz (DWA), stellt vor allem der Zweite Weltkrieg mit seinen Vertreibungen der deutschen Volksgruppen aus Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa den radikalsten Bruch in der Geschichte der deutschen Volksgruppen dar. „Freilich gab es auch vorher im Zuge des Nationalen Erwachens etwa der Magyaren Tendenzen, die eigene deutsche Bevölkerung sprachlich zu assimilieren“, doch nach 1945, so Wassertheurer weiter, „wurde die deutsche Sprache und mit ihr das Deutschtum als Ganzes kriminalisiert, aus dem öffentlichen Leben liquidiert und auf allen Ebenen des gesellschaftlichen Lebens unter Vorgabe eindeutiger rassistischer Motive diskriminiert.“ Die kleinen deutschen Restgruppen, die in der Heimat verblieben sind, waren bis zur Wende von 1989/90 einer brutalen Assimilierung ausgesetzt gewesen, die bis in die Privatsphäre wirkte.

 

 

Die Kriminalisierung der deutschen Muttersprache fand aber nach 1945 nicht nur in Europa einen fruchtbaren Nährboden vor, sondern entfaltete etwa auch in den USA schon während des Zweiten Weltkriegs einen antideutschen Rassismus, der dazu führte, dass US-Bürger deutscher Abstammung kollektiv der NS-Kollaboration beschuldigt , zu Tausenden bespitzelt, in ihren bürgerlichen Rechten beschnitten und sogar inhaftiert worden waren.

 

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg waren es dann Zehntausende von vertriebenen Volksdeutschen, die in den 1950er Jahren nach Lateinamerika, Australien, Kanada, Nordeuropa oder in die USA auswanderten. Es entstanden teils kompakte deutsche Kommunen, in denen die deutsche Kultur gepflegt wurde und die gesprochene deutsche Muttersprache als Ausdruck der eigenen Identität galt.

 

 

Heute ist es vor allem die sprachliche Assimilation, die zumeist ab der mittleren Generation die deutsche Muttersprache aus den Familien drängt. Diese Entwicklung wird vielfach noch durch das Fehlen autonomer deutscher Bildungseinrichtungen verstärkt. „Es wird zwar wieder fleißig Deutsch gelernt, aber zumeist als Fremdsprache in den Schulen“, ergänzt Wassertheurer, der auf die Notwendigkeit gezielter Förderprogramme zum Erwerb der deutschen Muttersprache hinweist. Der deutsche Muttersprachenerwerb muss „bereits zu Beginn der Sprachentwicklung wieder in der Familie einsetzen und soll parallel zur Staatssprache im Sinne einer bilingualen Spracherziehung gefördert werden.“

 

 

Hier sind die deutschen Mutterländer gefordert, ambitionierte Programme für den deutschen Muttersprachenerwerb zu entwickeln. „Mit leeren Versprechungen aber, wie sie österreichische Parlamentarier anlässlich ihrer Besuche bei den deutschen Volksgruppen 2005/06 in Ostmittel- und Südosteuropa großmundig gemacht haben, wird man außer Enttäuschungen bei den Betroffenen nichts erreichen“, kritisiert Wassertheurer.

 

 

Abschließend zollt die DWA allen Personen und Einrichtungen der deutschen Volksgruppen weltweit den größten Dank und die wärmste Anerkennung für die Arbeit, die zum Erhalt der der deutschen Muttersprache geleistet wird.

 

 

 

 

 

Wien, 17 Februar 2013

 

DWAPressemitteilung der Deutschen Weltallianz

 

DWA fordert Verurteilung jeder Tito-Nostalgie

 

Wassertheurer: „Folklore und Nostalgie verhindern Aufarbeitung“

 

 

In der österreichischen Tageszeitung Der Standard wurde in der Ausgabe vom 14. Februar 2013 unter dem Titel „Jugoslawien und Tito bleiben en vogue“ völlig unkritisch der heute wieder in Serbien betriebene Tito-Kult dargestellt. Ähnliche Auswüchse um Tito gibt es leider auch in anderen ehemaligen jugoslawischen Teilrepubliken. Da werden in Laibach Straßennamen oder in Kroatien Lokale nach Tito benannt.

 

Der Autor des oben genannten Artikels, Siniša Puktalović, spricht dann auch von der „Wehmut einer Vergangenheit“, welche „die Sehnsüchte nach (wirtschaftlicher) Sicherheit und einem starken Staat ausdrückt.“ Am Ende des Beitrags kommt dann Puktalović zu folgendem Ergebnis:

 

„Solange die Jugo-Nostalgie den Menschen alternative politische und gesellschaftliche Konzepte vergegenwärtigt, solange sie die Kritikfähigkeit der jungen Generationen nährt, so lange wird sie ihre Legitimation haben und auch en vogue bleiben.“

 

Für die Deutsche Weltallianz (DWA), die an die Massenmorde, die Internierung und teilweise physische Vernichtung der deutschen Bevölkerung sowie an die Vertreibungsverbrechen ab dem Blutherbst 1944 erinnert, ist jede Form einer unkritischen Tito-Nostalgie scharf zu verurteilen. Nach Peter Wassertheurer, Präsident der DWA, ist dieser unappetitliche Tito-Kult der Gegenwart das Ergebnis einer historischen Verdrängungs- und Tabuisierungskultur, die unter Tito nach dem Zweiten Weltkrieg betrieben wurde.

 

 

Für Wassertheurer ist es auch ein Skandal, dass in dem besagten Beitrag überhaupt kein Hinweis zu finden ist, der daran erinnert, dass an den Donauschwaben und an den anderen deutschen Volksgruppen (Deutsch-Untersteirer, Gottscheer) Völkermord verübt worden war. Dazu meint Wassertheurer: „Wer heute noch derart unkritisch über den Personenkult Titos schreibt, macht sich mitschuldig, die Verbrechen Titos am Ende und nach dem Zweiten Weltkrieg zu verharmlosen und zu relativieren. Titos politische Konzepte führten zu einem Völkermord, zu politischen Säuberungen, Verfolgung der politischen Opposition und einer kommunistischen Diktatur, an deren Ende 1990 ein brutaler Bürgerkrieg folgte und tobte.“ Und genau diese Wahrheit muss, so Wassertheurer abschließend, „all jenen vermittelt werden, die in Tito einen großen politischen Führer zu erkennen glauben.“

 

 

Wien, 26 Januar 2013

 

DWAPressemitteilung der Deutschen Weltallianz

 

Sieg von Miloš Zeman bei tschechischer Präsidentenwahl

 

kam nicht überraschend

 

 

Die Präsidentenwahl in Tschechien ist geschlagen. Der Sieg von Miloš Zeman zeigt einmal mehr, dass die politischen Reflexe der tschechischen Zivilgesellschaft auf historisch belastete Themen wie die Vertreibung der Sudetendeutschen einen nach wie vor großen Einfluss auf Wahlentscheidungen ausüben.

 

 

Wie sehr Politik und Vertreibung in der Tschechoslowakei/Tschechien seit 1945 im kollektiven Bewusstsein der Tschechen eine identitätsstiftende Synthese bilden, konnte Peter Wassertheurer zuletzt in einem Vortrag beim österreichisch-tschechischen Historikertag vom Dezember 2012 in Raabs in Niederösterreich aufzeigen.

 

 

Für Wassertheurer kann die Vertreibung der sudetendeutschen Bevölkerung nicht als singuläres Ereignis beschrieben werden, sondern muss im Kontext der demografischen und wirtschaftlichen Entwicklungen, wie sie im so genannten Grenzland (sudetendeutsches Siedlungsgebiet) seit 1945 abliefen, interpretiert werden. Es wird vielfach übersehen, dass die Vertreibung und die tschechisch-slowakische Neuansiedlung in den Anfangsphasen zeitlich parallel abliefen. In der frühen Phase der tschechoslowakischen Besiedlung der sudetendeutschen Gebiete wurden auch die ersten Nationalisierungs- und Konfiskationsdekrete erlassen, um den Neusiedlern Grund und Boden zuteilen zu können.

 

 

„Gerade im Grenzland und in den ländlichen Gebieten konnte Zeman die Präsidentenwahl gewinnen. Im Grenzland leben nämlich seit 1945 zu einem überwiegenden Teil die Neusiedlerbevölkerung und deren Nachkommen. Dort fallen Angstparolen, die vor einer Rückkehr der Deutschen warnen, weiterhin auf fruchtbaren Boden“, erklärt DWA-Präsident Peter Wassertheurer. Wassertheurer macht zudem darauf aufmerksam, dass seit der Wende von 1990 die Gründungsväter der Tschechoslowakei von 1918, Tomaš Masaryk und Eduard Beneš, im Grenzland und im Kreis des ehemaligen tschechischen NS-Widerstands eine politische Renaissance erleben.

 

 

„Eduard Beneš in einem Atemzug mit dem Kriegsverbrechertribunal in Den Haag zu behandeln, wie es Karl Schwarzenberg als Gegenkandidat in einem TV-Duell mit Zeman tat, konnte sich für Schwarzenberg deshalb nur als Bumerang erweisen. Zudem gab es für Schwarzenberg keinen Grund, dieses Thema zu behandeln, weil auch Schwarzenberg sich gegen eine Rückgabe des enteigneten Vermögens, gegen finanzielle Entschädigungsleistungen und gegen eine Aufhebung der Beneš-Dekrete aussprach“, meint Wassertheurer abschließend.

 

Wien, 22 Januar 2013

 

DWAPressemitteilung der Deutschen Weltallianz

 

Deutsche Weltallianz (DWA) protestiert gegen politische Hetzte und gegen Instrumentalisierung des Unrechts an den Sudetendeutschen

 

 

Der Wahlkampf in Tschechien um die Präsidentschaft wird rauer und zeugt davon, wie sehr die tschechische Gesellschaft immer noch mit der Thematik der Vertreibung von über 3 Millionen Sudetendeutschen für politische Zwecke gewonnen und von linken tschechisch-nationalen Kreisen missbraucht werden kann.

 

 

Es war während einer TV-Konfrontation zwischen Karl Schwarzenberg und seinem Kontrahenten Miloš Zeman, die Schwarzenberg nutzte, um davon zu sprechen, dass die Vertreibung der Sudetendeutschen ein Unrecht war und die Beneš-Dekrete heute nicht mehr möglich wären. Schwarzenberg sagte als Präsidentschaftskandidat, dass die „Beneš-Dekrete nach der aktuellen Rechtsordnung Tschechiens ungültig und mit den Grundrechten unvereinbar“ wären. Für Schwarzenberg würden die Beneš-Dekrete heute in Den Haag geahndet werden. Diese Dekrete bildeten 1945 die Grundlage für die Enteignung und Vertreibung der Sudetendeutschen.

 

 

Zeman gab sich in seiner Reaktion auf diese Äußerungen abermals als unverbesserlicher Verharmloser der tschechischen Unrechtsgeschichte von 1945 und meinte, Schwarzenberg spräche wie ein „Sudetendeutscher“, indem er ihn vor laufender Kamera als „Sudetak“ bezeichnete. Das ist nach Meinung von DWA-Präsidenten Peter Wassertheurer sehr bedenklich, da der Begriff „Sudetak“ in Tschechien immer noch einen, wie es Wassertheurer bezeichnet, „ethnisch-rassistisch abwertenden Beigeschmack“ hat.

 

 

Wie sehr der Völkermord an den Sudetendeutschen den Wahlkampf zwischen Schwarzenberg und Zeman bestimmt, bewies auch die Ehefrau von Noch-Staatspräsidenten Vaclav Klaus. Sie behauptete, dass der Schwiegervater von Schwarzenberg seinerzeit beste Kontakte zu Vertretern des Dritten Reiches unterhielt. Beweise konnte sie dafür freilich keine vorlegen!

 

 

Die DWA protestiert jedenfalls gegen die Art der historischen Aufrechnung, wie sie in Tschechien vor allem von nationalistischen und sozialistischen Kreisen betrieben wird, um politische Persönlichkeiten wie Karl Schwarzenberg in den Dunstkreis nationalsozialistischer Akteure zu zerren. Außerdem spricht sich die DWA gegen eine Instrumentalisierung des Leidens der Sudetendeutschen für durchsichtige, politische Zwecke aus.

 

 

Wassertheurer bezeichnet alle solche Versuche als „moralisch verwerflich und politisch letztklassig“, weil sich „die Opfer von Mord und Totschlag gegen diese antideutsche Hetze nicht mehr zur Wehr setzen können.“

 

 

 

Wien, 21 Januar 2013

 

DWAPressemitteilung der Deutschen Weltallianz

 

DWA-Präsident Wassertheurer in Ungarn

 

Am 19. Januar 2013 wurde in Ungarn erstmals offiziell der Vertreibung der ungarndeutschen Bevölkerung nach dem Zweiten Weltkrieg in Form eines nationalen Gedenktages gedacht.

 

 

Peter Wassertheurer, Präsident der Deutschen Weltallianz (DWA), war an diesem Tag in Budapest, wo er im Haus der Ungarndeutschen seine Studie zur Lage der deutschen Volksgruppe in Ungarn seit 1945 vorstellte. Wassertheurer übermittelte den Anwesenden zunächst die Grüße der DWA und sprach dann über die Entwicklung der ungarischen Nationalitätenpolitik in der kommunistischen Ära und seit der Wende von 1989/90. Die Studie soll noch in diesem Jahr als Buch erscheinen.

 

 

Der Vortrag von Peter Wassertheurer wurde von der Jakob Bleyer Gemeinschaft in Zusammenarbeit mit dem Landesrat der ungarndeutschen Chöre, Kapellen und Tanzgruppen sowie dem Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) veranstaltet, wofür sich die DWA bedanken möchte.

 

 

Wien, 15 Januar 2013

 

DWAPressemitteilung der Deutschen Weltallianz

 

Peter Wassertheurer

 

Der Ackermann aus Rudolfsdorf

 

Eine donauschwäbische Tragödie in 3 Akten

 

 

Die Deutsche Weltallianz (DWA) stellt das neue Theaterstück von Peter Wassertheurer vor, das sich mit dem Schicksal der Donauschwaben im ehemaligen Jugoslawien am Ende des Zweiten Weltkriegs beschäftigt. Wassertheurer möchte mit seinem Stück „Der Ackermann aus Rudolfsdorf“ einen Völkermord öffentlich bewusst machen, von dem zumeist nur die Betroffenen und deren Angehörigen Bescheid wissen. Vor allem in Österreich nach 1945 wurde die Liquidierung der deutschen Bevölkerung im kommunistischen Tito-Jugoslawien tabuisiert und aus dem Bewusstsein verdrängt, obwohl diese altösterreichische deutsche Volksgruppe vom Haus Habsburg im frühen 18. Jahrhundert angesiedelt worden war. „Der Ackermann aus Rudolfsdorf“ soll nach dem Willen des Autors dazu beitragen, dass die Tragödie der Donauschwaben nicht vergessen wird.

 

 

Inhalt: Der Ackermann aus Rudolfsdorf

 

Den historischen Rahmen bildet die Tragödie der Donauschwaben am Ende des Zweiten Weltkriegs und in den ersten Nachkriegsjahren in den jugoslawischen Konzentrations- und Arbeitslagern. Rudolfsdorf, eine kleine Ortschaft im Norden der Batschka nahe der Grenze zu Ungarn, wird in ein Internierungslager umgewandelt, in dem die donauschwäbische Bevölkerung einen brutalen Überlebenskampf führt, den viele von ihnen verlieren. Die Zustände im Lager sind von Krankheit, Hunger, Gewalt und der Allgegenwärtigkeit des Todes gekennzeichnet. Ein junger, katholischer Priester wird ins Lager eingeschleust, um einer jungen Mutter die Sterbesakramente zu geben. Er kommt jedoch zu spät. Die Frau ist bereits tot. In diesem Moment erscheint ein serbischer Offizier in Partisanenuniform. Er ist der Lagerkommandant. Zwischen dem Priester und dem Offizier beginnt ein Dialog, in dem der Priester das Unrecht im Lager Rudolfsdorf anprangert und den Offizier für den Tod der Frau verantwortlich macht. Der Offizier verteidigt das Lager als Symbol für das neue gesellschaftliche System, dem die bäuerliche Ordnung der Donauschwaben geopfert wird. Später erscheint ein Richter, um im Namen der irdischen Gesetze Recht zu sprechen. Er kritisiert die Donauschwaben dafür, dass sich ein Teil von ihnen dem NS-Okkupationsregime dienstbar gemacht hat, mahnt aber die Partisanen zu mehr Gerechtigkeit und Menschlichkeit. Das Stück endet mit dem Freitod des Priesters, der sich angesichts des Elends und zunehmender Zweifel an der Gnade Gottes nicht länger dem Selbstmordverbot der katholischen Kirche verpflichtet fühlt. Der Offizier beginnt durch das Grauen zu trinken und erleidet im Lager einen Nervenzusammenbruch. Er verfällt dem Wahnsinn und wird in eine Irrenanstalt eingeliefert. Der Teil der donauschwäbischen Bewohner von Rudolfsdorf, der überlebt hat, kann mit fremder Hilfe das Lager verlassen und flieht über Ungarn nach Österreich und Deutschland.

 

 

 

 

Wien, 17 Dezember 2012

 

 

 

 

DWAPressemitteilung der Deutschen Weltallianz

 

 

 

 

Verdrängtes Bewusstsein und sprachliche Identitätskrise

 

 

Wassertheurer: „Österreichisches Duckmäusertum“

 

 

 

Das politische und kulturelle Österreich hat ein nahezu psychopathologisch angehauchtes und äußerst ambivalentes Verhältnis zur eigenen dynastischen Geschichte. Während in europäischen Ländern wie Großbritannien, Spanien oder Schweden die Königshäuser einen Teil der nationalstaatlichen Identität ausmachen, vollzieht man hierzulande im republikanischen Parteienstaat Österreich eine masochistische Selbstgeißelung, wenn es um die Geschichte der Habsburger geht. Mit deren Erbe geht man zwar gerne in aller Welt hausieren, verfällt aber sehr schnell in einen schamgeschwängerten, selbstkritischen Devotismus, sobald man über die Grenzen schaut. Vor allem gegenüber seinen Nachbarn schämt man sich für die eigene Vergangenheit und meidet alles, womit man in die Nähe historischer Revanchismen oder gar der Deutschtümelei gebracht werden könnte. Wie stark dieser Hang zum identitätsverdrängenden Duckmäusertum bereits besteht, lässt sich in den Redaktionen österreichischer Printmedien zeigen. Dort scheut man inzwischen den Gebrauch deutscher Ortsnamen wie der Teufel das Weihwasser, sobald man den Boden ehemaliger österreichischer Kronländer betritt. „Wer will schon als Wegbereiter einer neuen Germanisierungswelle gelten?“, lautet dort wohl die Devise! Also schreibt man von Maribor und Koišce und hilft mit, Marburg und Kaschau endgültig aus dem öffentlichen Bewusstsein zu löschen. Wie inkonsequent Österreichs Medien hierbei vorgehen, zeigt sich, wenn man dort jedoch die deutschen Ortbezeichnungen Rom, Bukarest oder Prag liest. „Warum Prag, warum aber nicht Kaschau oder Marburg?“, bleibt als Frage kopfschüttelnd bestehen.

 

Für die Deutsche Weltallianz (DWA) hat die Verwendung deutscher Ortsbezeichnungen nichts mit nationalistischen oder kulturimperialistischen Attitüden zu tun, sondern ist lediglich Ausdruck eines sprachlichen Erbes, das seit den Vertreibungen von 1945/46 heute sowieso nur mehr in Resten besteht. Und gerade deshalb soll es als Symbol der traditionellen Verbundenheit und als Teil der eigenen Geschichte bewahrt werden. Die Ungarn etwa verwenden für Kaschau ihr ung. Kassa, um damit zu dokumentieren, dass Kaschau auch eine ungarische Identität hat, der man dort auf Schritt und Tritt begegnen kann. Und Österreich?

 

 

 

Der österreichische Kurier lieferte in der Ausgabe vom 17.12.2012 (vgl. Kasten unten) ein besonders hässliches Beispiel einer sprachlich-historischen Identitätsverdrängung – da wird sogar Marburg/Maribor zu einem balkanischen Zentrum gemacht!

 

 

 

 

Kulturhauptstädte '13: Kosice und Marseille. Kosice und Marseille lösen Guimaraes und Maribor als europäische Kulturhauptstädte ab.

 

Kosice und Marseille: Die beiden zweitgrößten Städte der Slowakei und Frankreichs tragen im Jahr 2013 den Titel Kulturhauptstadt Europas und lösen das slowenische Maribor und das portugiesische Guimaraes ab. Die Konzepte der beiden neuen Titelträger könnten unterschiedlicher nicht sein. Während das ostslowakische Kosice auf sanfte Stadterneuerung und Sanierung des Bestehenden setzt, trumpft die südfranzösische Hafenstadt mit zahlreichen Neubauten auf. Eins ist den beiden Städten gemeinsam: Das Bestreben, die gelebte Diversität in ihr kulturelles Programm einzubinden. Auch die umliegende Region spielt in beiden Metropolen eine zentrale Rolle

 

Rückblick: Guimaraes und Maribor

 

Im Jahr 2012 trugen Guimaraes in Portugal und Maribor in Slowenien den prestigeträchtigen Titel. Maribor. Einst eines der bedeutendsten Industriezentren am Balkan, gingen der 100.000-Einwohner-Stadt nach dem Krieg in den 90er-Jahren die Märkte verloren.

 

 

 

 

 

Wien, 12 Dezember 2012

 

 

 

 

DWAPressemitteilung der Deutschen Weltallianz

 

 

 

Ungarisches Parlament beschließt nationalen Gedenktag für ungarndeutsche Heimatvertriebene

 

DWA: „Alibi-Gedenktag kein gerechter Ersatz für Entschädigungspflicht“

 

 

 

Die Deutsche Weltallianz (DWA) hat bereits zuletzt in einer eigenen Pressemitteilung darauf hingewiesen, dass die Republik Ungarn einen Nationalen Gedenktag für die Heimatvertriebenen einführen möchte. Gestern wurde dazu im ungarischen Parlament einstimmig ein Beschluss gefasst. Der Nationale Gedenktag für die ungarndeutschen Heimatvertriebenen wird künftig am 19. Januar veranstaltet.

 

 

 

Die DWA wiederholt ihre Befürchtung, dass sich Ungarn als ehemaliger Vertreiberstaat mit diesem Nationalen Gedenktag durch die Hintertür aus der historischen Verantwortung stiehlt und den ungarndeutschen Heimatvertriebenen als Ersatz für das 1945/46 enteignete Vermögen, für die seit vielen Jahrzehnten betriebene sprachliche Zwangsassimilation, die vielerorts schon zur totalen Eliminierung der eigenen Identität führte, und für die Zwangsdeportationen in die Sowjetunion einen Gedenktag anbietet, um damit das eigene schlechte Gewissen zu beruhigen.

 

 

 

„Denjenigen, die jetzt davon sprechen, dass sich Ungarn mit diesem Schritt nicht länger einem dunklen Kapitel der eigenen Geschichte verschließt, darf mitgeteilt werden, dass sich schon vor Jahren der ungarische Präsident für die Vertreibung in aller Öffentlichkeit entschuldigt hat“, erinnert DWA-Präsident Peter Wassertheurer. Weder in Ungarn, noch in Tschechien, der Slowakei, Slowenien oder anderen ehemaligen Vertreiberstaaten wurde jemals, wie es etwa der Verband der volksdeutschen Landsmannschaften Österreichs (VLÖ) schreibt, die Vertreibung zugedeckt, verdrängt oder vergessen. Sie wird dort nur, so Wassertheurer, „verharmlost und verfälscht dargestellt! Allein seit 1989/90 wurden zu diesem Thema ganze Bücherschränke vollgeschrieben, Hunderte von Dokumentationen gedreht, Tausende von Interviews aufgenommen und ebenso Tausende von Zeitungsberichten verfasst.“ Für Wassertheurer liegt das Problem bei der mangelnden Verantwortung der Politik: „Solange sich nämlich die Regierungen mit historischen Abhandlungen begnügen oder die Parlamente Alibiaktionen wie Nationale Gedenktage beschließen, kann von einer gerechten Aufarbeitung der Geschichte keine Rede sein.“ Es wird in Ungarn und anderen Ländern nicht vergessen oder verdrängt, sondern, und darauf weist die DWA hin, „keine angemessene Entschädigung für das zu Unrecht enteignete Vermögen geleistet.“

 

 

 

Nationale Gedenktage sollen, so Wassertheurer, „den erfolgreichen Abschluss eines gerechten Wiedergutmachungsprozesses symbolisieren, können aber nicht die Verantwortung der Politik ersetzen und noch weniger an den Beginn eines nie begonnenen Wiedergutmachungsprozesses gestellt werden.“

 

 

 

 

Wien, 11 Dezember 2012

 

 

 

 

DWAPressemitteilung der Deutschen Weltallianz

Tag der Menschentrechte ist allen Menschen in Freiheit

 

eine Verpflichtung zur Wachsamkeit

 

 

 

Die Deutsche Weltallianz (DWA) erinnert am Tag der Menschenrechte daran, dass selbst in europäischen Ländern Personen deutscher Herkunft teilweise noch immer elementare Volksgruppen- und Minderheitenrechte vorenthalten werden. „Selbst in EU-Mitgliedsstaaten wie in Polen, Slowenien oder Tschechien gibt es noch negative Stereotype gegen Deutsche, die vor allem bei Wiedergutmachungsfragen oder bei Wahlentscheidungen politisch instrumentalisiert werden. Hier heißt es für die DWA als Menschenrechtsorganisation, stets wachsam zu sein und wachsam zu bleiben!“

 

 

 

Aber auch in den USA bestehen historische Unrechtsrelikte seit dem Zweiten Weltkrieg gegen deutschstämmige US-Bürger fort. Die DWA erinnert an die Zwangsinternierungen während des Zweiten Weltkriegs, von denen tausende Deutsche betroffen waren. die DWA hat sich deshalb abermals mit Stellen in den USA in Verbindung gesetzt, um zu vermeiden, dass diese Thematik aus der US-Geschichte verdrängt wird.

 

 

 

Mit größter Sorge nimmt die DWA auch die sprachliche Assimilation zur Kenntnis, die in vielen Ländern mit deutschen Volksgruppen dazu führt, dass die deutsche Sprache aus dem öffentlichen Bewusstsein verdrängt wird, in den öffentlichen Schulen als Muttersprache verstummt und selbst in den Familien nicht mehr als Primärsprache gesprochen wird.

 

 

 

„Ich möchte den Tag der Menschenrechte aber auch nutzen, um an die wertvolle Arbeit zu erinnern, die von den Angehörigen der deutschen Volksgruppen, die auf allen Kontinenten in vielen Ländern bestehen, mit unermüdlichem Fleiß und aus Liebe zum Deutschtum geleistet werden. Ihnen gebührt am Tag der Menschenrechte 2012 der Dank der DWA.“

 

 

Wien, 9 Dezember 2012

 

 

 

 

DWAPressemitteilung der Deutschen Weltallianz

Erste DAAD-Dozentur für deutsche Forschung in der Slowakei

 

Wassertheurer: „In Wien seit Jahren leere Versprechungen“

 

 

 

Am Institut für Germanistik, Niederlandistik und Skandinavistik der Comenius Universität in Bratislava/Pressburg wurde erst im Herbst 2012 eine neue Dozentur für germanistische Medien und Kommunikationswissenschaften eingerichtet. Damit unterstreicht Deutschland einmal mehr die Bedeutung der deutschen Sprache in der Slowakei und die Notwendigkeit, das deutsche Erbe in der Slowakei auf akademischem Boden zu behandeln. Für die Deutsche Weltallianz (DWA) sind solche Einrichtungen ganz wichtige Initiativen, die zur historischen Aufarbeitung und positiven Bewusstseinsbildung beitragen. Durch diese DAAD-Dozentur werden Impulse freigesetzt, die zu einer Vertiefung der universitären Beziehungen führen, von der in weiterer Folge die ohnehin positiven politischen und guten wirtschaftlichen Kontakte beider Länder profitieren können. Daneben stärkt eine solche Dozentur auch die deutsche Volksgruppe in der Slowakei, deren Geschichte in der germanistischen Forschung des Landes auf zunehmend großes Interesse stößt. Aber auch für Einrichtungen wie etwa das Museum der Karpatendeutschen in Bratislava/Pressburg ergeben sich aus dieser DAAD-Dozentur neue positive Kontaktmöglichkeiten.

 

 

 

Für Peter Wassertheurer, Präsident der DWA, ist es nur schade, dass „in Österreich kein ähnliches Engagement für die deutsche-altösterreichische Volksgruppe und deren Kultur besteht, zumal es sich bei der Slowakei um ein Nachbarland handelt.“ „Hier werden Möglichkeiten ungenutzt gelassen“, meint Wassertheurer“, der daran erinnert, dass „vor Jahren (damals besuchten österreichische Parlamentarier etliche deutsche Volksgruppen) die Errichtung einer eigenen Abteilung für die Belange der deutschen-altösterreichischen Volksgruppen im österreichischen Außenministerium angekündigt wurde, ohne dass bis heute davon etwas realisiert wurde.“

 

 

 

Die DWA wird jedenfalls die Arbeit dieser neuen DAAD-Dozentur mit größtem Interesse verfolgen und immer wieder auf solche positiven Beispiele hinweisen, die dazu beitragen, dass negative antideutsche Stereotype in den Ländern Ostmittel-, Südost- und Osteuropas abgebaut werden. Ankündigungen und leere Versprechungen, wie sie vor allem in Österreich immer wieder großmundig gemacht wurden/werden, helfen nämlich nicht!

 

 

 

Wien, 7 Dezember 2012

 

 

 

 

DWAPressemitteilung der Deutschen Weltallianz

 

 

Gedenktage zur Vertreibung der Volksdeutschen ohne Vertreiberstaaten

 

Wassertheurer: „Eine Vereinnahmung wäre kontraproduktiv“

 

 

Dem zuletzt von BdV-Präsidentin Erika Steinbach gemachten Vorschlag, dass es nationale Gedenktage zum Schicksal der deutschen Heimatvertriebenen neben Deutschland und Österreich auch in Ungarn geben solle, begegnet Peter Wassertheurer als Präsident der Deutschen Weltallianz (DWA) mit größter Skepsis.

 

 

„Ungarn hatte schon vor der Vertreibung eines Teils der deutschen Bevölkerung jahrzehntelang eine aggressive Magyarisierungspolitik betrieben, die in allen Schichten des Deutschtums in Ungarn zu einem sprachlichen und kulturellen Identitätsverlust geführt hat“, erinnert Wassertheurer. Ungarn habe sich dann, so Wassertheurer weiter, „1945 in die Reihe der europäischen Vertreiberstaaten gestellt, den im Land verbliebenen Rest radikal zwangsassimiliert, einen Großteil des Vermögens der Ungarndeutschen enteignet und das Deutschtum auf die Stufe eines folkloristischen Traditionsvereins gestellt.“ Auch nach der Wende kam es nach Wassertheurer zu „keiner wirklichen Entschädigung des enteigneten Vermögens an die 1945/46 vertriebenen Ungarndeutschen.“

 

 

Für die DWA ist daher der von Erika Steinbach gemachte Vorschlag, der vom Verband der volksdeutschen Landsmannschaften Österreichs (VLÖ) in Wien unterstützt wird, zu wenig durchdacht, weil die Gefahr besteht, dass in Ungarn die Entschädigungsfrage und die Verpflichtung gegenüber der deutschen Volksgruppe auf eine medienwirksame Geste in Form eines nationalen Gedenktag reduziert werden. Viele in Budapest könnten zudem glauben, mit dem nationalen Gedenktag alle noch offenen und ungelösten Fragen endgültig geregelt zu haben.

 

 

 

Wien, 27 November 2012

 

 

 

 

DWAPressemitteilung der Deutschen Weltallianz

 

 

 

 

 

 

Wien muss der deutschen-altösterreichischen Volksgruppe in Slowenien helfen

 

Wassertheurer: „Seit zwei Jahrzehnten gibt es eine zahnlose Stillstandsdiplomatie“

 

 

 

Die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) hat am 19. September 2012 in einer parlamentarischen Anfrage an Österreichs Außenminister Dr. Michael Spindelegger wissen wollen, welche Schritte Österreich künftig für die deutsche-altösterreichische Volksgruppe in Slowenien unternehmen werde. Die Antwort aus dem Außenministerium in Wien ist enttäuschend und inhaltsleer.

 

 

 

Seitdem der Grazer Historiker Stefan Karner zu Beginn der 1990er Jahre in einer wissenschaftlichen Feldstudie die Existenz einer deutschen-altösterreichischen Volksgruppe nachweisen konnte, steht die Forderung im Raum, diese als autochthone Volksgruppe in der slowenischen Verfassung anzuerkennen. Die Republik Slowenien hat bislang aber diesem Anliegen nicht entsprochen. Hatte man in Laibach zunächst überhaupt die Existenz einer deutschen Volksgruppe geleugnet, hieß es später, dass eine Anerkennung nicht möglich ist, da die Gruppe zu klein sei und kein geschlossener Siedlungsraum mehr bestehe. Die Befürworter für eine Zuerkennung des autochthonen Volksgruppenstatuts verwiesen auf die kleine italienische und ungarische Minderheit in Slowenien. Beide werden in Slowenien als autochthone Volksgruppen anerkannt, was ihnen in der Verfassung zahlreiche Volksgruppenrechte garantiert. Der Artikel 64 der slowenischen Verfassung lautet u.a.: „Der autochthonen italienischen und ungarischen Volksgruppen sowie ihren Angehörigen wird das Recht gewährleistet, frei ihre nationalen Symbole zu verwenden und zur Erhaltung ihrer nationalen Identität Organisationen zu gründen, Wirtschafts-, Kultur- und wissenschaftliche Forschungstätigkeiten sowie Tätigkeiten auf dem Gebiet des öffentlichen Nachrichten- und Verlagswesens zu entwickeln. In Einklang mit dem Gesetz haben diese zwei Volksgruppen und deren Angehörige das Recht auf Erziehung und Ausbildung in ihrer Sprache sowie auf Gestaltung und Entwicklung dieser Erziehung und Ausbildung. Jene Gebiete, in welchen ein zweisprachiges Schulwesen Pflicht ist, werden durch Gesetz bestimmt. Den beiden Volksgruppen und ihren Angehörigen wird das Recht gewährleistet, Beziehungen zu ihren Muttervölkern und deren Staaten zu pflegen. Der Staat unterstützt materiell und moralisch die Verwirklichung dieser Rechte.“ Dieses Garantien und Rechte fordert für sich auch die deutsche-altösterreichische Volksgruppe, die auf dem Staatsgebiet der Republik Slowenien zum Teil auf eine Geschichte von 8 Jahrhunderten zurückblickt, die 1945 durch eine brutale ethnische Säuberung beendet wurde. Der verstorbene deutsche Völkerrechtsexperte Dieter Blumenwitz beschreibt das Schicksal der deutschen Volksgruppen im ehemaligen Jugoslawien von 1944/45 sogar als Völkermord.

 

Was die Antwort von Österreichs Außenminister Spindelegger angeht, so schreibt er: „Die Sicherung des Fortbestands der deutschsprachigen Volksgruppe ist eine berechtigte Forderung. Ein zentrales Anliegen ist dabei die Gleichstellung der Volksgruppe mit der autochthonen italienischen und ungarischen Minderheit, wozu auch die Verankerung als autochthone Volksgruppe in der Verfassung zählt. Die österreichische Bundesregierung hat diese Forderung immer unterstützt und wird dies auch in Zukunft tun. Bei allen meinen bilateralen Kontakten mit der slowenischen Seite sowie jenen des Staatssekretärs im BMeiA wird diese Frage angesprochen. Ich selbst, der Staatssekretär im BMeiA (Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten), die Österreichische Botschaft Laibach und alle zuständigen Stellen meines Ressorts werden die Bemühungen um die Besserstellung der deutschsprachigen Volksgruppe in Slowenien unablässig weiterverfolgen.“

 

 

 

Für Peter Wassertheurer, Präsident der Deutschen Weltallianz (DWA), sind „das sattsam bekannte Stehsätze, die man zu diesem Thema aus Wien seit zwei Jahrzehnten zu hören bekommt.“ Wassertheurer nennt Rom und Budapest als positive Beispiele. In Italien und Ungarn besteht jeweils eine slowenische Minderheit, die nach dem Prinzip der Reziprozität (Gegenseitigkeit) behandelt werden. Die Republik Slowenien behandelt die italienische und ungarische Minderheit so, wie Italien und Ungarn ihre slowenische Minderheit behandeln. „Es ist nicht verständlich, warum Österreich die slowenische Minderheit in Kärnten großzügig fördert, die Republik Slowenien aber ihrer deutschen-altösterreichischen Minderheit elementare Rechte und Garantien vorenthält“, kritisiert Wassertheurer.

 

 

 

 

Wien, 1 April 2012

 

 

 

 

DWA

Peter Wassertheurer

Slowenische Minderheit in Kärnten

 

nicht instrumentalisieren!

Als Osterreichs damaliger Bundeskanzler Bruno Kreisky die Akteure des Karntner Ortstafelsturms

 

von 1972 abfallig als Gassenbuben bezeichnete, war man um eine rasche Schadensbegrenzung

 

bemuht. Was von der Bundesregierung als Akt von Ewiggestrigen abgetan wurde,

 

symbolisierte in Wirklichkeit eine Entwicklung, die latent die Volksgruppen in Karnten

 

belastete und auch ausenpolitisch zu jenen Tabuthemen zahlte, die man in Wien besser

 

unbearbeitet lies, weil sie den Lebensnerv der Zweiten Republik trafen. Osterreichs Mythos

 

vom Ersten Opfer Hitlers kam immer dann machtig ins Trudeln, sooft Belgrad mit dem

 

NS‑Zaunpfahl drohte und die Rolle der Osterreicher wahrend des Zweiten Weltkriegs hinterfragte.

 

Die Ursachen dieser Konfliktgemeinschaft reichen weiter zuruck und wuchsen mit

 

der Grenzziehung nach dem Ersten Weltkrieg zu einem latenten Dauerkonflikt heran. Die

 

Abtrennung der sudlichen Steiermark und der Karntner Abwehrkampf provozierten Mythen

 

aus dem historischen Pool der nationalen Emanzipationsprozesse im 19. Jahrhundert. Territorien

 

wurden als eine Konstante des nationalen Besitzstandes angesehen, der sich nach den

 

Denkschablonen des 19. Jahrhunderts ethnisch und kulturell definierte. Der Karntner Abwehrkampf

 

war eine eindrucksvolle Demonstration des Selbstbestimmungsrechts der deutschen

 

und slowenischen Bevolkerung in Karnten, was letztlich zum Erhalt der Landeseinheit

 

fuhrte. Freilich hatte Karnten mit dem Kanaltal und dem Seetal territoriale Verluste zu erleiden

 

gehabt, die fielen aber im Vergleich zu den sudetendeutschen Gebieten, zu Sudtirol

 

oder der sudlichen Steiermark eher gering aus.

 

Die nationalsozialistische Blut- und Bodenpolitik und der Zweite Weltkrieg steigerten das

 

gegenseitige Misstrauen, indem allbekannte Stereotype das politische Klima belasteten, wobei

 

der NS-Rassismus eine bislang nicht bekannte Radikalitat in der Volksgruppenpolitik anwandte.

 

Die Brutalitat slowenischer Partisanen andererseits gegen die Karntner Bevolkerung

 

am Ende des Krieges vertiefte die Graben zwischen den Volksgruppen noch zusatzlich.

 

Dass Tito seine territorialen Anspruche in Sudkarnten nicht umsetzen konnte, war letztlich

 

jener Nachkriegsordnung zu verdanken, die anderseits Millionen von Deutschen in Ost-, Ostmittel-

 

und Sudosteuropa zu Heimatvertriebenen machte. Der deutschen Bevolkerung in

 

Sudkarnten ware andernfalls wohl das gleiche Schicksal beschieden gewesen.

 

Die Bemuhungen um die Wiedergewinnung der vollen staatlichen Souveranitat zeichneten

 

den Weg der osterreichischen Ausenpolitik bis zum Staatsvertrag vor. Der Staatsvertrag

 

schlieslich verpflichtete die Republik Osterreich zu weitreichenden Verpflichtungen gegenuber

 

ihren ethnisch-kulturellen Minderheiten. Der Staatsvertrag erinnert an dieser Stelle an

 

jene Sondervertrage, die etwa die Tschechoslowakei, der SHS-Staat der Sudslawen (spater

 

Konigreich Jugoslawien) oder Rumanien zum Schutz ihrer nationalen Minderheiten unterzeichnen

 

mussten. Freilich waren sie vielfach wirkungslos, da die neuen Nationalstaaten die

 

Minderheitenpolitik als eine innere Angelegenheit betrachteten.

GENIUS-LESESTÜCK | Nr. 7/März–April 2012 2 Minderheiten | Österreich

 

Staatsvertrag und Minderheiten

In Artikel 7 des Staatsvertrages verpflichtete sich das neutrale Osterreich zu folgenden minderheitenrechtlichen

 

Bestimmungen:

 

1. Osterreichische Staatsangehorige der slowenischen und kroatischen Minderheit in

 

Karnten, Burgenland und Steiermark geniesen dieselben Rechte auf Grund gleicher

 

Bedingungen wie alle anderen osterreichischen Staatsangehorigen einschlieslich des

 

Rechts auf ihre eigenen Organisationen, Versammlungen und Presse in eigener Sprache.

 

2. Sie haben Anspruch auf Elementarunterricht in slowenischer und kroatischer Sprache

 

und auf eine verhaltnismasige Zahl eigener Mittelschulen; in diesem Zusammenhang

 

werden Schullehrplane uberpruft und eine Abteilung der Schulaufsichtsbehorde wird

 

fur slowenische und kroatische Schulen errichtet werden.

 

3. In den Verwaltungs- und Gerichtsbezirken Karntens, des Burgenlandes und der Steiermark

 

mit slowenischer, kroatischer oder gemischter Bevolkerung wird die slowenische

 

oder kroatische Sprache zusatzlich zum Deutschen als Amtssprache zugelassen. In solchen

 

Bezirken werden die Bezeichnungen und Aufschriften topographischer Natur

 

sowohl in slowenischer oder kroatischer Sprache wie in Deutsch verfasst.

 

4. Osterreichische Staatsangehorige der slowenischen und kroatischen Minderheiten in

 

Karnten, Burgenland und Steiermark nehmen an den kulturellen, Verwaltungs- und

 

Gerichtseinrichtungen in diesen Gebieten auf Grund gleicher Bedingungen wie andere

 

osterreichische Staatsangehorige teil.

 

5. Die Tatigkeit von Organisationen, die darauf abzielen, der kroatischen oder slowenischen

 

Bevolkerung ihre Eigenschaft und ihre Rechte als Minderheit zu nehmen, ist zu

 

verbieten.

 

Die Umsetzung dieser Verpflichtungen sties an ideologische Grenzen, die in den Jahrzehnten

 

davor durch territoriale Grenzkonflikte, Abwehrkampf, NS-Politik, Vertreibung und

 

Zwangsverschleppungen auf beiden Seiten ein konfliktreiches Klima gegenseitiger Schuldzuweisungen

 

geschaffen hatten; anderseits schritt der Assimilationsprozess der slowenischen

 

Volksgruppe durch Mischehen, Bildung und Abwanderung der Intelligenz weiter fort,

 

weshalb eine luckenlose Umsetzung des Staatsvertrages nicht moglich war. Gleichzeitig, und

 

diese Tatsache muss in der Auseinandersetzung Erwahnung finden, waren das Bundesland

 

Karnten und die Republik Osterreich weitgehend ihren Verpflichtungen nachgekommen,

 

was die Zahlen eindeutig belegen. Dass heute im Jahr 2012 eine slowenische Volksgruppe in

 

Sudkarnten existiert, geht sehr wohl auf diese Politik der Jahrzehnte seit 1955 zuruck. Zu

 

den Fruchten dieses Engagements zahlt auch die Tatsache, dass in Karnten viele junge Menschen

 

Slowenisch lernen und auch inzwischen – dank der Volksgruppenpolitik von Jorg Haider

 

– in den Kindergarten eine zweisprachige Erziehung angeboten wird.

Kreisky-Formel, Verfassungsgerichtshof und Lösung

Kreiskys Losungsformel im Volksgruppengesetz von 1976, nach der 25 Prozent fur die Errichtung

 

einer zweisprachigen Ortstafel notwendig waren, wurde dann 2001 durch einen Spruch

 

des Verfassungsgerichtshofs aufgehoben, der die 25-Prozenthurde als zu hoch einstufte. Eine

 

Minderheitenfeststellung wurde allerdings von Vertretern der slowenischen Minderheit

 

mit dem profanen Hinweis „Wir lassen uns nicht zahlen“ erfolgreich abgewurgt. Gesprochen

 

wird von 12.000 Angehorigen, obwohl keine gesicherten Daten neueren Datums vorliegen.

 

Der Streit um mehr zweisprachige Ortstafeln konnte erst letztes Jahr nach jahrzehntelangen

 

Diskussionen mit einer Konsenslosung beigelegt werden, der die Karntner Politik, die Vertreter

 

der slowenischen Volksgruppe in Karnten und die Republik Osterreich zustimmten.

 

Auch die slowenische Regierung in Laibach zollte dem erreichten Kompromiss ihren Respekt.

 

Neuerdings aber scheint die neue Regierung in Slowenien wieder die nationalistische

GENIUS-LESESTÜCK | Nr. 7/März–April 2012 3 Minderheiten | Österreich

 

Karte spielen zu wollen, denn anders ist folgende Meldung osterreichischer Medien nicht zu

 

verstehen:

„Eigentlich galt der Ortstafelstreit in Kärnten als beigelegt. Österreichs Politik feierte die

 

Ortstafellösung im Vorjahr als historische Einigung. Doch nun hat die neue slowenische Ministerin

 

für Auslandsslowenen, Ljudmila Novak, das Thema erneut auf den Tisch gebracht.

 

Bei ihrem ersten Besuch in Klagenfurt am Freitag wollte sie die Aufstellung weiterer zweisprachiger

 

Tafeln nicht ausschließen. Landeshauptmann Gerhard Dörfler wies dies am Samstag

 

im Rahmen des Miteinanders und des neuen guten Klimas deutlich zurück“.

In Klagenfurt weist man darauf hin, dass es im Zuge der Ortstafellosung von 2011 an der Zeit

 

ware, dass Slowenien endlich einmal mehr fur die kleine deutsche, altosterreichische Volksgruppe

 

im eigenen Land macht. Immerhin wurde diese Volksgruppe nach dem Zweiten

 

Weltkrieg beinahe durch einen Volkermord ausgeloscht, wahrend der kommunistischen Diktatur

 

unter Tito totgeschwiegen und zwangsassimiliert, und wird heute weiterhin als Minderheit

 

diskriminiert, weil man sie nicht als autochthone Volksgruppe anerkennt. Seit 1991

 

weigert sich die slowenische Innenpolitik, hier endlich Schritte zu setzen. Sloweniens Ministerin

 

fur die Auslandsslowenen sollte weniger die Minderheitenpolitik in Karnten kritisieren

 

und aufhoren, weiterhin die slowenische Volksgruppe in Karnten vor den politischen Karren

 

des slowenischen Chauvinismus zu spannen. Mit dieser Politik tragt Slowenien nicht zu einem

 

guten Klima bei, vielmehr dient sie dazu, die nationalen Emotionen in Karnten wieder

 

kraftig anzuheizen.

 

Die Angehorigen der slowenischen Volksgruppe sollten sich keinesfalls zum Instrument einer

 

billigen chauvinistischen Ausenpolitik des slowenischen Regimes in Laibach machen lassen.

 

Ebenso wenig sollte man Karrieristen eine Plattform bieten, auf der sie sich auf Kosten

 

der Volksgruppe zu profilieren versuchen, indem sie nur Ol ins Feuer giesen. Diese Leute

 

bringen der Volksgruppe nichts, weil sie zum kulturellen und sprachlichen Uberleben der

 

Volksgruppe nichts beitragen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wien, 24 März 2012

 

 

 

 

DWAPressemitteilung der Deutschen Weltallianz

 

 

 

 

DWA-Mitglied Prof. de Zayas zum Berater der Vereinten Nationen bestellt

 

Wassertheurer: „Große Ehre für die Deutsche Weltallianz“

 

Die Deutsche Weltallianz gibt bekannt, dass der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen Prof. Alfred de Zayas, Direktoriumsmitglied der Deutschen Weltallianz (DWA), zum

 

Unabhängiger Experte zur Förderung einer demokratischen und gleichberechtigten internationalen Ordnung

 

für 3 Jahre, gemäß der Empfehlung der Präsidentin des UNO Menschenrechtsrates, Botschafterin Laura Dupuy (Uruguay), ernannt hat.

 

DWA-Präsident Peter Wassertheurer beglückwünscht Alfred de Zayas zu dieser Auszeichnung und wünscht ihm namens der DWA viel Erfolg bei dieser Arbeit.

 

 

 

 

Wien, 5 März 2012

 

 

 

 

DWAPressemitteilung der Deutschen Weltallianz

 

 

 

 

Deutsche Weltallianz verurteilt Vandalenakt

 

an donauschwäbischer Gedenkstätte

 

Wassertheurer: „Aufklärung an serbische Seite dringend gefordert“

 

 

 

Die Deutsche Weltallianz (DWA) verurteilt den Anschlag auf das donauschwäbische Denkmal im serbischen Gakovo. Das Denkmal wurde 2005 errichtet und steht als Mahnmal für die Verbrechen an den zehntausenden Donauschwaben nach dem Zweiten Weltkrieg und als Symbol für die Bereitschaft, die Vergangenheit gemeinsam aufzuarbeiten. „Mit diesem primitiven Vandalenakt werden alle bisherigen Bemühungen zur Verständigung zunichte gemacht“, bedauert DWA-Präsident Peter Wassertheurer.

 

 

 

„Gerade jetzt, da Serbien mit der Europäischen Union Beitrittsverhandlungen aufnimmt, muss Belgrad mit allen Mittel gegen solche extremistischen Anschläge vorgehen, die Täter ausfindig machen und den Donauschwaben in aller Welt bekunden, dass ein solcher pietätloser Anschlag nicht die Handschrift des modernen Serbien trägt“, ergänzt Wassertheurer, der sich auch unmissverständliche Worte der Verurteilung seitens der österreichischen Außenpolitik und der parlamentarischen Vertriebenensprecher im österreichischen Nationalrat erwartet.

 

 

Wien, 25 Februar 2012

 

 

 

 

DWAPressemitteilung der Deutschen Weltallianz

 

 

Slowenische Minderheit in Kärnten nicht instrumentalisieren

 

Wassertheurer: „Laibach muss mit Provokationspolitik endlich Schluss machen“

 

 

 

Der Streit um mehr zweisprachige Ortstafeln im südlichen Kärnten konnte erst letztes Jahr nach jahrzehntelangen Diskussionen mit einer Konsenslösung beigelegt werden, der die Kärntner Politik, die Vertreter der slowenischen Volksgruppe in Kärnten und die Republik Österreich zustimmten. Auch die slowenische Regierung zollte der Einigung ihren Respekt.

 

 

 

Jetzt aber scheint die neue Regierung in Slowenien wieder die brutale „nationalistische Karte“ spielen zu wollen, denn anders ist folgende Meldung österreichischer Medien nicht zu verstehen:

 

 

 

„Eigentlich galt der Ortstafel- Streit in Kärnten als beigelegt. Österreichs Politik feierte die Ortstafellösung im Vorjahr als historische Einigung. Doch nun hat die neue slowenische Ministerin für Auslandsslowenen, Ljudmila Novak, das Thema erneut auf den Tisch gebracht. Bei ihrem ersten Besuch in Klagenfurt am Freitag wollte sie die Aufstellung weiterer zweisprachiger Tafeln nicht ausschließen. Landeshauptmann Gerhard Dörfler wies dies am Samstag "im Rahmen des Miteinanders und des neuen guten Klimas deutlich zurück".

 

 

 

Die Deutsche Weltallianz (DWA) weist daraufhin, dass es im Zuge der Ortstafellösung von 2011 an der Zeit wäre, dass Slowenien endlich einmal mehr für die kleine deutsche, altösterreichische Volksgruppe im eigenen Land macht. „Immerhin“, so DWA-Präsident Peter Wassertheurer, „wurde diese Volksgruppe nach dem Zweiten Weltkrieg beinahe durch einen Völkermord ausgelöscht, während der kommunistischen Diktatur unter Tito totgeschwiegen und zwangsassimiliert, und wird heute weiterhin als Minderheit diskriminiert, weil man sie nicht als autochthone Volksgruppe anerkennt.“ Seit 1991 weigert sich die slowenische Politik, hier endlich Schritte zu setzen. „ Hier hätte Frau Minister Novak viel zu tun, wenn sie sich unbedingt als Volksgruppenpolitiker profilieren möchte“, meint Wassertheurer.

 

 

 

„Frau Minister Novak sollte weniger die Minderheitenpolitik in Kärnten kritisieren und aufhören, weiterhin die slowenische Volksgruppe in Kärnten vor den politischen Karren des slowenischen Chauvinismus zu spannen, sondern viel mehr die Minderheitenpolitik im eigenen Land einer kritischen Analyse unterziehen“, erklärt Wassertheurer, der abschließend noch ergänzt: „Mit dieser Politik trägt Slowenien nicht zu einem guten Klima bei, vielmehr dient sie dazu, um die nationalen Emotionen in Kärnten weiter anzuheizen.“

 

 

 

 

Wien, 23 Februar 2012

 

 

 

 

DWAPressemitteilung der Deutschen Weltallianz

 

 

 

Tomaš Masaryk und Eduard Beneš können zufrieden sein

 

Deutsche Volksgruppe in Tschechien 2011 abermals auf 18.722 halbiert

 

 

 

Nach dem Ersten Weltkrieg sprach der damalige erste Präsident der neu gegründeten Tschechoslowakei Tomaš Masaryk von einer „Entgermanisierung“ der Länder der böhmischen Krone. Das Ziel war das deutsche Erbe der Habsburger zu beseitigen und das gesamte öffentliche Leben einer Tschechisierung zu unterziehen. Die Assimilation von über 3 Millionen Sudetendeutschen war aber nicht möglich, zumal die deutsche Volksgruppe zu einer ethnischen Minderheit degradiert wurde, obwohl sie nach den Tschechen die zweitgrößte Volksgruppe bildete.

 

 

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg verschwanden die Deutschen infolge einer brutalen Vertreibungs- und Enteignungspolitik aus dem öffentlichen Leben der Tschechoslowakei. Es war ein Rest von knapp über 200.000, die im Land blieben. Sofern sie nicht aus Mischehen stammten oder als Spezialisten in der Industrie gebraucht wurden, siedelte man sie ins Landesinnere um, wo sie bei tschechischen Bauern arbeiten mussten und einer radikalen Assimilierung ausgesetzt waren. In den Folgejahrzehnten schrumpfte die deutsche Volksgruppe weiter. In den 1960 Jahren wurde der Kulturverband der tschechoslowakischen Bürger deutscher Nationalität gegründet. Er blieb aber auf Prag und Brünn beschränkt und folgte den ideologischen Vorgaben der kommunistischen Partei. Das Ziel war, die Deutschen in das kommunistische System zu integrieren und sie für den Sozialismus zu gewinnen. Tausende suchten in den 1960er und 1970er Jahren um einen Ausreiseantrag an, weil sie zu ihren Verwandten in den Westen wollten.

 

 

 

Die Wende von 1989/90 brachte zwar die Freiheit von der kommunistischen Diktatur, die deutsche Volksgruppe reduziert sich aber leider weiterhin. Bei der Volkszählung von 2001 waren es noch 39.269 Personen, die sich als autochthone Deutsche deklarierten. Bei der Volkszählung 2011 sank die Zahl dramatisch auf 18.722.

 

 

 

„Damit setzt sich leider ein Trend fort, der in Wirklichkeit mit der Vertreibung von 1945 losgetreten wurde und bis heute anhält. Seither sinkt die Zahl der deutschen Volksgruppe kontinuierlich“, kommentiert Peter Wassertheurer als Präsident der Deutschen Weltallianz (DWA) diese Entwicklung. Freilich spielt nach Wassertheurer auch der „nationalistische Kurs der tschechischen Innenpolitik eine große Rolle, weil sich dadurch viele abschrecken lassen, sich frei zur eigenen Identität zu bekennen.“

 

 

 

Hier kann vor allem die tschechische Seite durch mehr Toleranz bei den jüngeren Generationen eine Trendumkehr erwirken, damit Masaryk und Beneš nicht recht behalten.

 

 

Wien, 19 Dezember 2011

 

 

 

DWAPressemitteilung der Deutschen Weltallianz

 

Zum Tod von Vaclav Havel

 

Die Deutsche Weltallianz (DWA) würdigt das politische Erbe des ehemaligen tschechoslowakischen und tschechischen Staatspräsidenten Vaclav Havel, der bereits während der kommunistischen Ära in der Tschechoslowakei für Recht und Gerechtigkeit, Demokratie und Wahrheit eintrat. Für diese Ideale war er bereit, sich mit der kommunistischen Staatsmacht anzulegen und scheute auch bei Gefängnisstrafen nicht davor zurück, an seine Überzeugung zu glauben. Später hatte Havel auch den Mut, sich als Präsident der Tschechoslowakei für die Vertreibung der Sudetendeutschen von 1945 zu entschuldigen und verurteilte immer wieder die Benes-Dekrete. Havel war ein europäischer Realist, der an die Zukunft der Europäischen Union (EU) glaubte und allen totalitären, antiliberalen und antidemokratischen Ideologien eine klare Absage erteilte.

 

 

Wien, 24. November 2011

 

 

 

DWAPressemitteilung der Deutschen Weltallianz

 

 

 

 

 

Die Deutsche Weltallianz (DWA) spricht sich für die Pflege der deutschen Kultur, den Erhalt deutscher Traditionen in der Wissenschaft, der Kunst und für den traditionellen Gebrauch der deutschen Sprache aus. Gerade Deutschland, Österreich, die Schweiz und Lichtenstein sollten dabei den Deutschen, die als deutsche Volksgruppen/Minderheiten in Europa oder anderen Kontinenten leben, ein Vorbild sein.

 

 

 

Liebe Freunde,

 

Es ist wichtig die deutsche Sprache zu pflegen und zu erhalten, darum bitten wir, diese Petition "Zum Schutz der Deutschen Sprache" (Text unten) zu unterschreiben und an Mitglieder, Freunde und Bekannte weiter zu schicken, damit diese auch unterschreiben können. Hinter dem Namen bitte den Wohnort auch eintragen. Unsere Zukunft, auch die der deutschen Zeitungen, der Deutschschulen, der deutschen Vereine und der deutschen Radiosendungen, hängt von der deutschen Sprache ab.

 

Ihre Emailadresse wird nicht veröffentlicht. Eine Spende ist nicht erforderlich, denn der Deutschkanadische Kongress hat schon eine Spende gemacht. Schließen Sie einfach das Fenster.

 

 

 

Zum Unterschreiben bitte hier anklicken. http://www.ipetitions.com/petition/deutschesprache/

 

 

 

Alle Unterschriften finden Sie auf: http://www.ipetitions.com/petition/deutschesprache/signatures

 

 

 

 

We wanted to draw your attention to this important petition, "Zum Schutz der Deutschen Sprache" (see text below) and hope that you will sign it. Please forward the petition to your members and friends and ask them to sign also. When signing please list the city where you live behind your name. Your email address will not be shown.

 

 

Vielen Dank, Ihr Deutschkanadischer Kongress

 

Toni Bergmeier, National Präsident

 

Karsten Mertens, Ontario Präsident

 

Ernst Friedel, Direktor

 

 

 

Zum Schutz der deutschen Sprache

 

Wir, die Unterzeichneten, ersuchen die Bundesregierung und die Kultusministerien der Länder, mehr für die Erhaltung und Pflege der deutschen Sprache zu tun.

 

78 Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass mehr für die deutsche Sprache getan werden sollte.

 

Die deutsche Sprache bietet die geistige Lebensgrundlage, um Kultur und Werte der Gesellschaft zu verstehen, zu erhalten und zu pflegen, in voller Verantwortung für künftige Generationen. (Wir sind nicht dagegen, Fremdwörter zu verwenden, in Fällen, wo deutsche Wörter ungeeignet oder nicht vorhanden sind.)

 

Wir bitten um mehr finanzielle Unterstützung:

 

für Organisationen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die deutsche Sprache zu pflegen und zu erhalten;

 

für kulturelle Veranstaltungen, die auf deutsch stattfinden;

 

für Texter, die deutsche Lieder schreiben;

 

für den deutschen Sprachunterricht im Ausland;

 

für deutsche Veranstaltungen, die von deutschen Vereinen im Ausland veranstaltet werden.

 

Wir bitten, dass deutsche Kaufhäuser dazu aufgefordert werden, in ihren Geschäften mehr deutsche Musik zu spielen.

 

Wir bitten um eine gesetzliche Regelung oder zumindest eine Verordnung für Medien und Schulen, Fremdwörter nach Möglichkeit durch deutsche Wörter zu ersetzen, wenn dadurch die Wortbedeutung nicht verändert wird.

 

Wir bitten, dass Firmen, die ihre Reklame im Inland auf deutsch gestalten, steuerliche Vorteile erhalten.

 

Die Unterzeichneten

 

 

 

Wien, 23. November 2011

 

 

 

DWAPressemitteilung der Deutschen Weltallianz

 

 

 

Die Deutsche Weltallianz (DWA) verurteilt die völlig unqualifizierten Angriffe gegen Dr. Rudolf Pueschel, wie sie in einer durchsichtigen Kampagne von der deutschen Zeitschrift Der Spiegel losgetreten wurde. Dr. Pueschel ist Mitglied der DWA und setzt sich vehement für die Rechte der deutschen Heimatvertriebenen ein. Der besagte Hetzartikel ist unter folgender Webseite einzusehen:

 

 

 

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,793298,00.html

 

 

 

Dr. Pueschel bot der DWA seinen Rücktritt an, um zu verhindern, dass die DWA durch die völlig haltlosen Angriffe ins Schussfeld der linken Medienwelt gerät. Peter Wassertheurer hat als Präsident der DWA Dr. Pueschel selbstverständlich im folgenden Schreiben gebeten, Mitglied der DWA zu bleiben.

 

 

 

Sehr geehrter Herr Dr. Pueschel,

 

 

 

ich habe heute am Morgen von Dr. Reinhold Reimann aus Graz Ihr Schreiben erhalten. Darin bieten Sie der DWA Ihren Rücktritt an. Sie führen als Grund Ihrer Entscheidung einen Artikel im deutschen Wochenmagazin Der Spiegel an. Ich habe über das Internet Kenntnisse vom diesen Bericht, in dem Sie angegriffen werden. Ich persönlich verurteile diesen Bericht, weil es darin nur um billige Verdächtigungen geht, ohne dass Ihnen etwas Konkretes vorgeworfen wird. Es ist das altbekannte Spiel linker Medienmacher, denen es nicht um Sachlichkeit geht, sondern um eine billige Polemik, deren Sinn lediglich darin besteht, ehrbare und anständige Persönlichkeiten aus dem rechtskonservativen Lager anzugreifen.

 

 

 

Ich bitte Sie als Präsident der DAW Ihre Entscheidung nochmals zu überdenken und würde mich freuen, Sie auch weiterhin als Mitglied unserer DWA ansprechen zu können. Bitte bleiben Sie.

 

 

 

Ich würde sehr gerne - freilich mit Ihrem Einverständnis - die ganze Sache auch auf der DWA-Seite im Internet thematisieren. Wären Sie mit einer Veröffentlichung des Spiegel-Beitrags samt einer Stellungnahme der DWA einverstanden?

 

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

 

 

 

Dr. Peter Wassertheurer

 

Präsident der DWA

Berlin, 11. September 2011

 

DWARezension von Prof. Dr. Arnulf Baring im Tagesspiegel: Alfred de Zayas, Völkermord als Staatsgeheimnis

 

Alfred de Zayas untersucht, wie viel die Deutschen von der Vernichtung der Juden wussten

 

Als im Dezember 1941, nach dem Überfall auf Pearl Harbor, der Krieg zwischen den Achsenmächten und den USA ausbrach, wurden Amerikaner japanischer, aber auch deutscher und italienischer Abstammung von der Westküste ins Innere der USA deportiert. „Es war unmenschlich“, schreibt Alfred de Zayas, „es war sogar gesetzwidrig, aber kein Amerikaner, der mit angesehen hat, wie sein Nachbar abgeholt wurde, kein Amerikaner, der die Züge oder Busse gesehen hat, wäre jemals auf die Idee gekommen, dass diese Menschen ermordet werden könnten. Und sie wurden ja auch nicht getötet.“

 

De Zayas, seriöser amerikanischer Völkerrechtler und Deutschlandexperte, bis zu seiner Pensionierung im Büro des UN- Hochkommissars für Menschenrechte in Genf tätig, geht seit fast 40 Jahren intensiv der Frage nach, wer was wann und wie viel über den Holocaust wusste.

 

Schon vor Jahren hat er die Frage aufgeworfen, die er jetzt wiederholt, mit welchem Recht man eigentlich den damaligen Deutschen vorwerfe, nicht sofort begriffen zu haben, dass man die deportierten Juden umbringen werde.

Auch die deportierten Juden selbst ahnten bis zuletzt nichts von ihrem unmittelbar bevorstehenden Ende. Ganz im Gegenteil nahmen sie an, dass ihnen an den Zielorten eine bessere Zukunft bevorstehe als in den Herkunftsorten, in denen sie zunehmenden Schikanen ausgesetzt gewesen waren. Sie rechneten mit ihrer Ansiedlung in Ghettos des östlichen Europas, hofften auf sicherere Lebensbedingungen als in ihrer vormaligen Heimat.

Einer der ganz wenigen Insassen von Auschwitz, dem 1944 die Flucht gelang, hat berichtet, er habe in den zwei Jahren, die er an der Rampe deportierte Juden in Empfang zu nehmen hatte, keinen einzigen getroffen, der auch nur entfernt ahnte, was vielen Ankommenden unmittelbar bevorstand. Wenn es anders gewesen wäre, hätten die Juden bestimmt nicht widerstandslos die Züge bestiegen. Sie hätten vermutlich zu fliehen versucht oder sich vor der Abfahrt das Leben genommen.

Alfred de Zayas hat frühzeitig viele wichtige Zeitzeugen befragt und hinterfragt, Ankläger und Verteidiger der Nürnberger Prozesse eingehend interviewt und alle einschlägigen Akten gelesen. Sein Buch „Völkermord als Staatsgeheimnis“ ist die Summe einer jahrzehntelangen Forschertätigkeit. Es geht umfassend der strittigen Frage nach, was die Generationen unserer Eltern und Großeltern von den Massenverbrechen des „Dritten Reiches“ wussten, während sie begangen wurden. Er ist überzeugt und belegt es eindrucksvoll, dass von einer verbreiteten oder gar allgemeinen Kenntnis der Mordaktionen keine Rede sein kann, noch viel weniger von deren Billigung. Die Geheimhaltung der Vernichtungsaktionen ist innerhalb der Staats- und Wehrmachtsführung offenbar in einem Ausmaß gelungen, das heutige Zeitgenossen für unmöglich halten.

Der Führerbefehl Nr. 1 vom 11. Januar 1940 wurde offenbar durchweg befolgt. In ihm hatte Hitler angeordnet: Niemand solle Kenntnis haben von geheimen Dingen, die nicht in seinen eigenen Aufgabenbereich gehören. Niemand solle mehr erfahren, als er zur Erfüllung der ihm gestellten Aufgaben wissen müsse. Niemand solle früher als notwendig über die ihm aufgetragenen Obliegenheiten Kenntnis erhalten. Geheimzuhaltende Aufträge dürften nur dann und erst dann an nachgeordnete Stellen weitergegeben werden, wenn dies zur Erreichung des Zwecks unvermeidlich sei. Eine Folge dieses Führerbefehls war, dass es hieß: Wer über die Vernichtungsaktionen etwas verlauten lasse, sei des Todes.

Hitlers Anweisung hat zugleich bewirkt, dass der Kreis der Eingeweihten unglaublich klein blieb, erstaunlicherweise auch innerhalb der SS. So gab es einen SS-Sturmbannführer, den früheren Landgerichtsrat Georg Konrad Morgen, der bei Korruptionsermittlungen zufällig Hinweise auf Mordaktionen fand. Er hielt offensichtlich gar nicht für möglich, dass die Massenmorde von höchster Stelle angeordnet worden seien, sondern führte sie auf lokale, fanatisierte Eigeninitiativen zurück. Daher leitete er Verfahren gegen die Verantwortlichen ein, gegen Männer wie Rudolf Höß, den Auschwitz-Kommandanten, und sogar gegen SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann. Bei ihm kam er nicht weit, weil Vorgesetzte mauerten, und Höß wurde von seinem alten Freund Martin Bormann geschützt. In anderen Fällen war Morgen erfolgreicher. So hat er während des Krieges in etwa 800 Fällen Untersuchungen durchgeführt, u. a. gegen die Lagerkommandanten von Buchenwald und von Lublin, „die dann vor ein SS-Gericht kamen, zum Tode verurteilt und hingerichtet wurden“ – wegen Korruption.

Morgen überlebte den Krieg. In den Nürnberger Prozessen war er ein wichtiger Zeuge. Nach seiner Entlastung bei der Entnazifizierung wurde er Anwalt und starb 1982 in Frankfurt am Main."

http://www.tagesspiegel.de/kultur/staatsgeheimnis/4598806.html

 

 

 

Alfred de Zayas: Völkermord als Staatsgeheimnis. Vom Wissen über die „Endlösung der Judenfrage“ im Dritten Reich. Olzog Verlag, München 2011. 204 Seiten, 26,90 Euro.