Überall in Österreich, Deutschland und Europa gedenkt man der Reichskristallnacht vor 75 Jahren. Damals wurden Millionen von jüdischen Geschäften geplündert, zerstört und die jüdischen Mitbürger in der Öffentlichkeit beleidigt, entrechtet und ihrer Würde als Menschen beraubt. Die Qualität der Aggression gegen die Juden lässt sich noch heute anhand historischer Aufnahmen an den vielen mit Hassparolen beschmierten Schaufenstern jüdischer Geschäfte zeigen. Was später dann folgte, war die konsequente, mit technischen Mitteln betriebene Vernichtung des europäischen Judentums.75 Jahre nach der Reichspogromnacht werden leider noch immer öffentliche Einrichtungen von österreichischen Bevölkerungsgruppen beschmiert. Vor kurzem war es eine Gedenktafel der Sudetendeutschen in Linz. Unbekannte hatten mit roter Farbe die Tafel überschüttet. Über die Motive herrscht bei den Sudetendeutschen Übereinstimmung: Es waren politisch ausgehetzte Menschen, die einfach die Anwesenheit der Sudetendeutschen stört und die mit solchen Mittel versuchen, das Existenzrecht der Sudetendeutschen in Österreich in Frage zu stellen. „Die Politik in Oberösterreich hat sich in aller Deutlichkeit öffentlich mit den Sudetendeutschen zu solidarisieren und diesen barbarischen Zerstörungsakt klar zu verurteilen“, fordert Peter Wassertheurer, Präsident der Deutschen Weltallianz (DWA). Die DWA jedenfalls distanziert sich mit Abscheu vor derartigen Aktionen, die eindeutig eine Beleidigung, Schmähung und Diskriminierung der sudetendeutschen Gemeinschaft in Österreich darstellen.

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