German World Alliance / Deutsche Weltallianz

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Wien, 24 März 2012

DWAPressemitteilung der Deutschen Weltallianz

 

Alfred de Zayas wirft Wien und Berlin bei Vertriebenen Versagen vor

„So werden die Vertriebenen durch ihre eigenen Regierungen effektiv entrechtet“

 

Die Deutsche Weltallianz (DWA) berichtete darüber, dass der international renommierte Völkerrechtsexperte Alfred de Zayas vom Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen auf drei Jahre zum „Unabhängigen Experte zur Förderung einer demokratischen und gleichberechtigten internationalen Ordnung“ bestellt wurde. Peter Wassertheurer führte als Präsident der DWA mit Alfred de Zayas das folgende Interview.

Wassertheurer: Können Sie den Lesern Ihr neues Aufgabengebiet und Ihre Funktion näher beschreiben?

Jeder UNO-Beauftragter hat definierte Funktionen, in meinem Fall durch die Resolution des Menschenrechtsrates 18/6.  Ich soll u.a. Berichte für den Menschenrechtsrat und für die Generalversammlung verfassen, in welchen ich Vorschläge formuliere, wie die Prinzipien der UNO-Charta und der Menschenrechtspakte zur Förderung einer Weltordnung beitragen, die nach innen als auch nach außen demokratischer und gerechter ist.  Es geht nicht um Konfrontation. Ich verstehe meine Aufgabe als Brücke zwischen Nord-Süd und Ost-West.  Eine echte Demokratie lebt von der Freiheit der Meinungsäußerung, vom Zugang zu Information, vom Pluralismus.  Darum muss man das sich entwickelnde "Richt to Truth" (Recht zur Wahrheit) fördern und in die Tat umsetzen.  Es geht darum, eine reelle Demokratie zu schaffen und nicht nur eine pro Forma- oder virtuelle Demokratie.  Es geht darum, die Temperatur der (welt)öffentlichen Meinung zu messen, zu wissen, was genau die Menschen denken und wollen - nicht nur in den USA und EU, sondern auch in Brasilien, Süd-Afrika, Indien, China, Australien. Es geht auch um "Welt-Referenda", vor allem über Fragen des Kriegs und des Friedens, des Rechts auf die eigenen Ressourcen, auf Wasser, auf die eigene Kultur.  Der bürgerlichen Gesellschaft (civil society) muss mehr Stimme und mehr Achtung geschenkt werden. Es gehr auch darum, die Weltorganisation Schritt für Schritt zu reformieren, damit sie im Sinne der Menschenrechte demokratischer und gerechter wird.  Dies bedeutet u.a. auch Reform des Sicherheitsrates.   

 

Wassertheurer: In Ihren 50 Thesen zur Vertreibung fordern Sie, dass den Heimatvertriebenen nach dem internationalen Völkerrecht eine Entschädigung zusteht. Können Sie das näher in wenigen Sätzen erläutern?

Ubi jus, ibi remedium. Da wo Recht ist, muss auch Wiedergutmachung geben  (Siehe Chorzow Factory Case, Urteil des Permanent Court of International Justice). Nach dem allgemeinen völkerrechtlichen Prinzip der Restitution (restitutio in integrum) haben alle Opfer Anspruch auf Reparation - und zwar ohne Diskriminierung.  Das Prinzip kann allerdings nur durch politischen Willen umgesetzt werden.  Deutschland und Österreich könnten und sollten den diplomatischen Schutz ihrer Bürger gegenüber anderen Staaten und auch im Europäischen Menschenrechtshof gewähren. Dies tun sie aber aus „verkehrten politischen Gründen“ nicht.  So werden die Vertriebenen durch ihre eigenen Regierungen effektiv entrechtet. Das Prinzip der Rechtssicherheit wird auch dadurch erschüttert, dass Privilegien entstehen und zwischen den Opfern diskriminiert wird.  Der Schlussbericht des UNO Sonderberichterstatters Awn Shawkat Al-Khasawneh (heute Richter im IGH) über die Völkerrechtswidrigkeit von „Bevölkerungstransfers" ist in der Frage der Entschädigung eindeutig (E/CH.4/Sub.2/1997/23).

 

Wassertheurer: Sie erwarten sich auch von Deutschland und Österreich mehr Engagement für die Heimatvertriebenen. Was sind konkret Ihre Forderungen an Wien und Berlin?

Sie können direkt mit Warschau, Prag, Preßburg/Bratislawa, Budapest, Laibach/Lljubljana usw. verhandeln.  Sie können wirtschaftliche Beziehungen mit menschenrechtlichen Zugeständnisse verbinden.  Sie können die Rückgabe vom kulturellen Erbe und von privatem Eigentum verlangen.  Dies wäre möglich gewesen u.a. 1990/91 und bei den Verhandlungen zur EU-Erweiterung.  Es sind viele Gelegenheiten verpasst worden.


Wassertheurer: Welche Möglichkeiten bietet Ihnen Ihre neue Aufgabe zur Unterstützung der Anliegen der Heimatvertriebenen?

Keine spezifischen Möglichkeiten. Aber wenn eine Weltordnung entsteht, die demokratischer und gerechter ist, dann werden die Heimatvertriebenen nicht draußen im Regen stehen.  Es geht vor allem darum, die Menschenwürde in den Mittelpunkt zu stellen und die Gleichheit aller Opfer zu behaupten und konkret umzusetzen, wobei alle Kollektivschuld-Paradigmen abgelehnt werden müssen.  Es geht u.a. darum, die Urteile des Menschenrechtsausschusses in den Fällen Des Fours Walderode gegen Tschechische Republik, Czernin gegen Tschechische Republik, Petzold gegen Tschechische Republik zur Umsetzung zu verhelfen.


Wassertheurer: Wie schätzen Sie die Haltung der EU und ihrer Institutionen in der Vertriebenenfrage ein?

Bedauerlich, doppelbödig, diskriminierend.  Hier wird Völkerrecht nach Belieben bzw. à la carte praktiziert.  Bevor Polen und der Tschechischen Republik in die EU eingetreten sind, hätte die EU verlangen müssen, u.a. dass die Beneš- und Bierut-Dekrete offiziell abgeschafft werden und dass eine gewisse Entschädigung an die Opfer angeboten wird.  Die EU hat aber versagt und die eigenen menschenrechtlichen Prinzipien verraten.  Das Problem liegt u.a. beim Informationsdefizit.  Die meisten Regierungen wissen viel zu wenig über die Vertreibung und ihre menschlichen Konsequenzen.  Wenn man erwartet, dass sich etwas ändert, muss man über alle Fakten und Argumente verfügen.  Man muss das "Recht auf Wahrheit" umsetzen.

 

 

Wien, 1 April 2012

DWA

Peter Wassertheurer

Slowenische Minderheit in Kärnten

nicht instrumentalisieren!

Als Osterreichs damaliger Bundeskanzler Bruno Kreisky die Akteure des Karntner Ortstafelsturms

von 1972 abfallig als Gassenbuben bezeichnete, war man um eine rasche Schadensbegrenzung

bemuht. Was von der Bundesregierung als Akt von Ewiggestrigen abgetan wurde,

symbolisierte in Wirklichkeit eine Entwicklung, die latent die Volksgruppen in Karnten

belastete und auch ausenpolitisch zu jenen Tabuthemen zahlte, die man in Wien besser

unbearbeitet lies, weil sie den Lebensnerv der Zweiten Republik trafen. Osterreichs Mythos

vom Ersten Opfer Hitlers kam immer dann machtig ins Trudeln, sooft Belgrad mit dem

NS‑Zaunpfahl drohte und die Rolle der Osterreicher wahrend des Zweiten Weltkriegs hinterfragte.

Die Ursachen dieser Konfliktgemeinschaft reichen weiter zuruck und wuchsen mit

der Grenzziehung nach dem Ersten Weltkrieg zu einem latenten Dauerkonflikt heran. Die

Abtrennung der sudlichen Steiermark und der Karntner Abwehrkampf provozierten Mythen

aus dem historischen Pool der nationalen Emanzipationsprozesse im 19. Jahrhundert. Territorien

wurden als eine Konstante des nationalen Besitzstandes angesehen, der sich nach den

Denkschablonen des 19. Jahrhunderts ethnisch und kulturell definierte. Der Karntner Abwehrkampf

war eine eindrucksvolle Demonstration des Selbstbestimmungsrechts der deutschen

und slowenischen Bevolkerung in Karnten, was letztlich zum Erhalt der Landeseinheit

fuhrte. Freilich hatte Karnten mit dem Kanaltal und dem Seetal territoriale Verluste zu erleiden

gehabt, die fielen aber im Vergleich zu den sudetendeutschen Gebieten, zu Sudtirol

oder der sudlichen Steiermark eher gering aus.

Die nationalsozialistische Blut- und Bodenpolitik und der Zweite Weltkrieg steigerten das

gegenseitige Misstrauen, indem allbekannte Stereotype das politische Klima belasteten, wobei

der NS-Rassismus eine bislang nicht bekannte Radikalitat in der Volksgruppenpolitik anwandte.

Die Brutalitat slowenischer Partisanen andererseits gegen die Karntner Bevolkerung

am Ende des Krieges vertiefte die Graben zwischen den Volksgruppen noch zusatzlich.

Dass Tito seine territorialen Anspruche in Sudkarnten nicht umsetzen konnte, war letztlich

jener Nachkriegsordnung zu verdanken, die anderseits Millionen von Deutschen in Ost-, Ostmittel-

und Sudosteuropa zu Heimatvertriebenen machte. Der deutschen Bevolkerung in

Sudkarnten ware andernfalls wohl das gleiche Schicksal beschieden gewesen.

Die Bemuhungen um die Wiedergewinnung der vollen staatlichen Souveranitat zeichneten

den Weg der osterreichischen Ausenpolitik bis zum Staatsvertrag vor. Der Staatsvertrag

schlieslich verpflichtete die Republik Osterreich zu weitreichenden Verpflichtungen gegenuber

ihren ethnisch-kulturellen Minderheiten. Der Staatsvertrag erinnert an dieser Stelle an

jene Sondervertrage, die etwa die Tschechoslowakei, der SHS-Staat der Sudslawen (spater

Konigreich Jugoslawien) oder Rumanien zum Schutz ihrer nationalen Minderheiten unterzeichnen

mussten. Freilich waren sie vielfach wirkungslos, da die neuen Nationalstaaten die

Minderheitenpolitik als eine innere Angelegenheit betrachteten.

GENIUS-LESESTÜCK | Nr. 7/März–April 2012 2 Minderheiten | Österreich

Staatsvertrag und Minderheiten

In Artikel 7 des Staatsvertrages verpflichtete sich das neutrale Osterreich zu folgenden minderheitenrechtlichen

Bestimmungen:

1. Osterreichische Staatsangehorige der slowenischen und kroatischen Minderheit in

Karnten, Burgenland und Steiermark geniesen dieselben Rechte auf Grund gleicher

Bedingungen wie alle anderen osterreichischen Staatsangehorigen einschlieslich des

Rechts auf ihre eigenen Organisationen, Versammlungen und Presse in eigener Sprache.

2. Sie haben Anspruch auf Elementarunterricht in slowenischer und kroatischer Sprache

und auf eine verhaltnismasige Zahl eigener Mittelschulen; in diesem Zusammenhang

werden Schullehrplane uberpruft und eine Abteilung der Schulaufsichtsbehorde wird

fur slowenische und kroatische Schulen errichtet werden.

3. In den Verwaltungs- und Gerichtsbezirken Karntens, des Burgenlandes und der Steiermark

mit slowenischer, kroatischer oder gemischter Bevolkerung wird die slowenische

oder kroatische Sprache zusatzlich zum Deutschen als Amtssprache zugelassen. In solchen

Bezirken werden die Bezeichnungen und Aufschriften topographischer Natur

sowohl in slowenischer oder kroatischer Sprache wie in Deutsch verfasst.

4. Osterreichische Staatsangehorige der slowenischen und kroatischen Minderheiten in

Karnten, Burgenland und Steiermark nehmen an den kulturellen, Verwaltungs- und

Gerichtseinrichtungen in diesen Gebieten auf Grund gleicher Bedingungen wie andere

osterreichische Staatsangehorige teil.

5. Die Tatigkeit von Organisationen, die darauf abzielen, der kroatischen oder slowenischen

Bevolkerung ihre Eigenschaft und ihre Rechte als Minderheit zu nehmen, ist zu

verbieten.

Die Umsetzung dieser Verpflichtungen sties an ideologische Grenzen, die in den Jahrzehnten

davor durch territoriale Grenzkonflikte, Abwehrkampf, NS-Politik, Vertreibung und

Zwangsverschleppungen auf beiden Seiten ein konfliktreiches Klima gegenseitiger Schuldzuweisungen

geschaffen hatten; anderseits schritt der Assimilationsprozess der slowenischen

Volksgruppe durch Mischehen, Bildung und Abwanderung der Intelligenz weiter fort,

weshalb eine luckenlose Umsetzung des Staatsvertrages nicht moglich war. Gleichzeitig, und

diese Tatsache muss in der Auseinandersetzung Erwahnung finden, waren das Bundesland

Karnten und die Republik Osterreich weitgehend ihren Verpflichtungen nachgekommen,

was die Zahlen eindeutig belegen. Dass heute im Jahr 2012 eine slowenische Volksgruppe in

Sudkarnten existiert, geht sehr wohl auf diese Politik der Jahrzehnte seit 1955 zuruck. Zu

den Fruchten dieses Engagements zahlt auch die Tatsache, dass in Karnten viele junge Menschen

Slowenisch lernen und auch inzwischen – dank der Volksgruppenpolitik von Jorg Haider

– in den Kindergarten eine zweisprachige Erziehung angeboten wird.

Kreisky-Formel, Verfassungsgerichtshof und Lösung

Kreiskys Losungsformel im Volksgruppengesetz von 1976, nach der 25 Prozent fur die Errichtung

einer zweisprachigen Ortstafel notwendig waren, wurde dann 2001 durch einen Spruch

des Verfassungsgerichtshofs aufgehoben, der die 25-Prozenthurde als zu hoch einstufte. Eine

Minderheitenfeststellung wurde allerdings von Vertretern der slowenischen Minderheit

mit dem profanen Hinweis „Wir lassen uns nicht zahlen“ erfolgreich abgewurgt. Gesprochen

wird von 12.000 Angehorigen, obwohl keine gesicherten Daten neueren Datums vorliegen.

Der Streit um mehr zweisprachige Ortstafeln konnte erst letztes Jahr nach jahrzehntelangen

Diskussionen mit einer Konsenslosung beigelegt werden, der die Karntner Politik, die Vertreter

der slowenischen Volksgruppe in Karnten und die Republik Osterreich zustimmten.

Auch die slowenische Regierung in Laibach zollte dem erreichten Kompromiss ihren Respekt.

Neuerdings aber scheint die neue Regierung in Slowenien wieder die nationalistische

GENIUS-LESESTÜCK | Nr. 7/März–April 2012 3 Minderheiten | Österreich

Karte spielen zu wollen, denn anders ist folgende Meldung osterreichischer Medien nicht zu

verstehen:

„Eigentlich galt der Ortstafelstreit in Kärnten als beigelegt. Österreichs Politik feierte die

Ortstafellösung im Vorjahr als historische Einigung. Doch nun hat die neue slowenische Ministerin

für Auslandsslowenen, Ljudmila Novak, das Thema erneut auf den Tisch gebracht.

Bei ihrem ersten Besuch in Klagenfurt am Freitag wollte sie die Aufstellung weiterer zweisprachiger

Tafeln nicht ausschließen. Landeshauptmann Gerhard Dörfler wies dies am Samstag

im Rahmen des Miteinanders und des neuen guten Klimas deutlich zurück“.

In Klagenfurt weist man darauf hin, dass es im Zuge der Ortstafellosung von 2011 an der Zeit

ware, dass Slowenien endlich einmal mehr fur die kleine deutsche, altosterreichische Volksgruppe

im eigenen Land macht. Immerhin wurde diese Volksgruppe nach dem Zweiten

Weltkrieg beinahe durch einen Volkermord ausgeloscht, wahrend der kommunistischen Diktatur

unter Tito totgeschwiegen und zwangsassimiliert, und wird heute weiterhin als Minderheit

diskriminiert, weil man sie nicht als autochthone Volksgruppe anerkennt. Seit 1991

weigert sich die slowenische Innenpolitik, hier endlich Schritte zu setzen. Sloweniens Ministerin

fur die Auslandsslowenen sollte weniger die Minderheitenpolitik in Karnten kritisieren

und aufhoren, weiterhin die slowenische Volksgruppe in Karnten vor den politischen Karren

des slowenischen Chauvinismus zu spannen. Mit dieser Politik tragt Slowenien nicht zu einem

guten Klima bei, vielmehr dient sie dazu, die nationalen Emotionen in Karnten wieder

kraftig anzuheizen.

Die Angehorigen der slowenischen Volksgruppe sollten sich keinesfalls zum Instrument einer

billigen chauvinistischen Ausenpolitik des slowenischen Regimes in Laibach machen lassen.

Ebenso wenig sollte man Karrieristen eine Plattform bieten, auf der sie sich auf Kosten

der Volksgruppe zu profilieren versuchen, indem sie nur Ol ins Feuer giesen. Diese Leute

bringen der Volksgruppe nichts, weil sie zum kulturellen und sprachlichen Uberleben der

Volksgruppe nichts beitragen.

Wien, 24 März 2012

DWAPressemitteilung der Deutschen Weltallianz

DWA-Mitglied Prof. de Zayas zum Berater der Vereinten Nationen bestellt

Wassertheurer: „Große Ehre für die Deutsche Weltallianz“

Die Deutsche Weltallianz gibt bekannt, dass der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen Prof. Alfred de Zayas, Direktoriumsmitglied der Deutschen Weltallianz (DWA), zum

Unabhängiger Experte zur Förderung einer demokratischen und gleichberechtigten internationalen Ordnung

für 3 Jahre, gemäß der Empfehlung der Präsidentin des UNO Menschenrechtsrates, Botschafterin Laura Dupuy (Uruguay), ernannt hat.  

DWA-Präsident Peter Wassertheurer beglückwünscht Alfred de Zayas zu dieser Auszeichnung und wünscht ihm namens der DWA viel Erfolg bei dieser Arbeit.

 

Vienna, March 24, 2012

DWAPress release of the German World Alliance

GWA-Member Prof. Alfred de Zayas appointed UN advisor 

Wassertheurer: “Great honour for the German World Alliance"

The German World Alliance is happy to announce that Prof Alfred de Zayas, member of the board of the GWA, has been appointed as

Independent Expert on the promotion of a democratic and equitable international order

by the UN Human Rights Council for a period of 3 years, pursuant to a recommendation by the President of the UN Human Rights Council, Ambassador Laura Dupuy (Uruguay).

The President of the GWA, Mr Peter Wassertheurer, congratulates Prof. Alfred de Zayas and wishes him all the best in his new endeavour on behalf of the GWA.

 

 

Wien, 5 März 2012

DWAPressemitteilung der Deutschen Weltallianz

 

 

Deutsche Weltallianz verurteilt Vandalenakt

an donauschwäbischer Gedenkstätte

Wassertheurer: „Aufklärung an serbische Seite dringend gefordert“

 

Die Deutsche Weltallianz (DWA) verurteilt den Anschlag auf das donauschwäbische Denkmal im serbischen Gakovo. Das Denkmal wurde 2005 errichtet und steht als Mahnmal für die Verbrechen an den zehntausenden Donauschwaben nach dem Zweiten Weltkrieg und als Symbol für die Bereitschaft, die Vergangenheit gemeinsam aufzuarbeiten. „Mit diesem primitiven Vandalenakt werden alle bisherigen Bemühungen zur Verständigung zunichte gemacht“, bedauert DWA-Präsident Peter Wassertheurer.

 

„Gerade jetzt, da Serbien mit der Europäischen Union Beitrittsverhandlungen aufnimmt, muss Belgrad mit allen Mittel gegen solche extremistischen Anschläge vorgehen, die Täter ausfindig machen und den Donauschwaben in aller Welt bekunden, dass ein solcher pietätloser Anschlag nicht die Handschrift des modernen Serbien trägt“, ergänzt Wassertheurer, der sich auch unmissverständliche Worte der Verurteilung seitens der österreichischen Außenpolitik und der parlamentarischen Vertriebenensprecher im österreichischen Nationalrat erwartet.

 

 

 

Wien, 25 Februar 2012

DWAPressemitteilung der Deutschen Weltallianz

 

Slowenische Minderheit in Kärnten nicht instrumentalisieren

Wassertheurer: „Laibach muss mit Provokationspolitik endlich Schluss machen“

 

Der Streit um mehr zweisprachige Ortstafeln im südlichen Kärnten konnte erst letztes Jahr nach jahrzehntelangen Diskussionen mit einer Konsenslösung beigelegt werden, der die Kärntner Politik, die Vertreter der slowenischen Volksgruppe in Kärnten und die Republik Österreich zustimmten. Auch die slowenische Regierung zollte der Einigung ihren Respekt.

 

Jetzt aber scheint die neue Regierung in Slowenien wieder die brutale „nationalistische Karte“ spielen zu wollen, denn anders ist folgende Meldung österreichischer Medien nicht zu verstehen:

 

„Eigentlich galt der Ortstafel- Streit in Kärnten als beigelegt. Österreichs Politik feierte die Ortstafellösung im Vorjahr als historische Einigung. Doch nun hat die neue slowenische Ministerin für Auslandsslowenen, Ljudmila Novak, das Thema erneut auf den Tisch gebracht. Bei ihrem ersten Besuch in Klagenfurt am Freitag wollte sie die Aufstellung weiterer zweisprachiger Tafeln nicht ausschließen. Landeshauptmann Gerhard Dörfler wies dies am Samstag "im Rahmen des Miteinanders und des neuen guten Klimas deutlich zurück".

 

Die Deutsche Weltallianz (DWA) weist daraufhin, dass es im Zuge der Ortstafellösung von 2011 an der Zeit wäre, dass Slowenien endlich einmal mehr für die kleine deutsche, altösterreichische Volksgruppe im eigenen Land macht. „Immerhin“, so DWA-Präsident Peter Wassertheurer, „wurde diese Volksgruppe nach dem Zweiten Weltkrieg beinahe durch einen Völkermord ausgelöscht, während der kommunistischen Diktatur unter Tito totgeschwiegen und zwangsassimiliert, und wird heute weiterhin als Minderheit diskriminiert, weil man sie nicht als autochthone Volksgruppe anerkennt.“ Seit 1991 weigert sich die slowenische Politik, hier endlich Schritte zu setzen. „ Hier hätte Frau Minister Novak viel zu tun, wenn sie sich unbedingt als Volksgruppenpolitiker profilieren möchte“, meint Wassertheurer.

 

„Frau Minister Novak sollte weniger die Minderheitenpolitik in Kärnten kritisieren und aufhören, weiterhin die slowenische Volksgruppe in Kärnten vor den politischen Karren des slowenischen Chauvinismus zu spannen, sondern viel mehr die Minderheitenpolitik im eigenen Land einer kritischen Analyse unterziehen“, erklärt Wassertheurer, der abschließend noch ergänzt: „Mit dieser Politik trägt Slowenien nicht zu einem guten Klima bei, vielmehr dient sie dazu, um die nationalen Emotionen in Kärnten weiter anzuheizen.“

 

Wien, 23 Februar 2012 

DWAPressemitteilung der Deutschen Weltallianz

 

Tomaš Masaryk und Eduard Beneš können zufrieden sein

Deutsche Volksgruppe in Tschechien 2011 abermals auf 18.722 halbiert

 

Nach dem Ersten Weltkrieg sprach der damalige erste Präsident der neu gegründeten Tschechoslowakei Tomaš Masaryk von einer „Entgermanisierung“ der Länder der böhmischen Krone. Das Ziel war das deutsche Erbe der Habsburger zu beseitigen und das gesamte öffentliche Leben einer Tschechisierung zu unterziehen. Die Assimilation von über 3 Millionen Sudetendeutschen war aber nicht möglich, zumal die deutsche Volksgruppe zu einer ethnischen Minderheit degradiert wurde, obwohl sie nach den Tschechen die zweitgrößte Volksgruppe bildete.

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg verschwanden die Deutschen infolge einer brutalen Vertreibungs- und Enteignungspolitik aus dem öffentlichen Leben der Tschechoslowakei. Es war ein Rest von knapp über 200.000, die im Land blieben. Sofern sie nicht aus Mischehen stammten oder als Spezialisten in der Industrie gebraucht wurden, siedelte man sie ins Landesinnere um, wo sie bei tschechischen Bauern arbeiten mussten und einer radikalen Assimilierung ausgesetzt waren. In den Folgejahrzehnten schrumpfte die deutsche Volksgruppe weiter. In den 1960 Jahren wurde der Kulturverband der tschechoslowakischen Bürger deutscher Nationalität gegründet. Er blieb aber auf Prag und Brünn beschränkt und folgte den ideologischen Vorgaben der kommunistischen Partei. Das Ziel war, die Deutschen in das kommunistische System zu integrieren und sie für den Sozialismus zu gewinnen. Tausende suchten in den 1960er und 1970er Jahren um einen Ausreiseantrag an, weil sie zu ihren Verwandten in den Westen wollten.

 

Die Wende von 1989/90 brachte zwar die Freiheit von der kommunistischen Diktatur, die deutsche Volksgruppe reduziert sich aber leider weiterhin. Bei der Volkszählung von 2001 waren es noch 39.269 Personen, die sich als autochthone Deutsche deklarierten. Bei der Volkszählung 2011 sank die Zahl dramatisch auf 18.722.

 

„Damit setzt sich leider ein Trend fort, der in Wirklichkeit mit der Vertreibung von 1945 losgetreten wurde und bis heute anhält. Seither sinkt die Zahl der deutschen Volksgruppe kontinuierlich“, kommentiert Peter Wassertheurer als Präsident der Deutschen Weltallianz (DWA) diese Entwicklung. Freilich spielt nach Wassertheurer auch der „nationalistische Kurs der tschechischen Innenpolitik eine große Rolle, weil sich dadurch viele abschrecken lassen, sich frei zur eigenen Identität zu bekennen.“

 

 Hier kann vor allem die tschechische Seite durch mehr Toleranz bei den jüngeren Generationen eine Trendumkehr erwirken, damit Masaryk und Beneš nicht recht behalten.

 

 



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