DWA: Deutschen in Slowenien eine europäische Plattform für offene Fragen geben

Die Deutsche Weltallianz (DWA) richtet ihre Bitte an alle für die Kärntner Landesaus-stellung 2020 verantwortlichen Personen, die deutsche Volksgruppe in Slowenien zu ei-ner Teilnahme an der EUROPEADA einzuladen. „Dort kann sie dann gegenüber der europäischen Öffentlichkeit als autochthone Volksgruppe auftreten, was die slowenische Regierung hoffentlich zu einem Umdenken ihrer bisherigen minderheitenfeindlichen Haltung veranlassen wird“, meint DWA-Präsident Peter Wassertheurer.

2020 findet in Kärnten die Landesausstellung zum Gedenken an den Kärntner Abwehrkampf und die 1920 stattgefundene Volksabstimmung statt, bei der sich eine Mehrheit für einen Verbleib Südkärntens bei Kärnten und somit bei der Republik Österreich aussprach.

Ein wesentliches Ereignis der Landesausstellung ist die sogenannte EUROPEADA. Bei der handelt es sich um ein Fußballturnier sprachlich-autochthoner Minderheiten in Europa, das von der „Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen“ (FUEV) in Zusammenarbeit mit der für das jeweilige Turnier gastgebenden Minderheit organisiert wird. Im Fall der Kärntner Landesausstellung 2020 ist es die slowenische (windische) Minderheit in Kärnten, die mit diesem Turnier nach eigener Aussage „auf noch offene Fragen“ aufmerksam machen möchte. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass die slowenische Minderheit in Kärnten nicht nur eine in der Verfassung verankerte Anerkennung genießt, sondern in Europa zu den am meisten geförderten autochthonen Minderheiten zählt.

Ganz anders sieht es da für die deutsche Volksgruppe in Slowenien aus, die in der Republik Slowenien nicht zu den autochthonen Volksgruppen zählt. Alle bisherigen Bemühungen wur-den mit dem Hinweis abgeschmettert, dass es in Slowenien seit 1945 keine autochthone deut-sche Volksgruppe mehr gibt. Studien wie jene des Kärntner Historikers Stefan Karner haben jedoch ein gegenteiliges Bild aufgezeigt. Die deutsche Volksgruppe in Slowenien ist zwar ähnlich klein wie die italienische – die aber dennoch in Slowenien als autochthon aner-kannt wird – aber sie ist mit knapp 3000 Personen sehr wohl existent und verfügt über zahlreiche Kulturvereine.

Außerdem durften nach 1945 nur jene Deutschen im kommunistischen Jugoslawien bleiben, die sich nach 1941 gegenüber Jugoslawien loyal verhalten hatten. Diese Deut-schen haben somit einen wichtigen Beitrag zur Wiedererrichtung Jugoslawiens geleistet, weshalb sie es verdienen, heute von der Republik Slowenien als autochthon anerkannt zu werden. Auf dieses Verdienst beruft sich übrigens auch die slowenische Minderheit in Kärnten im Zusammenhang mit der Wiedererrichtung der Republik Österreich. Wa-rum sollte also der Beitrag der Deutschen in Slowenien nicht ähnlich gewürdigt werden?

„Ich schreibe auf Deutsch – Na und!“

Die Deutsche Weltallianz (DWA) veranstaltet erstmals einen internationalen Litertaturwettbewerb innerhalb der deutschen Minderheiten weltweit. „Wir wollen versuchen, die Arbeit der DWA mit literarischen Texten zu unterstützen“, erklärt DWA-Präsident Peter Wassertheurer. Die DWA ist als Menschenrechtsorganisation darauf spezialisiert, Unrecht und Diskriminierungen gegen deutsche Volksgruppen publik zu machen und die politische Öffentlichkeit dafür zu sensibilisieren. Der Literaturwettbewerb richtet sich an Angehörige deutscher Volksgruppen, die als ethnische, sprachliche und kulturelle Minderheiten außerhalb Deutschlands, Österreichs, der Schweiz und Lichtensteins leben.

Der Titel des Literaturwettbewerbs lautet: „Ich schreibe auf Deutsch – Na und!“ und soll inhaltlich Diskriminierungen und Benachteiligungen im privaten und gesellschaftlichen Leben aufgrund der deutschen Identität in den jeweiligen Heimatländern literarisch verarbeiten. Es können dabei auch die Schicksale der Großeltern- und Elterngeneration mitbeschrieben werden, wobei der Bezug zur Gegenwart bestehen bleiben muss. Man soll alle Formen der Benachteiligung als Deutscher/Deutsche anführen und beschreiben, so z.B. etwa, wenn man die deutsche Sprache nicht verwenden durfte, man keine staatlichen Förderungen erhält, keine deutschen Familiennamen toleriert wurden, oder man wegen der deutschen Abstammung im Beruf keine Karriere machen konnte, usw.

Die Text sollen mindestens zwei A4-Seiten bis maximal fünf A4-Seiten mit einem Zeilenabstand von 1,5 Zentimeter und einer Schriftgröße, Times New Roman 12 umfassen. Alle Seiten müssen nummeriert sein. Der Text darf bislang noch in keiner Publikation veröffentlicht worden sein. Die Texte sind ausschließlich in deutscher Sprache zu verfassen.

Die besten drei Texte werden von einer Fachjury ausgewählt und mit Sachpreisen ausgezeichnet. Alle eingereichten Texte, die die oben genannten Kriterien erfüllen, werden in einer eigenen Publikation gesammelt und als Druckwerk veröffentlicht. Auch sollen Lesungen im Rahmen der Möglichkeiten der DWA durchgeführt werden.

Bitte zum Text auch folgende biografische Angaben beilegen: Name, Adresse, e-mail, Geburtsdatum Geschlecht und Beruf.

Einreichfrist bis 30. April 2018 (Später eingelangte Texte werden nicht berücksichtigt. Die Texte werden auch nicht an die Autoren und Autorinnen zurückgeschickt.)

Die Texte sind zu richten an:

Dr. Peter Wassertheurer

Deutsche Weltallianz

Ennemosergasse 18

A-1220 Wien

oder per e-mail: peter.wassertheurer@aon.atLiteraturwettbewerb

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