PRESSEMITTEILUNG Wien, am 25. August 2019

Mit großer Zustimmung nimmt die Deutsche Weltallianz (DWA) die jüngsten Äußerungen und Forderungen der FPÖ-Kärnten zur Diskussion um die Anerkennung der deutschen Min-derheit in Slowenien als autochthone Volksgruppe zur Kenntnis. FPÖ-Landesobmann Gernot Darman meint nämlich ganz richtig, dass „besonders eine kleine Minderheit (…) den verfas-sungsmäßigen Schutz sowie eine entsprechende finanzielle Ausstattung“ benötigt, will sie auch künftig ihr kulturelles Erbe erhalten und als Volksgruppe bestehen. Wie Darman ver-weist auch DWA-Präsident Peter Wassertheurer seit Jahren auf das Beispiel anderer kleiner Volksgruppen in Slowenien wie der ungarischen oder der italienischen, die beide in der slo-wenischen Verfassung als autochthon anerkannt sind und über entsprechende öffentliche Mit-tel und Sonderrechte verfügen. „Von solchen Begünstigungen kann die deutsche Volks-gruppe, die teils auf eine über 800-jährige Geschichte zurückblicken kann, nur träu-men“, meint Wassertheurer, der in dieser Sache auch mehr Engagement seitens des österrei-chischen Außenministeriums erwartet. „Außer einer sich gebetsmühlenartig wiederholenden Ankündigungspolitik ist seit der Unabhängigkeit Sloweniens aus Wien eigentlich nichts ge-schehen“, kritisiert Wassertheurer, der auch die Kärntner Landesregierung unter Peter Kaiser in die Verantwortung nimmt. Positiv erwähnt Wassertheurer hingegen den von den beiden Parlamentspräsidenten, Wolfgang Sobotka und Dejan Zidan, angekündigten historischen Dia-log. Für Wassertheurer kann dieser dazu dienen, um nachhaltig aufzuzeigen, dass die Ange-hörigen der deutschen Volksgruppe in Slowenien nach dem Zweiten Weltkrieg aufgrund ihrer antifaschistischen Haltung und ihrer damaligen Loyalität der jugoslawischen Staatsmacht gegenüber im Land verbleiben durften und folglich von den Beschlüssen des AVNOJ nicht betroffen waren. „Sie heute in einem Atemzug mit dem NS-Regime zu nennen, ist nicht nur historisch völlig falsch, sondern bildet ungerechtfertigterweise auch die Grundlage für die bis heute anhaltende Diskriminierung“, erklärt Wassertheurer abschließend, der weiters fordert, dass die Rolle der deutschen Volksgruppe in der Zeit im und nach dem Zweiten Weltkrieg in diesem österreichisch-slowenischen Historikerdialog differen-ziert untersucht wird. Die Ergebnisse zu diesem Punkt sollen dann, wie Wassertheurer er-langt, für das slowenische Parlament in seiner Haltung zur Diskussion nach einer Aner-kennung des autochthonen Volksgruppenstatuts für die Sloweniendeutschen wegwei-send und bewusstseinsbildend sein. Ethnisch motivierte Diskriminierungen widersprechen zudem nationalem wie auch den Minderheitenstandards in der EU.

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