Klaus Johannis, Siebenbürger Sachse und Angehöriger der deutschen Volksgruppe in Rumänien, hat die Wahl zum rumänischen Präsidentenamt gegen seinen sozialdemokratischen Herausforderer gewonnen.
Beim Österreichischen Rundfunk (ORF) wurde dazu heute in der Radioserie „Ö1 Morgenjournal“ zunächst vom Sachsen-Rumänen Johannis gesprochen. Danach stammte der neue rumänische Präsident Johannis laut ORF aus deutsch-rumänischen Verhältnissen, ehe er nach ORF-Diktion als deutschsprachiger Rumäne bezeichnet wurde.
Die Deutsche Weltallianz (DWA) spricht sich gegen eine derartige Verkehrung der ethnischen Herkunft des neuen rumänischen Präsidenten aus: DWA-Präsident Wassertheurer Peter meint, dass „Präsident Klaus Johannis Deutscher und Siebenbürger Sachse ist“ und als solcher einer Volksgruppe angehört, die seit dem 12. Jahrhundert in Siebenbürgen ihre deutsche Identität kultiviert. Dort wird sie seit Jahrhunderten als deutsche Volksgruppe und ihre Angehörigen als Deutsche bezeichnet. Das, was der ORF hier betreibt, ist eine ethnisch-sprachliche Diskriminierung, zumal heute in den öffentlichen Medien jeder Emigrant in Deutschland als „Deutscher“ oder in Österreich als „Österreicher“ bezeichnet wird. Es sei, so Wassertheurer weiter, „paradox, dass hingegen ein Angehöriger einer deutschen Volksgruppe nicht als Deutscher bezeichnet wird.“

Leave a comment

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.